Im Jahr 2026 hat der Pariser Marathon 58.853 Läuferinnen und Läufer zusammengeführt. Die Teilnehmer bewältigten in Paris eine lange Strecke von 42,195 Kilometern, ausgehend von der Avenue des Champs-Élysées bis zur Avenue Foch. Dieser Lauf ist die größte und populärste Veranstaltung in der Hauptstadt: Er zieht Sportlerinnen und Sportler aus ganz Frankreich und sogar aus mehreren Ländern an. Er bietet den Läuferinnen und Läufern außerdem die Möglichkeit, die Denkmäler und historischen Sehenswürdigkeiten der Stadt zu bewundern. Dieser Marathon ist wirklich ein unverzichtbarer Termin im Pariser Kalender.
Aber eine Veränderung steht ab 2027 bevor. Seit 2013 trägt der Pariser Marathon offiziell den Namen "Schneider Electric Marathon de Paris" – in Abstimmung mit dem Veranstalter des Events, Amaury Sport Organisation (ASO), und seinem Partner Schneider Electric. Im Jahr 2026 hat der Pariser Stadtrat jedoch beschlossen, die Gewohnheiten zu ändern. Der Rat hat die Organisation des Marathons der Gruppe Cadence, übertragen, einem Unternehmenskonsortium, dem Havas Events, Keneo und Avena Event angehören.
Von 2027 bis 2030 wird der Paris-Marathon von Cadence organisiert, und er wird den Namen "Asics Marathon de Paris" tragen, wobei Asics der offizielle Ausrüstungs-Partner der Veranstaltung ist.
Es ist nicht der einzige auffällige Wandel, auf den Läufer sich einstellen müssen. Laut Informationen der Zeitung Ouest-France dürfte sich der Ablauf des Marathons künftig ändern. Bisher konnten die Teilnehmer ihre Startnummer online erwerben, die Preisgestaltung reichte dabei von 135 bis 179 Euro. Der Ticketverkauf folgte dem Motto "Wer zuerst kommt, mahlt zuerst" und reservierte höhere Tarife für Last-Minute-Anmeldungen.
Ab 2027 könnte Cadence ein Losverfahren einführen. Laut Ouest-France müssten sich die Läuferinnen und Läufer für die Verlosung anmelden: Wird ihr Name gezogen, hätten sie die Chance, eine Startnummer zu erwerben, deren Preis auf mehr als 150 Euro festgelegt wäre. Wer nicht gezogen wird, muss es im nächsten Jahr erneut versuchen.
Dieses Auslosungssystem wird bereits bei den Marathons in London, New York und Valencia angewendet. Derzeit ist noch unklar, wie viele Teilnehmer beim Paris-Marathon zugelassen werden.
Die Veränderungen hören nicht auf, berichten unsere Kollegen. Im Jahr 2027, aus ökologischen Gründen, werden die Medaille und das Finisher-T-Shirt des Marathons nicht mehr automatisch an alle verteilt. Und wie 2026 wird es auch diesmal keine Becher aus Karton oder Plastikflaschen mehr beim Lauf geben. Schließlich soll zwischen 2027 und 2030 die Strecke des Rennens nicht jedes Jahr wechseln, so Ouest-France. Im Laufe des Septembers dürfte Cadence eine Pressekonferenz abhalten, um alle Neuerungen für die nächste Ausgabe bekannt zu geben.
Der Paris-Halbmarathon wurde ebenfalls von Cadence übernommen: Auch hier dürfte das Losverfahren zum Einsatz kommen, der Name bleibt jedoch unverändert. Weitere Informationen sollen in Kürze folgen.















