Ein furchtloser Held in einer Welt im Zerfall... Das Opéra Bastille lädt Sie ein, Siegfried, das Oper von Richard Wagner, in einer neuen Inszenierung von Calixto Bieito vom 17. bis 31. Januar 2026 zu erleben. Als dritter Teil von Das Nibmemberschwand ist dieses bedeutende Werk des Opernrepertoires im Rahmen des vollständigen Zyklus zur Wagnerschen Tetralogie für das Pariser Publikum zu sehen. Das Stück erzählt die Geschichte von Siegfried, dem Sohn von Sieglinde und Siegmund. Als mutiger junger Mann kennt er keine Angst und macht sich auf, sein Schicksal zu erobern. Mit diesem freien und instinktiven Helden reflektiert Wagner das Ende einer von Göttern dominierten Welt und das Aufkommen einer neuen Ordnung – ein Thema, das die zeitgenössische Regie von Calixto Bieito in eine aktuelle Diskussion über Macht und Zerstörung einbettet.
In Siegfried schmiedet der Held sein eigenes Schicksal. Mit dem Schwert Notung stellt er sich dem Drachen Fafner, erlangt den Ring der Macht, ohne seine Bedeutung zu erfassen, und durchschreitet den Feuerring, um Brünnhilde zu erwecken. Ihr Treffen markiert den Beginn einer wechselseitigen Liebe, die tiefgreifend an ihnen zehrt.
Für Calixto Bieito ist Siegfried eine Vision, in der die Natur nach der Zerstörung durch den Menschen ihre Rechte zurückerobert. Der Regisseur erklärt: "Wotan ist ein Zerstörungskünstler. In Siegfried hat die Natur die verwüstete Welt zurückerobert. […] Durch menschliches Eingreifen gerät die Natur außer Kontrolle. Es ist eine Revolution der Natur – die Wälder und Dschungel werden wild. Doch wir müssen überleben." Dieser Ansatz setzt die Oper in einen zeitgenössischen Kontext, der über das Verhältnis von Menschheit, Macht und Umwelt nachdenkt.
Die gewählte Dramaturgie basiert auf einer bewusst fragmentarischen Erzählweise, in der Vergangenheit und Zukunft miteinander korrespondieren. Nach Das Rheingold und Die Walküre, die jeweils von einer Welt beherrscht durch Überwachung und einem Kriegsgebiet handelten, setzt Siegfried diese Reise durch einen krisengeschüttelten Kosmos fort. Calixto Bieito betont, dass "die Regeln des Kosmos nicht moralisch sind", und erinnert daran, dass es dem Menschen unmöglich ist, alles zu kontrollieren – sei es die Götter, die Natur oder die Geschichte.
Auf musikalischer Ebene markiert Siegfried ebenfalls einen Wendepunkt im Schaffen Richard Wagners. Das Orchester präsentiert eine großzügige und schrittweise ausgebaute Instrumentation, die sowohl die Flüstertöne des Waldes als auch die heroischen Horntöne heroischer Rufspiele beschreibt – bis hin zum letzten Duett zwischen Siegfried und Brünnhilde, das als einer der Höhepunkte der Tetralogie gilt. Diese musikalische Vielfalt unterstreicht die Entstehung eines "freien Helden" – der zentralen Figur in Wagners Utopie.
Die Entstehungsgeschichte des Werks erklärt auch seine Einzigartigkeit. Wagner unterbrach 1857 die Arbeit an Siegfried nach dem zweiten Akt, um sie zwölf Jahre später wieder aufzunehmen – diesmal nach der Fertigstellung von Tristan und Isolde und Die Meistersinger von Nürnberg. Dieser lange Leerlauf verleiht der Oper eine besondere Stellung innerhalb des Nibelungenrings: Sie ist sowohl eine moderne Legende als auch ein Experimentierfeld für innovative musikalische und dramatische Formen, die bis heute die zeitgenössische Interpretation prägen.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 17. Januar 2026 bis 31. Januar 2026
Standort
Bastille-Oper
Place de la Bastille
75012 Paris 12
Zugang
Metro Linie 1, 5 und 8, Station "Bastille".
Tarife
Tarif par Catégories : €75 - €220
Durchschnittliche Dauer
5 Std.
10 Min.
Offizielle Seite
www.operadeparis.fr
Reservierungen
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