La Misérable wird ab dem 3. Oktober 2025 im Studio Marigny aufgeführt. Dieses Ein-Personen-Stück, geschrieben von Catherine Privat und interpretiert von Julie Depardieu, gibt Juliette Drouet, einer Figur, die lange Zeit im Schatten von Victor Hugo stand, eine Stimme zurück. Das von Stefan Druet Toukaïeff inszenierte Stück zeichnet ein intimes Porträt einer Frau, deren Schicksal mit dem Werk und Leben des Dichters verschmolzen ist, wobei der Schwerpunkt auf dem Wort und der Bühnenpräsenz im Zentrum des Live-Spiels liegt.
Das Stück zeichnet fünfzig Jahre intensiver und komplexer Liebe zwischen Juliette Drouet und Victor Hugo nach. Der Erzählung zufolge wird Juliette abwechselnd Muse, Inspirationsquelle, Kopistin und unerschütterliche Stütze. Sie widmet ihr Leben der Begleitung des Schriftstellers und nimmt sogar eine vierzehnjährige Gefangenschaft in einem Dienstmädchenzimmer in Kauf, um in ständiger Nähe zu dem Mann zu bleiben, den sie liebt. Während dieser Zeit schreibt sie ihm Tausende von Briefen, die von einer Beziehung zeugen, die von Leidenschaft, Macht und unerschütterlicher Treue geprägt ist. Diese wenig bekannte Geschichte, die von Bewunderung und emotionaler Abhängigkeit handelt, wird aus der Sicht von Juliette erzählt, was dem Stück seine introspektive und narrative Dimension verleiht.
Julie Depardieu verkörpert Juliette Drouet 140 Jahre nach ihrem Tod in einer Interpretation, die die Stärken und Schwächen der Figur beleuchtet. Der Text von Catherine Privat bringt die Stimme einer widerspenstigen Frau zum Vorschein, deren scheinbare Fügsamkeit eine tiefe Entschlossenheit verbirgt. Juliette erscheint als diskrete, aber wesentliche Stütze in Victor Hugos literarischer Laufbahn, eine Figur, deren Geschichte lange Zeit in den Hintergrund gedrängt wurde. Die Inszenierung versucht, diesen Wandel vom Schweigen zum Sprechen wiederzugeben, indem sie ein schlichtes Mittel einsetzt, das die Intensität des Zeugnisses zum Vorschein kommen lässt.
Die Bühnenbildgestaltung von Stefan Druet Toukaïeff basiert auf einem begrenzten Raum, der die Intimität des Zimmers, in dem Juliette schreibt, hervorhebt, während die Kostüme von David Belugou den zeitlichen Unterschied zwischen dem 19. Jahrhundert und seiner zeitgenössischen Interpretation unterstreichen. Die von Thomas Jacquemart entworfene Beleuchtung begleitet die emotionalen Veränderungen, die die Erzählung prägen, und verstärkt die sensible Dimension des Stücks. Die Musik ist von Beethoven inspiriert, verleiht dem Ganzen eine dramatische Note und steht im Dialog mit den Gefühlen, die die Figur zum Ausdruck bringt. Dieses Gemeinschaftswerk bietet eine klare und zugängliche Interpretation des biografischen Materials in einer für die Pariser Bühne geeigneten Form.
Das Projekt ist Teil eines Ansatzes zur Weitergabe des kulturellen Erbes, indem es einer literarischen Figur, die oft im Schatten des umfangreichen Werks von Victor Hugo steht, einen zentralen Platz einräumt. Mit La Misérable präsentiert das Studio Marigny ein Werk, das die Worte einer Frau in den Vordergrund stellt, die Zeugin eines wichtigen Abschnitts der Literaturgeschichte war, und gleichzeitig die Schatten- und Lichtseiten dieser außergewöhnlichen Beziehung aufzeigt. Die Aufführung ist ab dem 3. Oktober 2025 zu sehen.
Termine und Öffnungszeiten
Von 3. Oktober 2025 bis 25. Januar 2026
Standort
Marigny-Theater
Carré Marigny
75008 Paris 8
Offizielle Seite
www.theatremarigny.fr
Reservierungen
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