Renoir im Musée d'Orsay: Sechs Konzerte, die im Frühling 2026 impressionistische Musik und Lichtkunst verschmelzen lassen

Von Audrey de Sortiraparis · Fotos von Audrey de Sortiraparis · Aktualisiert am 18. Februar 2026 um 16:15
Von Pinselstrichen zur Melodie, vom 9. April bis zum 9. Juni 2026 bringt das Musée d’Orsay Renoir musikalisch zum Klingen. In sechs Konzerten verschmelzen Licht und Klang, begleitet von festlichen Pariser Cafés bis hin zu den sanften Harmonien von Brahms und Schumann. Jeder Ton erleuchtet seine Gemälde wie ein Pinselstrich voller Farbe.

Im Frühling vom 9. April bis zum 9. Juni 2026 klingt im Musée d’Orsay die Musik durch die Säle: Sechs Konzerte bringen das Genie des Renoir als Musiker zum Klingen – jenes, der beim Malen sang und die Lichtstimmung wie eine Melodie sah. Anlässlich der Ausstellungen "Renoir und die Liebe. Glückliche Modernität (1865-1885)" und "Renoir als Zeichner" wird jede Note zur Farbe, jeder Akkord zum Spiegelbild, und der Impressionismus klingt nun auch akustisch.

Musée d'Orsay, collection permanente  - visuel Musée d'Orsay, collection permanente  - visuel Musée d'Orsay, collection permanente  - visuel Musée d'Orsay, collection permanente  - visuel Renoir und die Liebe: Die retrospektive Ausstellung im Musée d'Orsay in Paris
Wenn die Liebe zum Licht wird, macht Renoir daraus eine Kunst. Mit der Ereignisausstellung "Renoir et l'amour" vom 17. März bis 19. Juli 2026 vereint das Musée d'Orsay seine wichtigsten Meisterwerke zu einer ebenso modernen wie zärtlichen Retrospektive, in Zusammenarbeit mit der National Gallery in London und dem Museum of Fine Arts in Boston. [Mehr lesen]

Renoir war kein bloßer Amateur: Schon in jungen Jahren erhielt er Gesangsunterricht bei Charles Gounod an der Kirche Saint-Eustache – hätte eine Bühnenkarriere anstreben können. Stattdessen wählte er den Pinsel, doch die Musik behielt er stets im Herzen. Er komponierte für einen Tenor der Pariser Oper, leitete ein Orchester im Moulin de la Galette und verwandelte sein Atelier in einen lebendigen Klangraum, in dem Modelle und Licht miteinander kommunizierten. Rund fünfzig seiner Gemälde greifen die Musik auf, die er liebte – vom fröhlichen Treiben in den Volksfesten bis zu den zarten romantischen Klängen von Schumann und Brahms.

Renoir Dessinateur : la première exposition dédiée aux dessins de Renoir au Musée d'Orsay, à ParisRenoir Dessinateur : la première exposition dédiée aux dessins de Renoir au Musée d'Orsay, à ParisRenoir Dessinateur : la première exposition dédiée aux dessins de Renoir au Musée d'Orsay, à ParisRenoir Dessinateur : la première exposition dédiée aux dessins de Renoir au Musée d'Orsay, à Paris Renoir Dessinateur: die erste Ausstellung, die Renoirs Zeichnungen gewidmet ist, im Musée d'Orsay in Paris
Was wäre, wenn Renoir sich nicht nur durch Farbe ausgezeichnet hätte? Vom 17. März bis zum 5. Juli 2026 zeigt das Musée d'Orsay Renoir Dessinateur, die erste Ausstellung, die ausschließlich seinen Werken auf Papier gewidmet ist. Anhand von hundert Zeichnungen, Skizzen, Studien und Aquarellen aus der ganzen Welt wird der Strich eines Meisters beleuchtet, der viel zu lange auf seine Palette beschränkt war. [Mehr lesen]

Seine musikalische Welt ist zweigeteilt: Einerseits die volkstümliche Pariser Musik – Volksfeste, Bouleabenden, Cafés-Concerts und Operetten –, die seine Festtage bestimmt. Andererseits die komplexeren Harmonien des deutschen Romanticismus, die er durch Einflüsse von Edmond Maître und Frédéric Bazille kennenlernte und die seiner Sichtweise Tiefe und Nuancen verleihen. Licht und Klang verschmelzen bei ihm so elegant wie seine Pinselstriche, in einem sensiblen Gleichgewicht zwischen Bewegung und Gefühl.

[midroll]

Das Konzertprogramm:

  • 9. April – 20 Uhr (Auditorium): Sandrine Piau und das Quatuor Psophos widmen Debussy einen Abend, ergänzt durch Werke von Chausson, Chabrier und Lili Boulanger.

  • 19. Mai – 12:30 Uhr (Auditorium): Das Orchestre de chambre de Paris interpretiert Werke von Gounod und Adolphe Blanc.
  • 28. Mai – 20 Uhr (Auditorium): Das Orchestre de chambre Pelléas, geleitet von Benjamin Lévy, mit Sopranistin Magali Léger, ehrt die Operette und die Volkslieder.

  • 2. Juni – 20 Uhr (Nef): Das Orchestre de chambre de Paris unter Leitung von Thomas Hengelbrock begrüßt die Cellistin Anastasia Kobekina zum Aufführen eines symphonischen Gedichts von Thierry Escaich, einer Weltersteinspielung im Rahmen der 40-Jahr-Feier des Museums.

  • 4. Juni – 20 Uhr (Auditorium): Die Mezzosopranistin Marie-Nicole Lemieux, begleitet vom Pianisten Daniel Blumenthal und Tony Nys am Viola, taucht ein in die vielfältigen Nuancen der Liebe durch Brahms und Massenet.

  • 9. Juni – 12:30 Uhr (Auditorium): Die Sopranistin Axelle Fanyo und die Pianistin Susan Manoff beenden die Reihe mit einem zarten, sensiblen und eleganten Konzert der leichten Muse.

Zwischen Pinselstrichen und Bogenschlägen verwandelt diese Reihe das Museum in eine impressionistische Symphonie, bei der jede Note die vielfältige Welt des Renoir zum Klingen bringt.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 9. April 2026 bis 9. Juni 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

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    62 rue de Lille
    75007 Paris 7

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