Diffusé sur France 2 le dimanche 1er février 2026 à 21h10, La Petite est un drame franco qui marque les esprits. Réalisé par Guillaume Nicloux et coécrit avec Fanny Chesnel, le film, sorti en septembre 2023 en salles, rassemble des talents comme Fabrice Luchini, Mara Taquin et Maud Wyler pour raconter une histoire profondément intime, axée sur le deuil, la filiation et la maternité de substitution. Présenté en film d’ouverture au Festival du Film Francophone d’Angoulême 2023, cette œuvre marque une nouvelle étape sensible dans la filmographie éclectique du réalisateur.
Joseph, ein einsamer Sechzigjähriger, erfährt unerwartet vom Tod seines Sohnes und dessen Lebensgefährten bei einem Unfall. Das Paar hatte ein Kind per Leihmutter in Belgien erwartet. Angesichts dieser Tragödie stellt sich unweigerlich eine Frage: Was wird aus dem ungeborenen Baby, und welchen Platz kann Joseph in dieser Geschichte einnehmen, die ihn gleichzeitig überfordert?
Getragen vom Versprechen dieser bevorstehenden Geburt beschließt Joseph, die junge belgische Frau zu treffen, die das Kind erwartet. Scheu, unabhängig und misstrauisch verkörpert sie sowohl Hoffnung als auch das Unbekannte. Der Film begleitet den langsamen Neuanfang eines trauernden Mannes, der sich in einer neuen Form der Väterschaft wiederfindet – fernab der herkömmlichen rechtlichen und emotionalen Strukturen.
La Petite ist Adaption des Romans Le Berceau von Fanny Chesnel. Das Projekt wird Guillaume Nicloux von den Produzenten François Kraus und Denis Pineau-Valencienne vorgeschlagen, die in dieser linearen Geschichte eine Parallele zu den wiederkehrenden Themen seines Films sehen: Verschwinden, Resilienz und die Chance auf einen Neuanfang. Der Regisseur nutzt die Gelegenheit, ein klar gefasstes Melodram zu inszenieren – ohne den Einsatz von Fantastischem oder komplexen Erzählstrukturen, die er sonst so schätzt.
Der Film setzt sich direkt mit dem Thema Leihmutterschaft auseinander, die in Frankreich verboten, in Belgien jedoch ohne klare rechtliche Regelung geduldet wird. Guillaume Nicloux beleuchtet diese aktuelle Realität aus der Perspektive von Männern und Frauen, ohne zu missionieren, sondern lässt die moralischen, emotionalen und gesellschaftlichen Zwiespalte, die mit dieser noch immer heiß diskutierten Praxis verbunden sind, ans Licht treten.
Zum ersten Mal unter der Regie von Guillaume Nicloux spielt Fabrice Luchini eine Rolle, die ganz gegen seinen üblichen Typ fällt. Abseits seiner gewohnten Wort- und Bühnenfiguren verkörpert der Schauspieler einen erschöpften, langsamen, körperlich verletzlichen Mann, der von einer dumpfen Schmerzen geprägt ist. Der Regisseur setzt auf eine Arbeitsmethode, die auf Vertrauen und Stille basiert — ein Ansatz, der auch Mara Taquin prägen sollte. Sie wurde ohne formelles Vorsprechen nach einem lockeren Treffen während der Dreharbeiten in Belgien ausgewählt.
Mit seinem zurückhaltenden Ton und seiner sparsamen Erzählweise richtet sich La Petite an ein Publikum, das intime Dramen liebt und großen Wert auf menschliche Geschichten legt, die in aktuellen gesellschaftlichen Fragen verwurzelt sind. Der Film ist in einer realistischen und emotionalen Tradition verortet, im Gegensatz zu den eher experimentellen oder spektakulären Werken des Regisseurs, von Thalasso bis La Tour.
Unsere Meinung zu La Petite:
Egal, ob Sie Fan von Guillaume Nicloux oder Fabrice Luchini sind – La Petite überrascht Sie auf ganzer Linie. Der Regisseur präsentiert einen schönen Familienfilm, der das Gegenteil seiner letzten Kinofilme ist. Ein berührendes Drama über Abstammung und Trauer, getragen von einem Luchini, den man so noch nie gesehen hat. Überfordert, verletzt, trauernd, im Leben blockiert – metaphorisch, aber auch buchstäblich, weil ihn seine Halswirbel Schmerzen bereiten – zeigt seine fragile Seite im Alter eine große Emotionalität. Der Schauspieler distanziert sich von seinen Fantasien, um nur die Emotionen und die Hoffnung zu bewahren, das Leben seines Sohnes durch das seiner kleinen Tochter weiterzuführen.
Es ist eine kompakte Geschichte, die kurz gehalten ist, um Langeweile zu vermeiden. Sie kommt direkt auf den Punkt, was sehr begrüßenswert ist, denn der Film weist ein temporeiches Tempo auf – im Kontrast zu seinem Protagonisten, der langsam und manchmal tollpatschig wirkt, trotz seiner Leidenschaft, die neugefundene Mutter seines verstorbenen Sohnes zu finden. Dieser gewagte Gegensatz schafft einen Film voller Subtilität und Emotionen.
La Petite
Film | 2023
Fernsehausstrahlung: Sonntag, 1. Februar 2026 um 21:10 Uhr auf France 2
Drama | Laufzeit: 1h33
Regie: Guillaume Nicloux | Mit Fabrice Luchini, Mara Taquin, Maud Wyler
Originaltitel: La Petite
Herkunft: Frankreich, Belgien
Indem sie Schlichtheit und Mitgefühl in den Mittelpunkt stellen, bietet La Petite eine einfühlsame Reflexion über Weitergabe und die Chance, nach einem Verlust wieder zu sich selbst zu finden. Ein Film, der Stille, Gesten und Blicke in den Vordergrund stellt, um einen Charakter auf seinem Weg zu innerem Frieden zu begleiten.
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