Die Monologe des Machin: Sex in all seinen Facetten auf der Comédie Bastille - unser Eindruck

Von Laurent de Sortiraparis · Fotos von Laurent de Sortiraparis · Aktualisiert am 10. Februar 2026 um 11:02
In der Comédie Bastille beschäftigen sich „Les Monologues du Machin“ mit der heutigen Männlichkeit – ein Stück, das von drei Schauspielern getragen wird und durch offene, direkte Worte überzeugt. Zwischen Witz und Nachdenklichkeit erforscht diese Produktion von Thomas Caruso Aragona, was es heißt, heute ein Mann zu sein. Vom 22. Januar 2026 bis zum 28. Juni 2026 ist es auf der Bühne zu sehen. Wir haben die Show besucht und verraten, was wir davon halten!

Les Monologues du Machin posent une question simple et universelle: was bedeutet es heute, ein Mann zu sein? Im Comédie Bastille verbindet dieses Theaterstück auf humorvolle und ehrliche Weise Schauspiel auf der Bühne mit direkter Ansprache, um das Thema Männlichkeit (insbesondere das männliche Geschlecht) zu erforschen. Vom 22. Januar 2026 bis zum 28. Juni 2026 zeigt es eine ebenso humorvolle wie nachdenkliche Reflexion. Unter der Regie von Thomas Caruso Aragona versammeln sich drei Schauspieler, die nacheinander die Stimmen von Figuren zum Leben erwecken, die voller Zweifel, Widersprüche und Gedanken sind und tief in ihrer Zeit verwurzelt sind. Als männliches Pendant zu Eve Enslers Monologues vom vagina lädt dieses Projekt dazu ein, das „Ding“, von dem kaum gesprochen wird, anders zu hören – zweifellos eine Thematik, die Fragen verdient.

Die Inspiration dafür stammt aus einer Zahl: Laut einem Artikel verbinden 98 % der Frauen den Begriff "Männlichkeit" mit dem Konzept der "Toxizität". Dieser Befund hat Thomas Caruso Aragona nachdenklich gemacht, der ein Programm entwickeln wollte, um Männlichkeit neu zu denken – humaner, verletzlicher und gelassener. Drei männliche Stimmen, drei unterschiedliche Perspektiven, ein gemeinsames Ziel: offen darüber sprechen, was es bedeutet, heute ein Mann zu sein.

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Ein Theater zwischen Reflexion, Vortrag und Humor

Auf der Bühne wechseln sich Pierre, Jacques und Paul ab, um ihre eigenen Erfahrungen und Ansichten zu Männlichkeit, Körper, Sex, Erziehung und Scham zu beleuchten. Der Ton ist sachlich, die Botschaft klar, manchmal roh, aber stets getragen von einer Energie des Vermittels. Das Bühnenbild ist minimalistisch — drei Hocker, drei suspendierte Glühbirnen — um den Fokus ganz auf dasGespräch, den Rhythmus und das Zuhören zu lenken.

Die Show wechselt zwischen humorvollen und berührenden Szenen, etwa jener, die den Opfern von Gewalt gegen Frauen gewidmet ist. Im Mittelpunkt steht die erschütternde Perspektive eines Täters. Eine kraftvolle Passage, die den Zuschauer mit einer meist verschwiegenen Realität konfrontieren soll. Der Gegensatz von Witz und Ernst verleiht dem Stück seine besondere Note, präsentiert als ein Theater der Offenheit, des Geständnisses und des Zweifelns.

Schauspieler aus vielfältigen Welten

Die Besetzung basiert auf einem Wechsel von Schauspielern, die jeweils ihre eigene Farbigkeit und Erfahrung einbringen. Clément Blouin, ebenfalls Zauberkünstler und Comedian, ist bekannt durch Auftritte im Fernsehen, etwa in Les Comiques Préférés des Français oder im Jamel Comedy Club. Antonin Verhamme, ein Schauspieler aus Savoyen, verbindet seit Beginn klassische Theaterkunst mit zeitgenössischer Kreativität. Nicolas Sauze, der seine Schauspielausbildung erst spät absolvierte, schlüpft in zahlreiche Rollen in den Alpen und darüber hinaus. Jean-Philippe Renaud schließlich spricht in mehreren Sprachen und führt parallel eine Karriere in der Luftfahrt.

