Regie geführt und geschrieben von Cherien Dabis, Ce qu’il reste de nous (Originaltitel Allly baqi mink) ist ein historisches Drama, das die Schicksale einer palästinensischen Familie über mehrere Jahrzehnte hinweg nachzeichnet. Mit Schauspielern wie Saleh Bakri, Adam Bakri und der Regisseurin selbst erzählt der Film eine Familiensaga, die von 1948 bis in die Gegenwart reicht. Das 2 Stunden und 25 Minuten lange Werk, das persönliche Erzählung und historische Hintergründe miteinander verbindet, kommt am 11. März 2026 in französische Kinos.
Die Geschichte beginnt Ende der 1940er Jahre, in einer Zeit des Umbruchs für die Region. Eine palästinensische Familie erlebt, wie politische Ereignisse und Bevölkerungsverschiebungen ihr Leben auf den Kopf stellen. Über die Jahrzehnte hinweg versuchen die Familienmitglieder, ihr Leben neu aufzubauen, während sie die Erinnerung an ein einstiges Land und eine längst zerbrochene Vergangenheit bewahren.
Im Laufe der Generationen offenbaren die Beziehungen zwischen Großeltern, Eltern und Kindern, wie das kollektive Gedächtnis die individuellen Lebenswege prägt. Zwischen familiärem Erbe und der heutigen Realität rückt die Geschichte die Weitergabe einer Erinnerung in den Fokus, geprägt von Exil und Verlust. Die Figuren begegnen ihrem Alltag, der von Momenten der Zusammenhalt, Liebe und Humor durchdrungen ist, während sie gleichzeitig die Last einer Vergangenheit tragen, die ihre Identität weiterhin formt.
Das Projekt basiert auf Cherien Dabis' persönlicher Geschichte. Die Regisseurin erinnert sich an eine prägende Erfahrung aus ihrer Kindheit, als eine Familienreise nach Palästina in einer langen Wartezeit an einer Grenzstation gipfelte. Dieses Erlebnis, das sie mit acht Jahren machte, hat ihren Wunsch geprägt, eine Geschichte zu erzählen, in der Privates und Politisches aus der Perspektive einer Familie miteinander verwoben sind.
Im Kern des Films steht das Konzept der « Post-Erinnerung », das beschreibt, wie nachfolgende Generationen eine Vergangenheit erben, die sie nicht direkt erlebt haben, die aber ihre Identität tiefgreifend prägt. Über diese Familiengeschichte hinweg untersucht die Regisseurin, wie Erzählungen, Erinnerungen und Traumata weitergegeben werden und so das kollektive Gedächtnis in eine persönliche Erfahrung verwandeln.
Die Regisseurin beschreibt den Film als ein äußerst persönliches Werk, das die Beziehungen zwischen einem Großvater, einem Vater und einem Sohn in den Mittelpunkt stellt. Ziel ist es, die Vielschichtigkeit einer Familiengeschichte zu zeigen, die in einen größeren zeitlichen Kontext eingebettet ist, und gleichzeitig die Geschichte zu humanisieren, die oft nur auf den politischen Hintergrund reduziert wird. Der Film verbindet Momente des Schmerzes mit Augenblicken der Freude, um das tägliche Leben einer Familie über mehrere Jahrzehnte hinweg authentisch darzustellen.
Der Film wird auch von dem Produzenten Mark Ruffalo unterstützt. Der US-Schauspieler hat das Projekt nach seiner Entdeckung der Geschichte begleitet und betont, wie einfühlsam der Film die palästinensische Erfahrung aus einer menschlichen und familiären Perspektive schildert.
Was von uns bleibt
Film | 2026
Kinostart: 11. März 2026
Drama | Dauer: 2h25
Von Cherien Dabis | Mit Saleh Bakri, Cherien Dabis, Adam Bakri
Originaltitel: Allly baqi mink
Herkunft: USA, Palästina
Mit Was von uns bleibt zeichnet Cherien Dabis ein Familienepos, das im Kontext der zeitgenössischen Geschichte des Nahost angesiedelt ist. Durch die Perspektive mehrerer Generationen einer Familie beleuchtet der Film die Verbindungen zwischen Erinnerung, Identität und Weitergabe – und zeigt zugleich, wie große historische Ereignisse das Schicksal einzelner Menschen prägen.
Um das Kinoerlebnis noch zu verlängern, schauen Sie sich die Kino-Highlights im März an, die aktuellen Must-Sees sowie unsere Auswahl der historisch bedeutenden Filme des Jahres.
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