Dritter Teil der von James Cameron entwickelten Saga, Avatar: Feuer und Erde, kommt am 17. Dezember 2025 in die deutschen Kinos. Regie führt James Cameron, der gemeinsam mit Rick Jaffa und Amanda Silver das Drehbuch schrieb. Dabei kehren Sam Worthington und Zoe Saldaña in ihren Rollen als Jake Sully und Neytiri zurück, während neue Figuren vor allem von Oona Chaplin gespielt werden. Dieses epische Science-Fiction-Event setzt die direkte Fortsetzung von Avatar: Der Weg des Wassers fort, dem weltweiten Erfolg von 2022.
Nur drei Wochen nach den Ereignissen des vorherigen Teils setzt Avatar: Feuer und Asche die Erkundung von Pandora fort und erweitert erneut das visuelle, kulturelle und politische Universum. James Cameron bringt eine düsterere Atmosphäre ins Spiel, geprägt von inneren Spannungen unter den Na’vi und dem Aufkommen neuer Antagonismen.
Die Familie Sully sieht sich einer nie zuvor dagewesenen Bedrohung gegenüber, als die Ash People auftauchen – ein Na’vi-Clan, der in vulkanischen Gebieten lebt. Aggressiver und kriegerischer als je zuvor, repräsentieren diese neuen Akteure eine vollkommen andere Seite von Pandora, wodurch Jake, Neytiri und ihre Kinder gezwungen sind, ihre Bündnisse zu überdenken und ihren Platz in dieser sich wandelnden Welt neu zu definieren.
Die Erzählung setzt ebenfalls auf eine neue Erzählperspektive: Zum ersten Mal in der Saga ist die Off-Stimme nicht mehr Jake Sully, sondern die seines Sohnes Lo’ak. Dieser Perspektivwechsel eröffnet neue Zugänge zu Themen wie Weitergabe von Wissen, Trauer, Wut und Neubeginn und verankert die Saga gleichzeitig in einer bewussten Generationendynamik.
Wie Avatar : La voie de l’eau ist auch dieser dritte Teil größtenteils in Neuseeland entstanden, vor allem in den Stone Street-Studios in Wellington. Ergänzende Aufnahmen wurden in den USA und Osteuropa gemacht. Ein großer Teil der Dreharbeiten lief parallel zwischen 2017 und 2018, bevor die Postproduktion über mehrere Jahre hinweg abgeschlossen wurde. Für 2024 sind zudem Nachdrehs geplant.
Mit einem geschätzten Budget von rund 250 Millionen Dollar setzt der Film nahtlos an die technologische Tradition der Saga an. Er nutzt modernste Performance-Capture-Technologie, native 3D-Verfahren und innovative Render-Tools. Für die Kameraarbeit kehrt James Cameron zu Russell Carpenter zurück, einem langjährigen Mitarbeiter, der bereits bei Titanic und True Lies tätig war.
Unsere Meinung
Der dritte Teil der Avatar-Reihe, inszeniert von James Cameron, setzt sich wie seine Vorgänger als unverzichtbares Kinoerlebnis auf der großen Leinwand durch. Die visuelle Schönheit von Pandora und die zahlreichen Details werden noch beeindruckender dargestellt, vor allem im 3D-Format, das der technischen Ambition des Films gerecht wird – allerdings sollte man vorsichtig sein, wenn man schnelle Kopfschmerzen bekommt.
Trotz einer recht langen Laufzeit von etwa drei Stunden hält der Film ein dynamisches Tempo und enthält viele Actionszenen, die für Abwechslung sorgen, ohne dass Langeweile aufkommt. Auch ruhigere, emotional aufgeladene Sequenzen zeugen von einer immer noch tadellosen Regie, die gut mit der Zeit spielt – eine beachtliche Leistung.
Die größte Schwäche zeigt sich in der narrativen Ebene. Der Film wirkt manchmal wie eine Wiederholung vertrauter Muster, was das Gefühl vermittelt, bekannte Handlungsstränge erneut zu sehen. Das schwächt die Erneuerung und Überraschungskraft, denn dieses Kapitel ist die zweite Hälfte des zweiten Films. Abgesehen von einer schillernden fliegenden Kreatur mit irisierenden Reflexen, bleiben die meisten Landschaften und Tiere, die im ersten Teil so begeistert hatten, vor allem durch ihre Neuartigkeit, auf ihrem bisherigen Niveau.
Dennoch greift Avatar 3 tiefere, komplexere themen auf und wagt erstmals eine dunklere Perspektive. Besonders präsent ist die Behandlung von Trauer, die bei den Figuren durch Glaubenszweifel, Wut oder Groll zum Ausdruck kommt. Sowohl Jake Sully als auch Neytiri versuchen, das Familienleben trotz Schmerz und widersprüchlicher Gefühle aufrechtzuerhalten.
Ein besonders interessanter Punkt ist die Thematisierung des Glaubens. Der Einsatz des neuen Feuer-Volk, das in einer Umgebung lebt, in der die Verbindung zu Eywa gestört erscheint, wirft Fragen nach Menschlichkeit und Spiritualität in der Isolation auf.
Im Gegensatz zu den bisher kennengelernten Völkern spürt man die gleiche Hass- und Vernichtungsbereitschaft wie bei den Menschen, dargestellt durch Varang, die furchtbare Oona Chaplin verkörpert. Sie ist fasziniert von menschlicher Waffen und bereit, alles für ihren Stamm zu riskieren – vor allem jedoch, um ihrer neugierigen, krankhaften Seite nachzugehen, die sie von Quaritch manipulieren lässt. Eine Figur, die in diesem Teil überraschend komplex wirkt.
Abschließend bleibt die Kritik an der Kolonisation ein zentrales Element der Handlung. Der Film setzt den Gegensatz zwischen der empathischen Vielfalt der Na’vi und den oft manichäisch dargestellten, zerstörerischen menschlichen Figuren fort. Zudem wird der Bezug zur Umwelt, ein wichtiger Aspekt für James Cameron, durch den parallel zu aktuellen Umweltfragen hergestellt.
Avatar 3 ist eine technisch beeindruckende Meisterleistung, die es absolut wert ist, im Kino gesehen zu werden. Zwar könnten manche die fehlende Mutigkeit in der Erzählweise bemängeln, die sich in wiederkehrenden Mustern verrennt, doch die tiefergehenden, erwachseneren Themen und die atemberaubende Bildsprache sorgen für ein mitreißendes Erlebnis, das sowohl Unterhaltung als auch Nachdenken bietet – wie immer.
Das Finale ist wirksam und befriedigend und wirft die Frage nach der Sinnhaftigkeit einer Fortsetzung auf. Es ist schwer vorherzusagen, welchen Weg die Trilogie einschlagen wird, da dieses Kapitel für sich allein auch das Ende der Saga markieren könnte, ohne die Zuschauer zu schockieren. Als Abschluss eines ersten Zyklus signalisiert dieser Teil den Übergang von einer Generation zur nächsten. Erzählt wird dies durch Lo’aks Geschichte, der in Zukunft möglicherweise die Rolle seines Vaters als Anführer übernehmen könnte.
Nach Teil drei ist Avatar 4 für 2029 geplant, gefolgt von Avatar 5 im Jahr 2031. Der Regisseur schließt nicht aus, dieses Universum weiter auszubauen, sollte die Resonanz beim Publikum positiv bleiben – ähnlich wie bei den ersten beiden Filmen, die zu den erfolgreichsten Blockbustern aller Zeiten gehören.
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