The Elder Scrolls Online geht in die Gänge! Mit seiner Saison Null, demDie Morgenröte und der Abendhimmel betritt das MMORPG von Bethesda eine neue Phase seiner Entwicklung. Die Idee besteht nicht nur darin, neuen Inhalt hinzuzufügen, sondern auch zu überdenken, wie das Spiel seinen Fortschritt organisiert, Belohnungen verteilt und den Takt der Aktivitäten bestimmt – und dabei das Modell deutlich transparenter, flexibler und besser auf Spieler zugeschnitten zu gestalten, die nicht jeden Tag Zeit zum Einloggen haben.
Diese erste Saison, verfügbar vom 2. April bis zum 8. Juli 2026 auf PC, Mac, Xbox und PlayStation, dient als erster Probelauf. Jede Saison sollte ungefähr 90 Tage dauern und sich um ein eigenständiges Thema drehen, mit eigenen Aktivitäten, Herausforderungen und Belohnungen. Der saisonale Content bleibt allen Spielbesitzern kostenlos zugänglich. Eine Möglichkeit für das Studio, einen neuen Rahmen zu setzen, ohne das Herz der Erfahrung ausschließlich zahlenden Spielern vorzubehalten.
Der bedeutendste Höhepunkt dieser Saison Zéro wird im Marché nocturne stattfinden, einer Eventzone, die im Oblivion de la Tombe du Fin fond eingerichtet wurde. Sie ist sieben Wochen lang geöffnet, vom 29. April bis zum 17. Juni, und bietet den Spielern die Möglichkeit, sich einer der drei anwesenden Fraktionen anzuschließen, um PvE-orientierte Kämpfe zu bestreiten.
Auf dem Papier erfüllt dieser Inhalt mehrere Funktionen. Zunächst verleiht er dieser neuen saisonalen Formel ein greifbares Gesicht. Dann schafft er eine Logik für eine langfristige Teilnahme, mit Belohnungen, die darauf abzielen, regelmäßiges Engagement zu fördern. Unter ihnen fällt eine Belohnung besonders ins Auge: die Chance, ein kostenloses Haus zu erhalten, die Nacht-Höhle.
Aber diese Null-Saison beschränkt sich nicht auf eine neue Zone oder einen bislang unbekannten Zeitplan. Sie geht auch mit einer Reihe eher diskreter, doch langfristig vermutlich bedeutsamerer Anpassungen einher. Bethesda hebt eine Überarbeitung der Klasse der Drachenritter hervor, ebenso wie rund zwanzig Komfortverbesserungen, die darauf abzielen, einige der den Spielern gut bekannten Schwerfälligkeiten zu entschärfen.
Zu den bereits verfügbaren Änderungen zählt unter anderem ein schnelleres Training der Reittiere, die Möglichkeit, Fertigkeiten direkt über das Interface anzupassen, oder das Inventar leichter zu erweitern. Die Höchstgrenze für Möbel wurde ebenfalls angehoben, was insbesondere Housing-Fans freuen dürfte. Nichts davon ist einzeln spektakulär – doch zusammen zeichnen sie eine klare Linie: das Spielerlebnis zu vereinfachen, Reibungen zu minimieren und den Alltag im Spiel weniger belastend zu gestalten.
Die bislang strukturell prägendste Neuerung bleibt dennoch die Einführung der Tamriel-Tome. Dieses System, dem Grundgedanken her sehr nah an einem Battle Pass, ersetzt sowohl die Volontés als auch die täglichen Login-Belohnungen. Das Studio verspricht eine flexiblere Formel, die mehr Freiheit beim Vorgehen und bei der Wahl der Belohnungen ermöglichen soll.
Jede Saison hat ihr eigenes Tome, das in eine kostenlose Version, Premium und Premium + Bonus aufgeteilt ist. Der erste, genannt Tome der Morgendämmerung und des Dämmerlichts, begleitet logischerweise den Start dieser Saison Null. Sein Funktionsprinzip basiert auf wöchentlichen Herausforderungen und saisonalen Aufgaben, die Tome-Punkte einbringen. Diese Punkte ermöglichen sowohl das Freischalten der Seiten des Tomes als auch den Erwerb der Belohnungen in der gewünschten Reihenfolge.
Der Spieler muss also keinen völlig linearen Weg mehr gehen. Er kann Punkte sparen, die Objekte auswählen, die ihn wirklich interessieren, und in seinem eigenen Tempo voranschreiten. Ein weiteres bemerkenswertes Detail: Die wöchentlichen Herausforderungen verschwinden nicht sofort nach wenigen Tagen, was Frustration bei weniger regelmäßigen Spielern reduziert.
Bleibt jedoch, dass diese neue Flexibilität auch mit einer offensiv geprägten kommerziellen Logik einhergeht. Der Gratis-Tome gewährt Zugang zu einem Teil der Belohnungen, während kostenpflichtige Versionen Premium-Inhalte und verschiedene Fortschrittsboni freischalten. Das Spiel rühmt zudem Vorteile rund um ESO Plus, mit Punktboni, zusätzlichen Verstecken und Token, die letztlich dazu dienen, einen Premium-Tome zu erhalten. Die Versprechung ist also doppelt – und etwas ambivalent: Mehr Freiheit für die Spieler, aber auch ein fortschrittlicheres … und monetarisierteres … Ökosystem.
DieSaison Null dient auch als Testfeld für weitere Entwicklungen. Ab dem 8. Juni soll eine neue Schwierigkeitsstufe eingeführt werden, die mit vier Stufen das Risiko in der offenen Spielwelt erhöht, um lohnendere Belohnungen zu erhalten. Was PvP betrifft, bereitet das Studio zudem die Einführung des Fortschrittssystems von Vétérance vor und setzt die Tests der Kampagne "Vengeance" in Cyrodiil fort.
Im Großen und Ganzen wirkt dieses Release eher wie ein grundlegender Umbruch als nur ein simples Update. ESO verändert sein Gesicht nicht völlig, doch es zielt klar darauf ab, das Spielgefühl zeitgemäßer zu gestalten. Die Frage ist jetzt einfach: Wird dieses saisonale Modell dem Spiel wirklich neuen Atem schenken, oder lediglich eine weitere Schicht an Systemen hinzufügen, die man verfolgen muss? Die Antwort kommt nicht aus einem Trailer, sondern von den Spielern selbst – mit Controller und Tastatur in der Hand.
Trailer:
Diese Seite kann KI-gestützte Elemente enthalten, weitere Informationen finden Sie hier.
Termine und Öffnungszeiten
Von 2. April 2026 bis 8. Juli 2026



















