Nicolas Flamel war kein Zauberer, der aus der Fantasie J.K. Rowlings entsprungen wäre, sondern ein wohlhabender Pariser Bürger des 14. Jahrhunderts. Obwohl sein Vermögen und die Legenden alchemistische Erzählungen ihn in die Geschichte eingetragen haben, hat sein Tod im Jahr 1418 ein Rätsel ausgelöst, das bis heute anhält: das Grab, das zu einem Museumstück geworden ist.
Nach seinem Tod wird Flamel pompös in der Kirche Saint-Jacques-de-la-Boucherie beigesetzt, von der heute nur noch der berühmte Tour Saint-Jacques bleibt. Doch im Zusammenhang mit der Französischen Revolution wird die Kirche zerstört. Die Grabplatte des Alchemisten verschwindet dann... und wird Jahrzehnte später in der boutique d'un épicier in der Rue Saint-Jacques wiedergefunden! Letzterer nutzte sie einfach als Schneidebrett für seine Waren.
Der Turm Saint-Jacques, der ehemalige Glockenturm und sein atemberaubender Blick über Paris, derzeit in Bauarbeiten
Der Turm Saint-Jacques und sein Panoramablick über ganz Paris ist normalerweise von Mai bis November für Besucher geöffnet, doch in diesem Jahr verhindern Bauarbeiten einen Besuch. In unmittelbarer Nähe des Hôtel de Ville gelegen, ist dieses historische Denkmal eine Kuriosität, die es zu entdecken gilt – mit 62 Metern Höhe und 300 Stufen. [Mehr lesen]
Hier verschmelzen Legende und Realität. Als Neugierige und Historiker nach dem Abriss der Kirche vergeblich nach Flamels Überresten suchten, sollen sie laut Berichten seinen leeren Sarg gefunden haben. Für Esoteriker ist das der ultimative Beleg: Flamel und seine Frau Pernelle hätten das Elixier der Unsterblichkeit hergestellt und seien niemals gestorben. Sie würden irgendwo im Osten ein glückliches Leben führen… In Wahrheit wurden seine Gebeine in die Katakomben von Paris überführt.
Wenn Sie dem Meister der Alchemie Ihre Ehrerbietung erweisen möchten, suchen Sie nicht in einem Grabmal. Seine ursprüngliche Grabplatte, aus dem Lebensmittelgeschäft gerettet und 1839 von der Stadt Paris zurückgekauft, wird heute im Musée de Cluny, dem Museum des Mittelalters im 5. Arrondissement, aufbewahrt. Man kann dort seltsame Inschriften und religiöse Symbole sehen, die weiterhin die Fantasien von Goldsuchern und dem ewigen Leben nähren...
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Standort
Museum des Mittelalters - Cluny-Museum
28 Rue du Sommerard
75005 Paris 5
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Zugang
Metrolinie 10 Station "Cluny - La Sorbonne".
Offizielle Seite
www.musee-moyenage.fr



Der Turm Saint-Jacques, der ehemalige Glockenturm und sein atemberaubender Blick über Paris, derzeit in Bauarbeiten














