Tick, tack, tick, tack! Nach der Umstellung auf die Winterzeit im Oktober warten viele gespannt auf die Einführung der Sommerzeit. Konkret bedeutet das: Am letzten Wochenende im März verlieren wir eine Stunde Schlaf.
In der Nacht vom Samstag, dem 28. auf Sonntag, den 29. März 2026, wird die Uhr um zwei Uhr morgens auf drei Uhr vorgestellt. Das heißt, wir müssen die Uhren um sechzig Minuten vorstellen. Gute Nachrichten: Ihr Smartphone und andere Geräte erledigen das automatische für Sie.
Diese Umstellung ist für viele verwirrend und wirft vor allem einige Fragen auf: 2019 hatten die Abgeordneten derEuropäischen Union dafür gestimmt, die Zeitumstellung in allen EU-Ländern abzuschaffen. Daraufhin wurde uns suggeriert, dass jede Umstellung auf Sommer- oder Winterzeit die letzte sein könnte. Wie sieht es wirklich aus?
Erinnern Sie sich: Im September 2018 hatte die Europäische Kommission tatsächlich vorgeschlagen, die halbjährliche Zeitumstellung im Jahr 2021 ein für alle Mal auszusetzen, nachdem 84 % der Europäer sich für die Abschaffung dieser Regelung ausgesprochen hatten. Die Europäische Kommission hatte jedoch jedem Mitgliedstaat die Wahl gelassen, ob er die Winter- oder die Sommerzeit beibehalten wollte. In Frankreich hatten sich mehr als 59 % der Befragten für die Beibehaltung der Sommerzeit ausgesprochen. Jeder Mitgliedstaat hätte dann bis zum 1. April 2020 eine Entscheidung treffen müssen. Aufgrund der Covid-19-Krise ist die Frage jedoch immer noch nicht geklärt und lässt somit das ursprünglich für 2021 geplante Ende der Zeitumstellung in der Schwebe."Das Ende der Zeitumstellung wurde dann vor allem aufgrund der Covid-19-Gesundheitskrise vertagt. Dieser Text über das Ende der Zeitumstellung steht nicht mehr auf der Tagesordnung", heißt es daher auf der Website des service-public.
Damit die Frage der Zeitumstellung endlich behandelt und zu den Akten gelegt werden kann, müssen alle Länder der Europäischen Union es schaffen, ihre Wahl der gesetzlichen Zeit zu harmonisieren, um allzu belastende Zeitverschiebungen zu vermeiden. Damit es den 27 gelingt, sich zu einigen, müssen lange Diskussionen stattfinden ... zumal einige südliche Länder nicht damit einverstanden sind, die Zeitumstellungen zu beenden. Frankreich wird also weiterhin alle sechs Monate von der Winter- auf die Sommerzeit umstellen.
Zur Erinnerung: Die Sommerzeit gilt in Frankreich bis zum 25. Oktober 2026. Danach kehrt die Standardzeit wieder zurück.
Zum Hintergrund: Die Zeitumstellung in Frankreich wurde nach der Ölkrise 1973-1974 eingeführt. Das ursprüngliche Ziel war es, die Aktivitätszeiten so gut wie möglich mit den Sonnenstunden abzustimmen, um den Einsatz künstlicher Beleuchtung einzuschränken. Dann beschloss die Europäische Union 1998, die Daten der Zeitumstellung zwischen den verschiedenen Mitgliedsländern zu harmonisieren.



















