Die Sims 4 müssen sich warm anziehen! Seit mehreren Jahren wurden neue Lebenssimulationsspiele angekündigt, die nun endlich 2025 erscheinen. Nach inZOI hatte Paralives einen Early-Access-Veröffentlichungstermin am 8. Dezember 2025, der nach letzten, wenig überzeugenden Rückmeldungen schließlich auf den 25. Mai 2026 verschoben wurde, wie das Studio bekannt gab.
Von Alex Massé und seinem Québecer Team entwickelt, ist dieses Open-World-Spiel nur für PC und Mac vorgesehen und kostet zu Beginn 39,99 Euro, ehe der Preis später steigt. Zudem gibt es keine kostenpflichtigen Add-ons; man zahlt nur einmal, im Gegensatz zu Die Sims.
Paralives ist ein Einzelspielerspiel, in dem Sie mithilfe eines Editors Ihren Charakter, aber auch Tiere (Hunde, Katzen, Pferde), Fahrzeuge (Autos, Fahrräder, Boote) und natürlich verschiedene Bauwerke erschaffen können. Ihr Charakter wird sich in einer kleinen Stadt in einer offenen Welt bewegen, bevor es in Zukunft ein Tool geben wird, mit dem Sie Welten erschaffen können, die durch das Wetter und die Jahreszeiten beeinflusst werden.
Zu Beginn wird es nicht möglich sein, Ihre Charaktere bei ihren Jobs oder in der Schule zu treffen, und es wird auch keine Okkulte geben. Stattdessen können Sie die Größe Ihrer Parafolks (der Name der Charaktere) ändern, sie geschlechtsneutral einkleiden, Tätowierungen haben, ihr Aussehen realistisch auswählen und bestimmte Kleidungsstücke anpassen.
Außerdem lässt sich die Größe unserer Möbel anpassen, in die Bäckerei gehen und dort Kaffee trinken, zum Friseur gehen, mit Freunden eine Radtour unternehmen – und vieles mehr, was Fans dieses Spielstils sicherlich noch lange beschäftigen wird.
Unser Test
Ein Appell an die treue Community der Sims-Fans, die sich fragen, ob ihr Lieblingsspiel endlich einen würdigen Konkurrenten gefunden hat! Wir haben Paralives bislang rund sechs Stunden lang angespielt und geben Ihnen erste Eindrücke. Und das Urteil fällt positiv aus – vor allem, weil es sich nur um eine Early Access-Version handelt und in den kommenden Monaten weitere Verbesserungen zu erwarten sind!
Zu den deutlich positiven Punkten zählt der Paramaker, mit dem man Charaktere erstellt und nach Belieben anpasst. Man kann ihre Größe nach Belieben variieren und sehr große oder sehr kleine Figuren erstellen, mit Körperformen experimentieren, Texturen, Farben variieren – und außerdem mehr Inklusivität ermöglichen, etwa mit Prothesen oder der Geschlechtswahl. Allerdings mangelt es bislang noch an Vielfalt bei Frisuren und Kleidung.
Nach dem ersten Anspielen entfaltet der Bauregler eine echte kleine Revolution. Häuser und Wände lassen sich frei gestalten – keine Rasterbegrenzung – sodass man schrägstehende oder runde Wände nutzen kann. So entstehen eigenwillige oder amüsante Wohneinheiten ganz nach Wunsch. Und unser Favorit: Objekte skalieren, um Geld zu sparen, indem man einfach ein Bett oder ein Möbelstück vergrößert statt neu zu kaufen.
Alles zielt darauf ab, das Bauen angenehmer und leichter zu machen. Momentan dienen viele Objekte lediglich der Dekoration und sind noch nicht nutzbar, zum Beispiel die Waschmaschine; hier dürfte sich im Laufe der Zeit etwas tun. Wir empfehlen dennoch, mit einer Maus zu spielen, da manche Bewegungen am Tastaturfeld etwas holprig wirken – etwa beim Kamera-Drehen.
Was die Bedürfnisse der Figuren angeht, lassen sich je nach Eigenschaften von Parafolk zusätzliche oder verschwindende Werte setzen (Nachtaktivität, Energie etc.), und einige Balken werden je nach Situation ausgegraut. Bei einem Brand war der Charakter so gestresst, dass er schlichtweg nicht schlafen wollte.
Ein wesentlicher Nachteil des Moments liegt im Conversations-System: Keine Multiple-Choice-Auswahl für Dialoge zwischen Figuren und keine Themenvorgaben. Man muss darauf hoffen, dass eine Bar ihr Maximum erreicht, um zwischen drei Antworten zu wählen und die Beziehung zu entwickeln – doch das gestattet auch weniger weite, weniger ausgearbeitete Interaktionen als bei den Sims, zumal sich manche Abläufe aktuell noch recht flüssig anfühlen. Und viele Optionen tauchen immer wieder auf!
Gleichsam kann es vorkommen, dass Neulinge sich in der Spielwelt zurechtfinden möchten und sich dann etwas langweilen oder nicht wissen, was mit dem eigenen Charakter tun – die Spielwelt wirkt noch nicht stark autonom. Informationsschilder bieten Nebenaufträge, man kann Pilz-, Kristall- und Schatzsuche betreiben, um Sammlungen zu vervollständigen oder dem Museum zu übergeben – das Alltagsleben der Parafolks könnte aber noch mehr Aktion vertragen.
Zu loben ist die Möglichkeit, direkt über Steam Mods hinzuzufügen. Man lädt sie herunter und installiert sie ins Spiel – eine verblüffend einfache Handhabung, deutlich anders als bei den Sims, wo Updates häufig nervige Kompatibilitätsprobleme erzeugen. Das gleicht einige Spielschwächen aus, etwa den Mangel an bestimmten Berufen. Ein klarer Vorteil gegenüber den Sims: Hier braucht man nicht sofort in teure Content-Packs zu investieren; ein einmaliger Kauf genügt, um später alle Updates zu erhalten.
Der Level-Stil spaltet die Gerüche der Optik – er wirkt realistischer als cartoony, gewöhnt man sich rasch an die etwas comicartige Atmosphäre. Überraschungen durch glitches sind am Anfang normal; diese sollten dank Community-Feedback zügig behoben werden. Nicht zu vergessen: Das Team ist deutlich kleiner als die großen Studios – genau der Reiz des Early-Access-Konzepts: Das Spiel wird kontinuierlich besser.
Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 25. Mai 2026
Tarife
€40
Offizielle Seite
www.paralives.com



























