Als Monument Historique eingestuft, ist diese alte Wassermühle eine der ältesten im Val-de-Marne.

Von Rizhlaine de Sortiraparis · Aktualisiert am 25. Februar 2026 um 16:00
Am Ufer der Marne in Saint-Maurice verbindet sich die Geschichte mit dem Wasser. Der « Moulin de la Chaussée » ist ein denkmalgeschütztes Bauwerk, das die Jahrhunderte überdauert hat. Als eines der ältesten hydraulischen Denkmäler im Val-de-Marne erzählt es eine packende Geschichte des francilienischen Kulturerbes.

Der „Moulin de la Chaussée“ in Saint-Maurice gilt heute als einer der ältesten noch nachweisbaren Mühlen im Département Val-de-Marne: Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem späten 14. Jahrhundert. Zu dieser Zeit war die Marne eine wichtige Handelsroute: Hier wurden Güter transportiert, gefischt… und die Wasserkraft genutzt, um Energie zu gewinnen.

Wie jeder alte Wassermühle nutzt auch die Mühle von Saint-Maurice eine sogenannte Dammstraße — eine auf Stein errichtete Anlage, die dazu dient, den Wasserfluss zu regulieren und zu kanalisieren. Das so kontrollierte Wasser treibt die Räder an, die wiederum die Mühlsteine in Bewegung setzen, um das Getreide zu mahlen. Über Jahrhunderte hinweg soll dieses mechanische System den Alltag der Menschen in der Region geprägt haben.

Das Gebäude, das wir heute sehen, stammt nicht aus dem Mittelalter: Der Mühle wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrfach wiederaufgebaut, insbesondere im 17., 18. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Was sich jedoch nie verändert hat, ist seine Lage. Fest verankert am Ufer der Marne, bewahrt sie die Erinnerung an eine äußerst alte hydraulische Nutzungsgeschichte.

Im Laufe der Zeit trägt der Moulin de la Chaussée verschiedene Namen. Ende des 18. Jahrhunderts gehört er den Brüdern der Caritas, wodurch er den Spitznamen Moulin de la Charité erhält. Später wird er von der Familie François betrieben, die ihm einen weiteren Namen verleiht, der bis heute in der Region bekannt ist: das moulin François. Diese Müllerfamilie sorgt bis 1972 für den Betrieb, danach hört der Strom der Mehlproduktion endgültig auf. Zu wissen, dass hier bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts noch die Mühlenräder in Bewegung waren, löst fast Beklemmung aus. Nur wenige Mühlen in der Île-de-France können auf eine so beeindruckende Langlebigkeit zurückblicken.

Angesichts der urbanen Veränderungen und des allmählichen Verschwindens der Mühlen an der Marne erhält der Moulin de la Chaussée einen bedeutenden denkmalpflegerischen Status: Er wurde 1982 in die Liste der Denkmäler von historischem Wert aufgenommen. Dieses Schutzzeichen bewahrt nicht nur das Bauwerk selbst, sondern auch seine Bedeutung für die Geschichte des Val-de-Marne: Es ist ein seltenes Zeugnis des Mehl- und Wasserbau-Erbes in der Île-de-France. Früher gab es entlang des Flusses zahlreiche Mühlen, doch heute sind fast alle verschwunden – ausgelöscht durch Überschwemmungen, die Industrialisierung oder die Urbanisierung.

In Saint-Maurice erinnert dieses historische Relikt daran, dass die Landschaft Île-de-France lange Zeit von Wasser und den Mühlarbeitern geprägt wurde. Heute beobachtet der Moulin de la Chaussée ruhig die Spaziergänger, die entlang der Uferpromenade schlendern. Viele wissen nichts von seiner Geschichte. Doch hinter den Mauern verbirgt sich einer der ältesten noch sichtbaren Mühlen im Val-de-Marne.

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Praktische Informationen

Standort

28 Quai de la République
94410 Saint Maurice

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