Im Herzen des 10. Arrondissements von Paris empfängt die Galerie Rachel Hardouin eine Ausstellung, die man mehr erleben als besichtigen kann: Au creux de mes paupières, die erste Monografie des plastischen Fotografen Fred Atlan, ist von Donnerstag, den 5. bis Montag, den 16. Juni 2025 zu sehen. Dieses introspektive Projekt enthüllt zum ersten Mal eine Schattenarbeit, die das Ergebnis von mehr als zehn Jahren Recherche in der Intimität seiner Atelierwohnung ist. Anhand von Fotografien, Zeichnungen und Tinte lässt Fred Atlan Sie in einen zeitlosen Raum eintauchen, der von der Welt des symbolistischen Dramatikers Maurice Maeterlinck inspiriert ist.
Hier wird der Blick eingeladen, sich anders zu setzen. Vergessen Sie den Trubel draußen. Vom ersten Augenblick an verwandeln das gedämpfte Licht, die bewegten Schatten und die rohen Materialien die Galerie in einen Ort der poetischen Meditation, wo jedes Bild zum Durchgang in eine innere Welt wird. Eine schwebende Zeitlichkeit stellt sich ein, wie ein schwebender Atem, ein langsames Atmen, das Sie mit Ihrer eigenen Vorstellungswelt verbindet.
Fred Atlan fotografiert nicht das, was er sieht. Er erfindet einen Raum zwischen dem Realen und dem Simulakrum. Auf seinem Wohnzimmertisch baut er kurzlebige Installationen aus bescheidenen Materialien: Kartonstücke, zerknitterte Blätter, Schnüre, abgenutzte Stoffe. Diese Alltagsgegenstände werden unter seinem Blick zu archaischen Landschaften, zerbrechlichen Lebensräumen, Zeugen einer verblassten, aber hartnäckigen Welt. Der Künstler bearbeitet das Licht wie eine lebendige Materie und verwandelt das Banale in etwas Heiliges, das Unsichtbare in eine Spur.
Diese Arbeit steht in der Tradition der großen Namen des Symbolismus, des Brutalismus und derArte Povera. Doch hier gibt es keine betonten Zitate oder Posen. Fred Atlan nährt sich aus dem Alltag, der Stille, dem Spiel und dem Zufall. Seine fotografische Geste ist ein Ritual, fast mystisch, bei dem das Bild zu einem eigenständigen Ereignis wird. Es ist keine Spur der Realität, sondern ein poetisches Ereignis, ein Werk, das für sich selbst existiert, ohne zu versuchen, etwas zu beweisen.
Sind Sie ein Liebhaber kontemplativer Kunst, einzigartiger visueller Untersuchungen und diskreter Mystik? Diese Ausstellung spricht Sie direkt an. Ob Sie nun allein eine meditative Pause einlegen, zu zweit einen inspirierenden Ausflug machen oder mit Freunden auf der Suche nach neuen künstlerischen Erfahrungen sind, Au creux de mes paupières bietet Ihnen einen schwebenden Moment, eine Schleuse zwischen zwei Realitäten. Die Galerie wird zu einem mentalen Refugium, einem Ort, der dazu geeignet ist, sich selbst und der Welt in ihren geheimsten Falten zuzuhören.
Mit seinen Bildern hinterfragt Fred Atlan Materie, Licht, Schatten und ihre Fähigkeit, Bedeutung zu transmutieren. Eine Tischecke wird zum Territorium. Ein vergessener Raum wird zum Versprechen der Unendlichkeit. Der Besucher wird verwirrt, verunsichert und dann tief berührt. Nichts ist fixiert, alles ist in Spannung, im Werden.
Was Sie hier sehen, ist nicht einfach eine Hängung von Fotografien. Es ist eine Reise durch das Intime, eine Begegnung zwischen dem Fleischlichen und dem Spirituellen, zwischen beschädigter Materie und der Idee der Auferstehung. Fred Atlans Blick ist wohlwollend, fast zärtlich, gegenüber dem, was die Gesellschaft ablehnt. Er schafft autonome Visionen, in denen das fotografierte Objekt seinen Bezugspunkt verliert und sich in ein visuelles Rätsel verwandelt.
Wie Junichirō Tanizaki in Lob des Schattens feiert Atlan das Halbdunkel, die gedämpften Farbtöne und die vergessenen Texturen. Sein Werk wird so zu einer Ode an die verborgene Schönheit, die Patina der Zeit und das innere Licht der Dinge. Jedes Bild ist eine sanfte Falle für das Auge, ein Spielplatz für den Geist. Nichts muss man verstehen, alles muss man fühlen.
Verpassen Sie nicht diese seltene Einladung, die Kunst wie eine poetische Reise zu erleben. Au creux de mes paupières ist weit mehr als eine Ausstellung: Es ist eine sensible Erfahrung, ein Moment der Hingabe an eine subtile und nonkonformistische Ästhetik, den Sie in der kostbaren Ruhe der Galerie Rachel Hardouin erleben können. Beachten Sie auch, dass die Galerie anlässlich der Nuit Blanche 2025 auf Sie wartet, um Ihnen die Ausstellung bis 23 Uhr zu zeigen. Jetzt müssen Sie nur noch einen Abstecher dorthin machen!
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Termine und Öffnungszeiten
Von 5. Juni 2025 bis 14. Juni 2025
Standort
Galerie Rachel Hardouin
15 Rue Martel
75010 Paris 10
Zugang
U-Bahn Linie 4 Station "Château d'Eau" (Wasserturm)
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
15martel.com
Weitere Informationen
Geöffnet von Dienstag bis Samstag von 14 bis 19 Uhr.



























