Dieser Vollmond der Erntezeit ist etwas Besonderes – wir erklären Ihnen, warum!

Von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 18. September 2026 um 08:23
Der Erntevollmond erhellt am Samstag, den 26. September 2026, den Himmel von Paris und Île-de-France. Ohne als Supermond zu gelten, birgt er eine astronomische Anomalie, die ihn unter allen Vollmonden des Jahres einzigartig macht.

Der Vollmond der Ernte zeigt sich am kommenden Samstag, dem 26. September 2026 am Himmel, weltweit sichtbar, sowohl in Paris als auch in der gesamten Île-de-France, wobei die Vollphase um 18:49 Uhr (pariser Zeit) erreicht ist, laut den Ephemeriden des IMCCE (Observatoire de Paris). In diesem Jahr ist er kein Supermond (die drei Supermonde 2026 fallen auf Januar, November und Dezember), und doch hält er eine bemerkenswerte Überraschung bereit. Hinter dem Anblick eines gewöhnlichen Vollmonds verbirgt sich eine echte astronomische Anomalie, bedingt durch seine Lage wenige Tage vor der Herbsttagundnachtgleiche, die ihn von allen anderen Vollmonden des Jahres unterscheidet.

Warum trägt der Ernte-Mond diesen Namen?

Der Erntemond ist schlicht der Vollmond, der dem Herbstäquinoktium am nächsten liegt. Sein Name erinnert an eine Zeit, in der Bauern das Mondlicht, das schon beim Einbruch der Dunkelheit großzügig war, nutzten, um ihre Ernte nach Sonnenuntergang weiterzuführen.

Eine amüsante Besonderheit: Es ist der einzige Vollmond, dessen Bezeichnung vom Äquinoktium abhängt und nicht vom Kalendermonat. In den meisten Jahren fällt er auf September, doch alle drei bis vier Jahre schlüpft er in den Oktober, wie es im vergangenen Jahr der Fall war.

Was macht diesen Vollmond so besonders?

All seine Besonderheit hängt von der Stunde seines Aufgangs ab. Unter normalen Umständen geht der Mond jeden Abend etwa 50 Minuten später auf. Doch mit dem Herannahen des Äquinoktiums wird der Winkel zwischen der Mondbahn und dem Horizont auf der Nordhalbkugel extrem flach.

Ergebnis: Um den 26. September steigt der Mond von Abend zu Abend nur noch 20 bis 30 Minuten später auf. Konkret bedeutet das: Über mehrere aufeinanderfolgende Nächte (der 25., 26. und 27. September 2026) tritt fast unmittelbar nach Sonnenuntergang ein Mondaufgang auf, der dem Vollmond sehr nahe kommt und besonders hell scheint. Es gibt somit praktisch keinen Zeitraum völliger Dunkelheit zwischen Dämmerung und Mondaufgang, ein Phänomen, das den von den Erntehelfern geprägten Spitznamen erklärt.

Warum wirkt der Mond orange?

Weil sie in einem sehr flachen Winkel aufgeht, bleibt der Ernte-Mond lange nahe am Horizont. Sein Licht muss dann eine deutlich dickere Atmosphärenschicht durchdringen als wenn er hoch am Himmel steht.

Schwebeteilchen filtern das blaue Licht und lassen nur rote bis orangefarbene Farbtöne durch. So erhält der Mond jene warme, goldene oder bernsteinfarbene Färbung, die für Herbstabende so typisch ist.

Warum wirkt sie am Horizont größer?

Man spricht von der Mondillusion. Wenn der Mond tief am Himmel steht und von Erdgebilden eingerahmt wird (Bäume, Hochhäuser oder Hügel), nimmt unser Gehirn ihn als riesig wahr. Seine tatsächliche Größe bleibt jedoch unverändert: Es handelt sich um eine reine optische Täuschung, besonders ausgeprägt bei Vollmonde nahe der Tagundnachtgleiche, wie eben dieser hier.

Wie und wo man den Erntemond in Paris beobachten kann

Gute Nachrichten: Die Vorstellung ist kostenlos und lässt sich mit bloßem Auge genießen, ganz ohne Ausrüstung. Wichtig ist, einen gut frei stehenden Horizont im Osten oder Nordosten direkt nach Sonnenuntergang zu finden, in dem Moment, wenn der Mond in sein bernsteinfarbenes Gewand tritt. Die erhöhten Punkte der Hauptstadt bieten schöne Beobachtungsplätze, etwa der Parc des Buttes-Chaumont (19. Arrondissement) oder der Montmartre-Hügel (18. Arrondissement), ebenso wie die Seine-Ufer und, weiter gefasst, offene Flächen in der Île-de-France, fernab von den Lichtern der Stadt.

Am 26. September 2026 strahlt der Mond im Sternbild Fische, an seiner Seite Saturn, der mit bloßem Auge gut zu erkennen ist, während Neptun dem Teleskop vorbehalten bleibt. Und falls der Himmel am großen Tag zuzieht, keine Panik: Der Mond wirkt auch an den Abenden des 25. und 27. September genauso voll und hell. Zur Vorbereitung Ihrer nächsten Beobachtungsabende finden Sie unseren Guide zu den Supermonden, Sternschnuppen und Eklipsen, die 2026 am Himmel nicht verpasst werden dürfen. Und falls Sie der jüngsten Eklipse und Ernte-Mond des Esturgeon gefolgt sind, übernimmt der Ernte-Mond die Führung vor dem nächsten großen Supermond im November, der von Castor am 24. November erwartet wird.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 25. September 2026 bis 27. September 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Tarife
    Kostenlos

    Empfohlenes Alter
    Für alle

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