Die Mittherbst-Show „Paris unter dem Mond von Nanking“ wird im Garten des Chinesischen Kulturzentrums in Paris aufgeführt, boulevard de la Tour-Maubourg, im 7. Arrondissement, am Samstag, dem 26. September 2026. Der Eintritt ist frei, aber nur online reservierbar. Die Adresse kennen wir bereits von der Ausstellung „10.000 Jahre kulinarische Reise“, die bis zum 10. November 2026 im selben Gebäude zu sehen ist. Diesmal wird der zentrale Hof zur Bühne, nur wenige Schritte von der Esplanade des Invalides und der Pont Alexandre-III entfernt.
Der Abend wird gemeinsam vom Centre culturel de Chine à Paris und dem Büro für Kultur und Tourismus der Stadt Nankin organisiert. Zwei Leitmotive wurden von den Organisatoren angekündigt: die familiären Wiedersehen, wie sie zum Mondfest gehören, und der Sino-Französische Austausch. Und dazwischen natürlich der Mond, das zentrale Symbol der traditionellen chinesischen Kultur.
Das Programm baut auf dem Repertoire der Kunstschule Nanjing und ihrer Künstlertruppe „Kleine Rote Blume“ auf, ergänzt durch parisische künstlerische Ressourcen. Junge chinesische und französische Künstlerinnen und Künstler teilen die Bühne und schlagen dabei bewusst Brücken zur französischen Musik. Darauf dürfen sich die Zuschauer freuen:
Die Jiangnan-Kultur, jene Region im Süden des Jangtse, in der Nanjing eine der großen Städte ist, dient als Kulisse. Denken Sie an Gärten, Poesie und Hofmusik: eine feine Ästhetik, die man selten auf einer Pariser Bühne erlebt. Das künstlerische Talent der jüngsten Generation steht klar im Vordergrund, was den Abend wie eine Abschlussveranstaltung wirken lässt – nur eben im Geiste der großen Tradition.
Der zentrale Hof bietet ebenfalls kulturelle Fest-Erlebnisse, von der Mondbeobachtung bis zum Genuss von Mondkuchen. Die berühmten Mooncakes, reichhaltig und großzügig gefüllt, werden traditionell im Familienkreis geteilt. Wer Lust hat, welche mit nach Hause zu nehmen, dem haben wir unsere Tipps für Mooncakes in Paris zusammengestellt.
Das Mondfest, das Fest der Mitte des Herbstes, wird am 15. Tag des achten Mondmonats gefeiert, wenn der Vollmond seine schönste Rundung erreicht. Im Jahr 2026 fällt es auf Freitag, den 25. September. Es eröffnet in China drei Tage Urlaub – von Freitag bis Sonntag – eine Zeit großer familiärer Wiedersehensfreude.
Die Pariser Show rückt also auf den nächsten Tag, mitten in dieses feierliche Wochenende hinein. Ein hübscher Zufall im Kalender: Die pleine lune des Moissons beleuchtet genau am Samstag, den 26. September 2026, den Himmel von Île-de-France. Wenn die Wolken mitspielen, verspricht der Blick vom Garten einen wunderbaren Moment.
Die Reservierung erfolgt ausschließlich online über die Website des Chinesischen Kulturzentrums in Paris, die auf eine eigene Ticketplattform verweist. Weder E-Mail noch Kommentar gelten als Anmeldung; der Veranstalter macht diesbezüglich eine klare Ansage. Er bittet außerdem darum, nur die wirklich benötigten Plätze zu buchen und im Falle einer Veränderung rechtzeitig zu stornieren, damit andere Besucher noch Karten bekommen können.
Am Tag der Veranstaltung empfiehlt es sich, etwa dreißig Minuten vor Beginn zu erscheinen, der Beginn ist um 19 Uhr festgelegt. Eine Verspätung von mehr als 15 Minuten garantiert keinen Einlass mehr. Der Zutritt erfolgt nach Vorlage eines individuellen QR-Codes — auf Papier oder auf dem Bildschirm. Und falls die Reservierung nicht mehr zugänglich ist, ist der Abend ausverkauft: Eine Warteliste benachrichtigt automatisch, sobald Plätze freiwerden. Das Centre culturel de Chine befindet sich am Boulevard de la Tour-Maubourg und wird von der U-Bahn-Linie 8 bedient.
Dieser Abend richtet sich zunächst an Kulturinteressierte mit Blick auf China, an jene, die verstehen möchten, was das Mondfest über das Gebäck hinaus bedeutet. Auch Familien finden hier etwas Passendes, mit einem von jungen Künstlerinnen und Künstlern getragenen Programm und einer Spielzeit, die gut in einen Samstagabend passt. Liebhaber traditioneller Musik dürfen sich auf die chinesischen Instrumente freuen und auf die Brücke zum französischen Repertoire.
Ein Hinweis zur Vorsicht: Die Veranstaltung findet im Freien statt, im Garten. Gegen Ende September wird es am Abend schnell frischer, also besser eine Jacke einplanen. Und weil die Plätze begrenzt sind und der Eintritt frei, sind Reservierungen meist schnell vergeben. Am besten nichts anbrennen lassen und sich frühzeitig anmelden.
Lust, die Feier fortzusetzen? Der einzige traditionell chinesische Garten Frankreichs öffnet am selben Abend seine Wege im Kerzenschein: Wir verraten Ihnen alles zum Mondfest 2026 im Jardin Yili in den Yvelines, zwischen Märchen, Teezeremonie und Musik.
Was das Naschen angeht, bleibt der 13. Arrondissement das pulsierende Herz der Feier in Paris mit dem Rice Market – dem Street-Food-Treffpunkt zur Mondfest und seinen Dutzenden asiatischer Spezialitäten. Um die Herkunft dieser jahrtausendealten Tradition zu verstehen, erklären wir auch woher das Mondfest kommt und was es bedeutet.
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