Ceux qui comptent ist eine können-und-leiden-Komödie von Jean-Baptiste Leonetti, mit Sandrine Kiberlain und Pierre Lottin in den Hauptrollen. Der Film kommt am 25. März 2026 in die Kinos. Nach mehreren Projekten, die sich mit zerbrechlichen Lebenswegen beschäftigen, erzählt der Regisseur hier eine Geschichte über die Begegnung zweier einsamer Seelen, getragen von einem Duo aus Schauspielern mit komplementären Expressionen – eine Mischung aus sensibler Komik und intimer Dramatik.
Rose erzieht ihre drei Kinder allein in dem alten Familienhotel, in dem sie noch immer die obere Etage bewohnen – obwohl das Gebäude ihnen nicht mehr gehört. Sie lehnt die Bezeichnung „Prekärsein“ ab und nennt ihre Lage eine vorübergehende Phase: Sie sind nicht arm, sondern nur knapp bei Kasse. Ihre Lebenskraft, die fast schon rebellisch wirkt, hilft ihr, die Rückschläge des Alltags mit ansteckender Energie zu meistern. Ihre Lebensfreude wird so zu einem Akt des Widerstands, ein Schutzwall gegen Resignation und den Zerfall des Familienbands.
Im Gegensatz dazu ist Jean ein zurückhaltener Mann, geprägt von Verzicht und Abwägung. Einsam und schweigsam, hat er gelernt, seine Empathie hinter einer ständigen Zurückhaltung zu verbergen. Seine nahezu zufällige Ankunft in dieser ungewöhnlichen Familie erschüttert ein bereits fragiles Gleichgewicht. Der Film verfolgt die allmähliche Entwicklung dieser beiden Lebenswege, zeigt, wie die Konfrontation ihrer unterschiedlichen Persönlichkeiten unerwartete Räume für Solidarität und Verbundenheit öffnet – ohne die Spannungen und Zweifel aus den Augen zu verlieren.
Jean-Baptiste Leonetti, der sowohl das Drehbuch als auch die Regie verantwortet, setzt auf eine Charakterzentrierte Erzählweise, die die Zerbrechlichkeit der Figuren in den Mittelpunkt stellt. Die Wahl eines nahezu einzigen Schauplatzes – das Familienschloss, das zum Überlebensort wird – bringt die Handlung in eine sparsame, beobachtende Erzählhaltung, die intime Dynamiken offenbart. Sandrine Kiberlain, die sich bereits in Rollen bewährt hat, die eine leichte Fassade mit tiefgründiger Melancholie verbinden, spielt hier eine Figur, die zwischen kämpferischem Optimismus und Verletzlichkeit pendelt. An ihrer Seite agiert Pierre Lottin als eine eher introvertierte Erscheinung, deren Entwicklung durch feine Nuancen geprägt ist.
Der Ton schwankt zwischen Komödie und zurückhaltender Emotion, ganz im Stil des französischen Kinos, das sich auf Familienschicksale und unerwartete Begegnungen spezialisiert hat. Die Themen Armut, Würde und Neubeginn ziehen sich durch die Handlung, ohne in Kitsch zu verfallen. Der Film richtet sich an Zuschauer, die sich für Geschichten der Resilienz und Charakterporträts von gewöhnlichen Menschen begeistern, die vor entscheidenden Entscheidungen stehen – eine Richtung, die an sozialkritische Dramen mit einer Prise Humor erinnert.
Die, die zählen
Film | 2026
Kinostart: 25. März 2026
Tragikomödie | Laufzeit: 1h38
Von Jean-Baptiste Leonetti | Mit Sandrine Kiberlain, Pierre Lottin
Originaltitel: Ceux qui comptent
Herkunft: Frankreich
Durch die Begegnung von Rose und Jean zeigt Ceux qui comptent die Chance auf einen neuen Ausgleich inmitten einer brüchigen Situation. Zwischen sozialer Chronik und Geschichte tiefgreifender Wandlung erkundet der Film, wie menschliche Bindungen neue Perspektiven eröffnen können, wenn alles auf dem Spiel steht.
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