Was wäre, wenn Molière Le Malade Imaginaire im Jahr 2025 geschrieben hätte? Diese Frage stellt Tigran Mekhitarian, der eine kühne und moderne Adaption des letzten Meisterwerks des Autors vorschlägt, die vom 9. bis 22. Mai im Théâtre de la Concorde aufgeführt wird. In einer Sprache, die Theater, Rap, Gesang und Tanz miteinander verbindet, zeichnet diese neue Version das Porträt eines Argan von heute, der sich in einer Welt der Einsamkeit, des stillen Leidens und der inneren Gewalt bewegt.
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Weit entfernt von einer einfachen Sittenkomödie würde diese Inszenierung in einem subversiven, urbanen Universum wurzeln, in dem der hypochondrische Wahnsinn des Helden zeitgenössische Züge von Medikamentensucht, Weltangst und tiefer emotionaler Isolation annehmen würde. Toinette würde zu einer Figur des klaren Durchhaltevermögens, Angelique zur Verkörperung eines aufgeklärten Feminismus und Argan zum tragischen Spiegelbild einer orientierungslosen Menschheit werden. Das Ganze wird von einer intensiven Schauspielerführung und einer rohen, physischen, fast frontalen Bühnenästhetik getragen.
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Das Stück würde somit Gesellschaftssatire und existentielle Introspektion miteinander verbinden. Die Worte Molières, die neu interpretiert werden, ohne jemals verraten zu werden, dienen hier einem sehr aktuellen Thema: die Schwierigkeit zu kommunizieren, die Angst vor der Krankheit als Metapher für die Angst vor dem Anderen und die dumpfe Gewalt der Familienbande. Durch diese zeitgenössische Neufassung würde Tigran Mekhitarian dazu einladen, Le Malade Imaginaire nicht mehr als Farce, sondern als Fabel über das Bedürfnis, geliebt, angehört und anerkannt zu werden, neu zu lesen.
Die Aufführung würde sich an Liebhaber des klassischen Theaters richten, die offen für radikale Neuinterpretationen sind, aber auch an ein jüngeres Publikum, das sich von hybriden Formen und urbaner Ästhetik angezogen fühlt. Zuschauer, die an treuen und traditionellen Inszenierungen hängen, könnten hingegen von diesem inhaltlich und formal entschieden modernen Ansatz verwirrt werden.
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Der Regisseur Tigran Mekhitarian, der bereits durch seine Rollen in Dom Juan, Tigrane oder La Tendresse aufgefallen ist, würde hier mit seiner Theatergruppe L'Illustre Théâtre seine Bemühungen fortsetzen, das Repertoire neu zu erfinden. Diese Adaption von Le Malade Imaginaire wäre Teil eines umfassenderen Bestrebens, unsere Zeit durch die Klassiker zu hinterfragen, indem er ihnen eine rohe und zeitgenössische Energie einflößt.
Dieser Artikel wurde auf der Grundlage der verfügbaren Informationen über die Aufführung verfasst. Er beruht nicht auf einer direkten Betrachtung.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 9. Mai 2025 bis 22. Mai 2025
Reservierungen
theatredelaconcorde.paris



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