Jede/r spielt eine der drei Figuren, wobei die unterschiedlichen Hintergründe die Darstellung bereichern. Diese Vielfalt an Stimmen ermöglicht ein facettenreiches Bild von Männlichkeiten, das Klischees vermeidet und eine lebendige, zugängliche Betrachtung bietet – stets zeitgemäß und tiefgründig.

Unsere Meinung zu Les Monologues du Machin im Comédie Bastille :

"Alles, alles, alles... Sie werden alles über das Glied erfahren" sang Pierre Perret... Ein sanfter Klang, der hier voll ausgereizt wird, denn Les Monologues du Machin widmet sich, mit beiden Füßen im Thema, einer offenen und humorvollen Betrachtung der männlichen Anatomie – ohne Tabus, direkt und ungeschönt. Ziel ist es, das Wesen des Mannseins heute zu verstehen. Und was hat unsere Zwischenräume damit zu tun...? Die Inszenierung will auch diese Frage klären, indem sie Vorurteile über den Penis sprengt – ja, wir nennen ihn beim Namen – und dabei wissenschaftliche Fakten, konkrete Zahlen und lustige Situationen nutzt. Anatomie, Liebesgefühle, männlicher Orgasmus… alles wird angesprochen, stets mit viel Humor, um die Stimmung aufzulockern.

Natürlich lachen wir viel, doch auch ernstere Themen werden mit großer Feinfühligkeit angesprochen… etwa Vergewaltigung, in einer eindringlichen, fast schon chirurgisch präzisen Kritik, bei der die Thematik offen beim Namen genannt wird. Es ist tiefgründig, teilweise sogar schockierend, doch muss das laut gesagt werden! Das Stück erinnert dabei auch an sein weibliches Gegenstück, Les Monologues du Vagin (das Thema wird gleich zu Beginn angedeutet), insbesondere in der Passage über verschiedene Orgasmusarten. Doch die Inszenierung bleibt stets original, bringt eigene Perspektiven ein und kopiert nie einfach nur. 

In 1 Stunde und 20 Minuten erleben wir ein temporeiches, energiegeladenes Spektakel, das alle Themen zügig und ohne Oberflächlichkeiten behandelt. Langeweile kommt dabei nie auf. Jeder Abschnitt, unterschiedlich im Aufbau je nach gewähltem Fokus, bietet Pausen für den Dialog, um Monolog-Eskapaden zu vermeiden – wobei die einzelnen Rollen auf der Bühne stets in Bewegung bleiben. Drei Schauspieler sorgen für dynamische Impulse, manchmal spricht sogar einer direkt das Publikum an und verleiht dem Ganzen zusätzliche Wirkung.

Hinweis: Zuschauer werden zu einer Mitmachaktion eingeladen (wer es vermeiden möchte, sollte die vorderen Reihen meiden). Aber egal was passiert, Sie werden eine gute Zeit haben – wir hatten jedenfalls eine großartige! Für ein Publikum mit Erfahrung. Ein wichtiges Theatererlebnis, das man nicht verpassen sollte!

Trailer zu den Monologen des Machin in der Comédie Bastille :

Indem sie den Stimmen Gehör verschaffen, die zu diesen Themen oft weniger sichtbar sind, bietet Die Monologe vom Machin eine persönliche und ehrliche Perspektive auf ein komplexes Thema. Ein Stück, das auf unaufdringliche Weise zum Nachdenken anregt und jeden dazu einlädt, einen neuen Blickwinkel auf die Definition von Männlichkeit heute zu gewinnen. Für die Comédie Bastille reservieren?

Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 22. Januar 2026 bis 28. Juni 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Standort

    5, rue Nicolas Appert
    75 Paris

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    Infos zur Barrierefreiheit

    Tarife
    A partir de : €12.5

    Offizielle Seite
    comedie-bastille-billetterie.tickandlive.com

    Reservierungen
    Sehen Sie sich die Preise für diesen Ticketverkauf an

    Weitere Informationen
    Vorführungen mittwochs und freitags um 19 Uhr, donnerstags und samstags um 21 Uhr, sowie sonntags um 15 Uhr.

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