Es versammelten sich Hunderte in mehreren Reihen entlang der Rue Grande. Die Parade zu Ehren der Feuerwehrleute und all jener, die die Brände im Wald von Fontainebleau bekämpft haben, in der Seine-et-Marne (77), fand am Samstag, dem 19. September 2026, statt, zwei Monate nach einem Unglück, das das meistfrequentierte Waldgebiet Frankreichs geprägt hat.
Das Publikum reichte deutlich über den Kreis der Bellifontains hinaus. Anwohner benachbarter Gemeinden, Familien aus der ganzen Île-de-France, Kletterer, Reiter und Wanderer, die sich dem Massiv verbunden fühlten, waren angereist. Der Wald von Fontainebleau gehört zu viel mehr Menschen als nur zur Stadt selbst, und der Gehweg erinnerte daran.
Die Parade zur Ehrung der Retter des Waldes von Fontainebleau – im Video:
Der Applaus begann, noch bevor das erste Fahrzeug eintraf. Am Ende der Straße blinkte ein Blaulicht, eine Sirene heulte, und die Menge stand auf. Kinder auf den Schultern, pensionierte Feuerwehrleute in aufrechter Haltung, handgeschriebene Dankeschilder prangen in den Fenstern der Stockwerke.
Der Zug fasste allein die Dimension der diesjährigen Sommermobilisierung zusammen. Die Feuerwehrfahrzeuge führten die Reihe an, gefolgt von den Fahrzeugen der Gendarmerie und der Sicherheitskräfte, von den Einsatzfahrzeugen des Nationalen Forstamts und von den Mitarbeitern des Französischen Biodiversitätsamts.
Hinter ihnen erhielten die Traktoren der örtlichen Bauern einen Sonderapplaus. Schon in den ersten Stunden des Feuers brachten diese Betriebe Wassertanks und Anhänger, um die Wasserstrahlen zu versorgen und Brandschneisen in das Gelände zu schlagen. Die Freiwilligen und Vereinigungen, die die Teams verpflegt, aufgenommen und weitergereicht hatten, schlossen den Zug ab.
Keine Unterscheidung beim Applaus zwischen Uniformen und Arbeitsstiefeln. Das ist es, was am meisten auffiel, an diesem Samstagabend: Das Publikum applaudierte dem gesamten Sender, nicht nur dem sichtbarsten Teil.
Die Parade setzte sich auf dem Place de la République bis zum Höhepunkt des Abends fort. Die Stadtverwaltung vollzog dort die symbolische Schlüsselübergabe der Stadt an jeden der beteiligten Gruppen: Feuerwehrleute, Forstmitarbeiter, Sicherheitskräfte und Landwirte.
Die Geste ist selten und sagt recht deutlich aus, was die Gemeinde diesen Sommer durchlebt hat. Eine Stadt, die ihr Vertrauen jenen schenkt, die sie beschützt haben – der Spruch hätte abgedroschen klingen können. Auf dem Place de la République, am Samstagabend, empfand niemand die Geste als übertrieben. Der Abend klang mit Musik aus, bei einem Open-Air-Konzert.
Das Feuer brach am 12. Juli 2026 aus und hatte sich bis auf rund 2 000 Hektar ausgedehnt, bevor es Ende August offiziell gelöscht wurde. Das Massiv ist seitdem wieder weitgehend zugänglich, rund 20.000 Hektar stehen von den insgesamt 22.500 Hektar des Waldes zur Verfügung.
Mehrere Bereiche bleiben gesperrt, bis die Forstbehörden die Zonen sichern, in denen das Wurzelwerk brannte und Bäume zu fallen drohen. Die Stadt Fontainebleau und die Staatsdienste in der Seine-et-Marne halten die Hinweise aktuell; vor jedem Waldaufenthalt sollte man sie beachten.
Eine technische Informationsveranstaltung hatte am Vortag, Freitag 18. September, im Stadttheater stattgefunden, um die Schäden und die Zukunft des Massivs den Anwohnern darzulegen.
Um den Verlauf des Vorfalls nochmals Revue passieren zu lassen, hatten wir die Brandherde im Blick und die Festnahmen verfolgt – und uns gefragt, ob dieses Feuer das bislang größte in der Île-de-France registrierte Ereignis ist.
Um das Wochenende in der Region Seine-et-Marne zu verlängern, fassen unsere 10 Ausgehtipps in der Seine-et-Marne die aktuellen Termine zusammen, und unsere Auswahl von 26 hübschen Dörfern in der Nähe von Paris bietet Inspirationen für abwechslungsreiche Ausflüge rund um den Großraum Paris.
Standort
Große Straße
Rue Grande
77300 Fontainebleau
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Offizielle Seite
www.fontainebleau.fr































