Montmartre, seine Treppen, seine Mühlen, seine beliebten Bälle... Die Moulin de la Galette verkörpert all das. Seit Anfang des 19ᵉ Jahrhunderts baute die Müllerfamilie Debray die beiden Mühlen der Butte, die Blute-fin und die Radet, zu Guinguetten um, um den Parisern die Annehmlichkeit eines Glases Wein, eines Roggenkuchens und eines festlichen Moments außerhalb der Stadt zu bieten.
Während der Belle Époque wurde der Ort zu einem künstlerischen Treffpunkt, der von Renoir und Van Gogh verewigt wurde. Heute ist es nicht mehr das, was es damals war, aber es ist immer noch ein kulturelles Wahrzeichen des Viertels mit vielen überraschenden Geschichten.
Der Standort der Mühlen von Montmartre ist alt und wurde bereits 1622 in Schriften erwähnt. Die Familie Debray erwarb sie Anfang des 19ᵉ Jahrhunderts für die Mehlproduktion: die Blute-fin im Jahr 1809, benannt nach dem Verb'bluter', das 'das Mehl sieben' bedeutet, und die Radet im Jahr 1812, die später von ihren Mechanismen befreit und in den 1920er Jahren auf das Dach eines Restaurants gehoben wurde.
Um 1834 verwandelte die Familie Debray einen Teil des Geländes zwischen den beiden Mühlen in eine Guinguette, die an Sonn- und Feiertagen geöffnet war und den Parisern Brot und Wein anbot, sowie einen Raum zum Tanzen und Entspannen. Der Name"Moulin de la Galette" setzte sich um 1895 offiziell durch und wurde nach dem Roggenfladen benannt, den die Debrays verteilten, wenn man den Ort genießen wollte - unter der Woche blieb er der Müllerei vorbehalten.
Die Guinguette du Moulin de la Galette wird schnell zu einem Treffpunkt für das Volksleben, aber auch für die Künstler der Butte. Gemälde, Bälle, Tanz, Lieder: Alle Elemente der Bohème finden sich hier wieder. Renoir malte 1876 Le Bal du Moulin de la Galette, eines der berühmtesten Bilder des Impressionismus, und fing einen Sonntagnachmittag an diesem belebten Ort ein.
Künstler wie Van Gogh, Toulouse-Lautrec, Picasso und Steinlen kamen hier vorbei, angezogen von der festlichen Atmosphäre, aber auch vom Licht, den Figuren und den Tänzen, die hier stattfanden.
Mit dem Ende des Müllereibetriebs widmete sich die Moulin de la Galette ganz der Unterhaltung. Heute wird in der Blute-fin-Mühle nicht mehr gemahlen, sie ist jedoch Teil des architektonischen Erbes von Montmartre. Die Mühle steht seit 1958 unter Denkmalschutz, befindet sich auf Privatbesitz und ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Die Mühle Radet hingegen dient heute als dekoratives Element auf dem Dach des Restaurants namens Le Moulin de la Galette und bleibt ein beliebter Anlaufpunkt für Touristen, wie eine echte Zeitreise in die Vergangenheit.
Mythische Adressen und historische Orte des künstlerischen und bohèmehaften Montmartre
Der auf den Anhöhen von Paris gelegene Montmartre war das pulsierende Herz der künstlerischen Bohème des 19ᵉ und 20ᵉ Jahrhunderts. Maler, Dichter und Chansonniers lebten hier frei zwischen Kabaretts, Ateliers und steilen Gassen und hinterließen einen ewigen Eindruck auf die Seele der Hauptstadt. [Mehr lesen]
Termine und Öffnungszeiten
Nächste Tage
Freitag :
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Sonntag :
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Dienstag :
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Mittwoch :
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Donnerstag :
von 08:00 bis 00:00
Standort
Die Moulin de la Galette
83 Rue Lepic
75018 Paris 18
Offizielle Seite
moulindelagaletteparis.com



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