Tauchen Sie ein in eine spannende Reise durch die postimpressionistische Kunst... In Versailles präsentiert dasMusée Lambinetdie Ausstellung„Passion post-impressionniste : histoire d'une collection”(Postimpressionistische Leidenschaft: Geschichte einerSammlung), die der außergewöhnlichen postimpressionistischen Privatsammlung des Museums gewidmet ist. Vom 15. Oktober 2025 bis zum 15. Februar 2026 können Besucher fast 50 restaurierte Werke aus dem Nachlass von Fernande und Marcel Guy entdecken, die sich für neoimpressionistische Landschaften begeisterten.Die Ausstellung erstreckt sich über vier Räume und stellt die Künstler Paul Signac, Maximilien Luce, Henry Moret, Gustave Loiseau und Maxime Maufra in den Vordergrund, wobei sie einen neuen Blick auf die künstlerischen Forschungen zwischen 1880 und 1930 wirft.
Landschaften aus der Normandie, der Bretagne, aus Paris oder von den Ufern der Seine treten in einen Dialog mit vibrierenden Aquarellen, spontanen Zeichnungen und restaurierten Gemälden, die nun in sorgfältig ausgewählten Rahmen präsentiert werden. Das Museum bietet so eine erneuerte Lesart dieser Sammlung, die alles andere als starr ist, sondern weiterhin fasziniert und sich weiterentwickelt.
Die zwischen 1946 und 1980 aufgebaute Sammlung entsprach keinem musealen oder akademischen Projekt. Sie entstand aus Emotionen und künstlerischer Begeisterung. Der erste Kauf des Paares, Weizenfelder in der Normandie von Gustave Loiseau, markiert den Beginn eines sensiblen Abenteuers. Nach und nach bevorzugten die Guys vibrierende Landschaften, Untersuchungen zu Farbe, Licht und Pinselstrich, ganz im Sinne der Künstler, die ab 1880 den Impressionismus überwinden wollten, ohne ihn jedoch zu verleugnen.
Wenn Sie für malerische Materialien, chromatische Untersuchungen und atmosphärische Stimmungen empfänglich sind, wird diese Ausstellung Sie direkt ansprechen. Sie richtet sich an diejenigen, die sich gerne Zeit nehmen, um zu betrachten, in die Welt eines Gemäldes einzutauchen, die Poesie eines Himmels über der Île-de-France oder die Intensität eines bretonischen Meeres wahrzunehmen. Wenn Sie hingegen eine interaktive, im digitalen Sinne immersive Erfahrung oder Multimedia-Installationen suchen, ist diese Ausstellung wahrscheinlich nicht das Richtige für Sie.
Der rote Faden der Ausstellung ist dieser Scharniermoment zwischen dem ausklingenden 19. Jahrhundert und den Kühnheiten des aufkommenden 20. Die ausgestellten Künstler - Signac, Luce, Loiseau, Maufra, Moret - sind allesamt einzigartige Stimmen, die neue Bildsprachen erforschen: Pointillismus, Symbolismus, Synthetismus. Ihre Werke erinnern an eine schwebende Zeit, eine durch den Blick veränderte Natur, einen Raum, der zugleich real und verklärt ist.
Im letzten Raum dominieren zwei Figuren: Maximilien Luce und Gustave Loiseau. Ersterer, der für sein soziales Engagement und seinen ausdrucksstarken Einsatz von Farbe bekannt ist, bietet kraftvolle, fast elektrische Ansichten von Paris, wie diese urbane Nacht, in der tiefe Violetttöne auf scharfe Gelbtöne treffen. Der zweite, eher kontemplative Künstler sucht das Licht direkt am Flussufer und fängt es im Laufe der Stunden ein, um die Materie der Malerei selbst zum Schwingen zu bringen.
Die Ausstellung beginnt mit einem Raum, der den Stiftern gewidmet ist. Fernande und Marcel Guy erscheinen nicht als einfache Käufer, sondern als wahre Kunstvermittler. Marcel, ein Industrieller und Kunstliebhaber, teilte mit seiner Frau eine Vorliebe für Landschaftsmalerei, spontane Zeichnungen und sogar einige dekorative Künste. Eine Auswahl persönlicher Dokumente, darunter ein handgeschriebenes Inventarheft, begleitet ihre ersten Anschaffungen und bereichert den Besuch um eine intime Dimension.
Diese menschliche Herangehensweise an das Sammeln spiegelt sich auch in ihrer Kaufmethode wider: Sie ist weder systematisch noch spekulativ, sondern ganz und gar von Emotionen geleitet. Sie streben nicht nach Vollständigkeit, sondern lassen sich von einem Aquarell von Signac, einem von Filiberti geschenkten Akt oder einer Federzeichnung von Max Jacob verführen. Dank ihrer Treue zu bestimmten Händlern wie Durand-Ruel und ihrer eifrigen Besuche in Pariser Galerien konnten sie ein ebenso eklektisches wie kohärentes Ensemble zusammenstellen.
Die gedämpfte Atmosphäre des Musée Lambinet, eines ehemaligen Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert, bietet den idealen Rahmen für einen kontemplativen Ausflug. Ob Sie nun ein aufgeklärter Kunstliebhaber oder neugierig auf einen unbekannten Teil der Kunstgeschichte sind, diese Ausstellung lädt Sie zu einem Moment der Stille ein, der sich für eine sanfte Entdeckung eignet, weit weg von der Hektik der großen Museen.
Mit der Familie können Sie den Jüngsten die Kunst des Sehens, die Subtilität der Pinselstriche und des Lichts näherbringen. Zu zweit ist es eine sinnliche Auszeit zwischen Stille und geteilten Emotionen. Mit Freunden ist es eine Gelegenheit, sich über Ihre Eindrücke von Werken auszutauschen, die nichts von ihrer Modernität eingebüßt haben. Auf jeden Fall ist die Ausstellung recht klein und eher vertraulich, sodass Sie die Bilder in vollen Zügen genießen können, vor allem, wenn Sie versucht haben,die Maximilien-Luce-Ausstellung im Musée de Montmartre zu entdecken, und nun eine Nachholstunde nehmen möchten. Denn hier war ein Teil der Werke für diesen Anlass ausgeliehen worden.
Eine echte Reise ins Innere, ein Schritt zur Seite, eine diskrete, aber kraftvolle Hommage an die Schönheit der Landschaften, an den Blick derer, die sie geliebt haben, und an diejenigen, die sie weiterhin weitergeben. Entdecken Sie es ohne zu zögern!
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Termine und Öffnungszeiten
Von 15. Oktober 2025 bis 15. Februar 2026
Standort
Lambinet-Museum
54 Boulevard de la Reine
78000 Versailles
Tarife
Tarif réduit : €5
Plein tarif : €7
Offizielle Seite
www.versailles.fr
Weitere Informationen
Geöffnet Mittwoch bis Freitag von 12:00 bis 19:00 Uhr, Samstag und Sonntag von 10:00 bis 19:00 Uhr.































