Wussten Sie, dass das berühmte Champagnerglas, diese runde und elegante Glasware, seinen Ursprung in einer Hommage an zwei emblematische Frauenfiguren aus der französischen Geschichte hat? Und ja, diese ikonische Form soll direkt von einer königlichen oder aristokratischen Brust inspiriert worden sein ...
Ende des 18. Jahrhunderts, genau genommen 1787, ließ Ludwig XVI. nach dem Erwerb des Schlosses Rambouillet eine Molkerei errichten, in der Milchprodukte in Gefäßen mit der Bezeichnung "Bol-sein" oder "Jatte téton" verkostet wurden. Die von dem Bildhauer Louis-Simon Boizot und dem Graveur Jean-Jacques Lagrenée le Jeune entworfenen Porzellanschalen ahmten die Weichheit und die Rundungen der Haut nach. Ihr Design war von antiken griechisch-römischen Vorbildern inspiriert, die als Symbole für Fruchtbarkeit und Überfluss galten. Obwohl Marie-Antoinette diese Stücke nie persönlich bestellt hatte, brodelte die Gerüchteküche schnell: Es wurde behauptet, dass das Champagnerglas auf ihrer Brust geformt sei. Dieses starke Image, das durch die unaufhörliche Kritik an der französischen Königin noch verstärkt wurde, nährte diesen Mythos, der bis heute anhält, in hohem Maße.
Dies ist jedoch nicht die einzige Legende, die sich hält. Manche sagen auch, dass die Marquise de Pompadour, die Lieblingsgeliebte von Ludwig XV., diese Form entwickelt hat. Dieser Version zufolge diente ihre linke Brust als Modell für den Becher. Es scheint sich eher um eine Satire zu handeln, die den Leichtsinn der Favoritin anprangern und gleichzeitig einen Schatten auf die diskreditierte Marie-Antoinette werfen sollte.
So erzählt das Champagnerglas hinter den Blasen eine überraschend sinnliche Geschichte, die Macht und königliche Legenden vereint.
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