Gut versteckt im 12. Arrondissement von Paris liegt der Friedhof von Picpus, der in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes ist. Erstens ist er neben dem Friedhof der portugiesischen Juden einer der beiden privaten Friedhöfe der Hauptstadt. Zweitens kann ihn nicht betreten, wer will: Dieser ganz besondere Friedhof beherbergt nur die Leichen von Personen, die während der Grande Terreur guillotiniert wurden, sowie die ihrer Nachkommen.
Wie Sie sich vorstellen können, steht dieser Friedhof für eine dunkle Epoche inder Geschichte der Stadt Paris. Ursprünglich war er der Garten des Klosters der Kanonissinnen von Saint-Augustin, deren Bewohnerinnen während der Schreckensherrschaft vertrieben wurden. Später wurden dort Massengräber angelegt, um die Leichen der Hingerichteten aufzunehmen, die unter der Guillotine gestorben waren.
Diese befand sich zunächst auf der Place de la Concorde, die damals Place de la Révolution hieß, dann auf der Place de la Bastille, bevor sie auf der Place de l'Île de la Réunion, der ehemaligen Place du Trône Renversé, zum Einsatz kam. In etwas mehr als einem Monat wurden dort nicht weniger als 1300 Menschen guillotiniert.
Heute markieren Kiesflächen die Lage der Massengräber, während in der Nähe des Herzstücks der Kapelle auf zwei Marmorplatten die Namen der etwa 1300 Folteropfer eingraviert sind, die hier ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Inzwischen haben sich ihre Nachkommen ihnen angeschlossen und man findet hier die letzte Ruhestätte einiger berühmter Persönlichkeiten wie General Lafayette. Der Friedhof von Picpus kann montags bis samstags nachmittags von 14:00 bis 17:00 Uhr besichtigt werden. Der Zugang ist kostenpflichtig: 2€ pro Person.
Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 31. Januar 2026
Standort
Picpus-Friedhof
35 Rue de Picpus
75012 Paris 12
Zugang
Metro Picpus (Linie 6)
Tarife
Entrée : €2























