Wenn der klassische Tanz ein weltweites Märchen zum Leben erweckt... Das Ballett »Romeo und Julia«, in der choreografischen Fassung von Rudolf Nurejew, ist vom Opéra Bastille in Paris vom 2. April bis 12. Mai 2026 zu sehen, dargeboten vom Ballet der Opéra National de Paris. Inspiriert von William Shakespeares Tragödie und getragen von der Musik Sergei Prokofjews, interpretiert diese Produktion die Liebesgeschichte von Verona auf eine moderne Weise im Rahmen des Opernhauses im 11. Arrondissement. Ursprünglich im Jahr 1984 geschaffen, greift diese Version die Codes der großen narrativen Ballette des 20. Jahrhunderts auf, in drei Akten, und erzählt eine universelle Geschichte von Leidenschaft und Schicksal, vor dem Hintergrund einer rekonstruierten italienischen Renaissance.
Komponiert im Jahr 1935 bietet Prokofjews Partitur eine dichte und treibende musikalische Struktur, die Rudolf Noureev nutzt, um eine gut verständliche und stark erzählende Choreografie zu gestalten. Der Tänzer und Choreograf legt besonderen Wert darauf, die psychologische Entwicklung der Figuren nachzuzeichnen, vor allem die des Romeo, dessen Übergang vom Jugendlichen zum Erwachsenen im Mittelpunkt steht. Julietta erscheint dabei als eine entscheidende Figur, getrieben von einer leidenschaftlichen Liebe, die sie in ein tragisches Schicksal führt. Dieser Ansatz unterstreicht die dramatische Kraft des Balletts, ohne die wichtigsten Elemente der Shakespeare-Erzählung aus den Augen zu verlieren.




Die Inszenierung zeichnet sich durch die starke Berücksichtigung des historischen und sozialen Kontexts aus. Tanzszenen, Rivalenkämpfe zwischen verfeindeten Clans und Duelle bestimmen den Ablauf und helfen, die Spannungen in der Stadt Verona besser zu verstehen. Die jahrhundertealten Feindschaften zwischen den Familien Montague und Capulet prägen die Handlung und bieten eine klare Orientierung für die Entscheidungen der Figuren. Diese Interpretation legt sowohl den Fokus auf die kollektiven Machverhältnisse als auch auf die individuellen Lebenswege.
Gleichwohl als ein weitgehend zugängliches Ballett konzipiert, richtet sich Romeo und Julia sowohl an Fans des klassischen Tanzes als auch an jene, die dieses Repertoire neu entdecken möchten. Die Inszenierung ist bewusst klar gestaltet, während die dramatische Struktur eine sofortige Verständlichkeit der Handlung gewährleistet. Präsentiert im Opéra Bastille, zählt dieses Ballett von Rudolf Nurejew zu den großen Meisterwerken des Repertoires und ermöglicht es, eine ikonische Interpretation eines fundamentalen Mythos der klassischen Tanzkunst neu zu erleben oder kennenzulernen.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 2. April 2026 bis 12. Mai 2026
Standort
Bastille-Oper
Place de la Bastille
75012 Paris 12
Zugang
Metro Linie 1, 5 und 8, Station "Bastille".
Tarife
Tarif par Catégories : €22 - €170
Offizielle Seite
www.operadeparis.fr
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