Diese geheimnisvolle Galerie ist in Wirklichkeit ein über 4000 Jahre alter Grab und wird bald wieder für die Öffentlichkeit zugänglich sein.

Von Rizhlaine de Sortiraparis · Aktualisiert am 11. Februar 2026 um 18:22
In Argenteuil im Vallée-de l’Oise fasziniert und regt die gedeckte Passage der Déserts gleichermaßen an. Dieses megalithische Monument aus der Jungsteinzeit, das lange Zeit im Verborgenen lag und heute wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird, offenbart eine wenig bekannte Episode der vorgeschichtlichen Geschichte Île-de-France. Ein über 4.000 Jahre altes Kollektivgrab nur einen Katzensprung von Paris entfernt: Ein Besuch, der eine faszinierende Reise in die Vergangenheit verspricht.

Auf den ersten Blick könnte die gedeckte Passage der Déserts in Argenteuil wie eine rätselhafte Struktur wirken, die dort fast zufällig platziert wurde. Doch sie ist eines der wenigen noch sichtbaren Zeugnisse des Nebels im Val-d’Oise: Es handelt sich tatsächlich um ein megalithisches Grabmonument, das im späten Neolithikum erbaut wurde, etwa zwischen 2500 und 2000 v. Chr.

Der Begriff Kammergrube bezeichnet eine Art von Kollektivgrab, das aus großen, vertikal aufgestellten Steinen (den sogenannten Orthostaten) besteht, die von einer Steinplatte bedeckt werden. Dieser Monumenttyp ist typisch für die neolithischen Gesellschaften Westeuropas. In der Île-de-France wurden mehrere kammerartige Grabstätten entdeckt, doch nur wenige sind ebenso gut erhalten und zugänglich wie das bei Argenteuil.

Die archäologischen Ausgrabungen auf dem Gelände haben menschliche Überreste und Begräbnisutensilien zutage gefördert, was die Annahme bestätigt, dass es sich um eine Kollektivgräberstätte handelt. Es wird geschätzt, dass im Lauf der Zeit mehrere Dutzend Menschen hier beigesetzt wurden.

Aber warum nennt man sie eigentlich „Die flache Wüstenallee“? Der Name sorgt für neugierige Fragen. Die “Wüsten” beziehen sich jedoch nicht auf Sanddünen, sondern auf einen alten Ortsteil von Argenteuil. Als die Stätte wiederentdeckt wurde, lag sie in einem Gebiet, das noch kaum urbani­siert war. Denn ja, wie viele prähistorische Denkmäler in der Île-de-France, wurde auch die Flachengalerie im 19. Jahrhundert wieder ins Bewusstsein gerufen – damals, als die Archäologie sich gerade zu einer wissenschaftlichen Disziplin formte.

Der Decksteinweg der Déserts ist keine vergessene Ruine mehr und wird derzeit einer Restaurierung und Neugestaltung unterzogen, um die Besucher wieder unter besseren Bedingungen willkommen zu heißen. Die Stätte ist derzeit für die Öffentlichkeit geschlossen, da Bauarbeiten bis 2026 dauern.

Diese Renovierung soll die Sicherheit vor Ort erhöhen, den Zugang erleichtern und darüber hinaus – über die klassischen Führungen bei den Europäischen Heritage-Tagen hinaus – eine regelmäßigere und pädagogischere Öffnung für alle Besuchergruppen ermöglichen. Nach Abschluss der Arbeiten werden die Besucher die neolithische Grabstätte also gefahrlos bestaunen können!

 

 

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Praktische Informationen

Standort

68 Rue des Déserts
95100 Argenteuil

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