Ursprünglich in den 1970er Jahren erbaut, war Notre-Dame de Créteil anfangs ein schlichter, zweckmäßiger Bau. Es spiegelte die Architektur jener Zeit wider: Beton, klare Linien und eine Priorisierung der Funktionalität. Doch 2013 wurde das Gebäude durch eine umfassende Renovierung grundlegend umgestaltet und erhielt ein völlig neues Erscheinungsbild.
Der Architekt Charles-Gustave Stoskopf (für die ursprüngliche Struktur) sowie Charles-Henri Tachon und Jean-Marie Duthilleul (für die Renovierung) entwarfen eine mutige Erweiterung: Zwei gewaltige, gebogene Holzkonstruktionen, die in den Himmel ragen und sich in über 20 Metern Höhe verbinden. Das Ergebnis? Eine ovale, umhüllende und durchaus faszinierende Silhouette.
Diese moderne Struktur wird gelegentlich mit einem Raumschiff verglichen, das im Herzen von Créteil verankert ist. Andere sehen darin die Schiffshülle eines großen Schiffes. Fest steht: Die Architektur sorgt für Gesprächsstoff, vor allem durch den Einsatz von Brettschichtholz. Im Inneren strömt das Tageslicht von oben herab und erfüllt den Raum mit einer warmen, sanften Helligkeit.
Im Gegensatz zu gotischen Kathedralen, bei denen das Licht durch bunte Buntglasfenster mit biblischen Szenen strömt, wird hier das Licht zu einem eigenständigen baulichen Element. Das Auge wird nach oben gezogen, wie in einer mittelalterlichen Kirche… allerdings mit einer Ästhetik des 21. Jahrhunderts. Die Kathedrale von Créteil ist heute der Sitz des Bistums Val-de-Marne. Sie bietet Platz für mehr als 1.000 Gläubige und zählt damit zu den größten zeitgenössischen Kathedralen, die in Frankreich in den letzten Jahrzehnten errichtet wurden.
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Standort
Notre-Dame de Créteil
2 Rue Pasteur Vallery Radot
94000 Creteil



















