Wussten Sie es schon? Was ist die Geschichte der Fassade Au Planteur in Paris, die für Diskussionen sorgt?

Von My de Sortiraparis · Fotos von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 1. April 2023 um 13:33
Entdecken Sie die Fassade Au Planteur in Paris, im Montorgueil-Viertel, seit 1984 als Monuments historiques geschützt. Gelegen in der Rue des Petits-Carreaux 10-12 im 2. Arrondissement, sorgt diese Fassade mit kolonialer Freske auch heute noch für Debatten – wir erzählen Ihnen ihre Geschichte.

In den Straßen von Paris bleibt die Fassade Au Planteur, an der 10 rue des Petits-Carreaux, Gegenstand heftiger Debatten. Seit dem 23. Mai 1984 steht sie unter Denkmalschutz als Monuments historiques; die Keramikmalerei stammt aus dem Jahr 1890 und zeigt einen schwarzen Mann in den Diensten eines weißen kolonialistischen Herrschers. Sie gehört zu den wenigen Zeitzeugen der französischen Kolonialzeit in der Hauptstadt.

Die Illustration mit dem Titel"Au Planteur" wurde an der Fassade eines Gebäudes aus dem 19. Jahrhundert angebracht, um für ein Geschäft mit "exotischen Produkten" zu werben, in dem Kaffee die Hauptware war, die angeboten wurde. Damals bezeichnete der Begriff "Planteur" einen Siedler, der eine Plantage besaß oder betrieb. Heute löst dieses Gemälde Debatten aus und schockiert einige Passanten, was die Frage aufwirft, ob es im öffentlichen Raum von Paris angebracht ist.

Bei einem Spaziergang zwischen der Rue Montorgueil und der Rue des Petits-Carreaux wird unsere Aufmerksamkeit von dieser seltsamen Illustration angezogen. Wenn man zu diesen alten Gebäuden mit ihrem einzigartigen Charme aufblickt, kann man diese koloniale Szene sehen, die ein Zeugnis einer anderen Zeit ist.

L'historique enseigne Au Planteur côté MontorgueilL'historique enseigne Au Planteur côté MontorgueilL'historique enseigne Au Planteur côté MontorgueilL'historique enseigne Au Planteur côté Montorgueil

Als leidenschaftlicher Verfechter des Kulturerbes ist es von entscheidender Bedeutung, dieses Fresko zu erhalten, aber auch einen pädagogischen Wert hinzuzufügen, um das Werk in seinen historischen Kontext zu stellen. Das Schild " Au planteur " zeugt von einer imperialistischen Vergangenheit und der Kolonialisierung, einer Geschichte, die nicht geändert werden kann, an die man sich aber erinnern sollte.

Es ist wichtig, dass wir diese dunkle Periode unserer Geschichte nicht vergessen. Wie Jean-Claude Barreau und Guillaume Bigot in "Toute l'histoire du monde de la préhistoire à nos jours" (Die ganze Weltgeschichte von der Vorgeschichte bis heute) sagen: "Die Franzosen und übrigens alle Westler sind größtenteils zu Menschen ohne Vergangenheit geworden, zu 'immémorants'". Die Präsenz dieses Wandbildes im öffentlichen Raum bedarf einer Erklärung, um den Bildern einen Sinn zu geben und unsere Geschichte zu hinterfragen.

Das Schild "Au Planteur" ist eines von nur noch zwei Schildern aus der Kolonialzeit in Paris. Das andere ist "Au Nègre Joyeux", das 2018 hinterlegt wurde und nun zu den Sammlungen des Musée Carnavalet gehört. Die Frage, ob diese Schilder erhalten oder entfernt werden sollen, ist heikel und führt zu heftigen Debatten.

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Die Fassade Au Planteur in Paris wirft ethische Fragen auf und lädt dazu ein, über unsere koloniale Vergangenheit und ihre Bewahrung oder Nichtbewahrung nachzudenken. Dieses Wandgemälde zu erhalten und ihm einen pädagogischen Wert hinzuzufügen, würde es ermöglichen, dieses historische Zeugnis zu bewahren und gleichzeitig eine Reflexion über die Erinnerungen und Darstellungen der Kolonialzeit anzustoßen.

Die Erhaltung dieser historischen Zeugnisse scheint entscheidend zu sein, um unsere Geschichte nicht zu verdunkeln und das Verständnis unserer Vergangenheit zu fördern. Es wäre jedoch interessant, wenn nicht sogar entscheidend, diese Relikte mit pädagogischen und erklärenden Elementen zu begleiten, um das Leid und die Ungerechtigkeiten, die die kolonisierte Bevölkerung erlebte, nicht zu banalisieren.

Die Fassade Au Planteur in Paris stellt eine einzigartige Gelegenheit für Besucher dar, sich mit einem Teil der französischen Geschichte auseinanderzusetzen und sich mit den damit verbundenen erinnerungspolitischen und ethischen Fragen zu beschäftigen. Die Erhaltung dieses Wandgemäldes kann somit zu einem besseren Verständnis unserer kolonialen Vergangenheit beitragen und gleichzeitig zu einem konstruktiven und aufgeklärten Dialog über kulturelle und historische Darstellungen anregen.

Im Sinne des Respekts und der Bewusstseinsbildung sollte die Erhaltung der Fassade Au Planteur von einem pädagogischen und erklärenden Ansatz begleitet werden. Dies würde das Werk kontextualisieren, unser Kulturerbe bereichern und einen aufgeklärten Austausch über koloniale Erinnerungen und die damit verbundenen ethischen Fragen fördern.

Praktische Informationen

Standort

10 Rue des Petits Carreaux
75002 Paris 2

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Tarife
Kostenlos

Empfohlenes Alter
Für alle

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