Unter der Regie und nach einem Drehbuch von Sébastien Marnier ist L’Origine du mal ein Spannungsfilm mit dramatischen Elementen, der mit Laure Calamy, Doria Tillier und Dominique Blanc besetzt ist. Der Kinostart erfolgte im Oktober 2022, die Teilnahme an der Venedig Biennale wurde wahrgenommen, und das Werk wurde für seine schauspielerische Leistung und Regie gelobt. Laut Plattform wird der Film am 14. Januar 2026 auf Netflix in Frankreich verfügbar sein.
In einer luxuriösen Küstenvilla entdeckt eine Frau aus einfachen Verhältnissen plötzlich ihren unbekannten, enorm reichen Vater. Dieser unerwartete Fund wirbelt die Familie durcheinander, deren Mitglieder scheinbar festgelegt Rollen spielen. Zwischen unausgesprochenen Worten und widersprüchlichen Geschichten beginnt das fragile Gleichgewicht des Hauses zu zerbröckeln, während die Protagonistin versucht, Wahrheit, Manipulationen und Eigeninteressen zu entwirren. Die Unsicherheit wächst, je mehr sich die Allianzen auflösen.
Der Familienzusammenhalt wird durch ein verstreutes Geheimnis verstärkt, das durch die Anwesenheit einer rätselhaften Hausangestellten, einer anspruchsvollen Erbin und einer zerbrochenen Teenagerin noch verschärft wird. Der Verdacht wird zum treibenden Element der Erzählung, was für eine dauerhafte psychologische Spannung sorgt. Der Film setzt auf Ambiguität und lässt offen, ob jemand lügt oder seine Rolle innerhalb dieser wiedervereinten Familie neu gestaltet.
Das Projekt setzt die Themen fort, die Sébastien Marnier bereits in Irréprochable und L’Heure de la sortie geprägt haben. Der Regisseur bleibt dabei seinen Fokus auf soziale Abstiege, familiäre Beziehungen geprägt von Geheimnissen und den Räumen, in denen Identität neu aufgebaut wird. Die Geschichte greift persönliche Elemente auf, vor allem die Geschichte der Mutter des Filmemachers, durchsetzt aber auch eine fiktionale und manipulative Erzählweise. Marnier verlegt die Handlung zudem in eine echte Villa an der Riviera, die für die Dreharbeiten in ihrer natürlichen Umgebung gefilmt wurde. Das Skript wurde dafür umgeschrieben, um die beeindruckende Architektur und die nahezu labyrinthartige Atmosphäre des Ortes optimal zu nutzen.
Die Kostümarbeit trägt maßgeblich zur Charakterzeichnung bei, insbesondere für die Figur, die von Dominique Blanc gespielt wird. Ihre Outfits erinnern an Bühnenfiguren und rufen eine bestimmte Hollywood-Ästhetik hervor. Das Haus selbst, das zum zentralen Akteur wird, erforderte eine sorgfältige Raumnutzung, zwischen gefundenen Objekten, designter Möblierung und auffälligen Materialien. Pierre Lapointes Musik, konzipiert in drei Akten, untermalt die Erzählung und bewegt sich zwischen Geheimnis, Spannung und Melodram. Marnier nutzt das anamorphotische Format 2:55, was die Fremdartigkeit der Bilder verstärkt und trotz der großen Szenerie die Atmosphäre eines psychologischen Kammerspiels unterstreicht.
L’Origine du mal
Film | 2022
Kinostart: 5. Oktober 2022
Ab 14. Januar 2026 auf Netflix verfügbar
Drama, Thriller | Laufzeit: 2h03
Regie: Sébastien Marnier | Mit Laure Calamy, Doria Tillier, Dominique Blanc
Nationalität: Frankreich
Mit seiner präzisen Regie, der Fokussierung auf Machtspiele und dem streng kontrollierten Raumkonzept bietet der Film eine spannende Betrachtung familiärer Beziehungen, die vom Zweifel geprägt ist. Zwischen Psychothriller und zeitgenössischem Melodram fügt er sich nahtlos in die Handschrift des Regisseurs ein, wagt aber gleichzeitig eine neue Interpretation des Themas Abstammung und Verschleierung.
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