Unter der Regie und nach einem Drehbuch von Park Chan-wook ist Aucun autre choix ein südkoreanischer Kinofilm, der Elemente aus schwarzer Komödie, sozialem Drama und Thriller verbindet und am 11. Februar 2026 in französischen Kinos starten wird. Basierend auf Donald Westlakes Roman Le Couperet erzählt der Film die Geschichte eines Mannes, gespielt von Lee Byung-hun, der in einer Welt voller beruflichem Absturz, wirtschaftlicher Gewalt und moralischem Verfall seinen Platz verliert—mit starken Performances von Son Ye-jin und Park Hee-soon.
Vor der Kulisse einer Papierfabrik und eleganten Pavillons erzählt der Film von You Man-su, einem hochrangigen Manager, der auf den ersten Blick ein stabiles Leben führt. Liebender Ehemann, fürsorglicher Vater, Besitzer eines komfortablen Hauses – er definiert sich vor allem durch seine soziale Stellung. Doch als eine plötzliche Kündigung dieses Gleichgewicht zerreißt, ist sein Zusammenbruch sowohl persönlich als auch symbolisch. Unfähig, Demütigungen und sozialen Abstieg zu akzeptieren, gerät Man-su in eine Abwärtsspirale aus immer radikaleren Entscheidungen, um das zurückzuholen, was er für sein Recht hält.
In seinem obsessiven Streben nach einer neuen Anstellung glaubt der Protagonist, dass es nur einen Ausweg gibt – die gnadenlose Eliminierung seiner Konkurrenten. Park Chan-wook konstruiert hier eine Geschichte, in der Absurdität und Grausamkeit untrennbar miteinander verwoben sind, während das wankende Bewusstsein eines Mannes offenbart wird, der vorgibt, für seine Familie zu handeln – wohl wissend, dass er sie damit zerstören könnte.
Aucun autre choix ist das lang erwartete Werk von Park Chan-wook. Der koreanische Regisseur benötigte mehr als zwanzig Jahre, um den Roman von Donald Westlake zu verfilmen, der bereits 2005 unter der Regie von Costa-Gavras mit Le Couperet auf der Leinwand zu sehen war. Schon bei der ersten Lektüre war der Regisseur fasziniert: Er sah darin eine perfekte Vorlage, um sowohl den inneren Tumult eines Individuums als auch die sozialen Zwänge zu erforschen, die ihn zerreißen. Für diese Adaption wählte Park bewusst eine deutlich schwarz-humorige Note, die im Roman fehlt, um die tragische Absurdität der Entscheidungen des Protagonisten hervorzuheben.
Dieses Werk markiert auch die Rückkehr von Park Chan-wook in die Zusammenarbeit mit Lee Byung-hun, nach Joint Security Area und dem Segment des Regisseurs in Three… Extremes. Was die Optik betrifft, bekennt sich der Filmemacher zu einem unerwarteten Einfluss: den amerikanischen Zeichentrickfilmen seiner Jugend, die er durch ihren eigenwilligen visuellen Humor prägten. Das Haus von Man-su, gestaltet von der Szenenbildnerin Ryu Seong-hie, vereint dabei Referenzen an die französischen Villen der 1970er- und 1980er-Jahre, die bei der koreanischen Bourgeoisie damals sehr begehrt waren, mit brutalistischen Elementen, um die Vielschichtigkeit seines Protagonisten widerzuspiegeln.
Der Klangraum nimmt eine zentrale Rolle ein: Die Originalmusik wurde vom London Contemporary Orchestra in den Abbey Road Studios aufgenommen und durch die Mitwirkung des Cellisten Jean-Guihen Queyras bereichert. Visuell arbeitet Park Chan-wook erneut mit dem Kameramann Kim Woo-hyung zusammen, bekannt aus der Serie The Little Drummer Girl, um eine Inszenierung zu schaffen, die mit Perspektiven und der moralischen Distanz des Zuschauers spielt.
Mit einem Ton, der zwischen kalter Satire und psychologischem Drama oszilliert, richtet sich der Film an ein Publikum, das soziale Abgründe und bissige Dunkelkomödien schätzt. Aucun autre choix setzt die Tradition eines Kinos fort, das die Gewalt der modernen Systeme hinterfragt, und verbindet dabei die vorherigen Werke des Regisseurs mit einer deutlich humorvollen Note.
Aucun autre choix
Film | 2026
Kinostart: 11. Februar 2026
Komödie, Drama, Thriller | Laufzeit: 2h19
Regie: Park Chan-wook | Mit Lee Byung-hun, Son Ye-jin, Park Hee-soon
Originaltitel: Eojjeolsuga eobsda
Herkunft: Südkorea
Altersfreigabe: ab 12 Jahren
Präsentiert in der Wettbewerbskategorie der Venetianer Filmfestspiele 2025 und dreimal nominiert bei den Golden Globes 2026, greift Aucun autre choix die moralischen Grenzbereiche der modernen Welt auf, verbindet Spannung, Ironie und soziale Beobachtung, ohne im Privaten und Politischen zu trennen.
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