Unter der Regie und Federführung von Mamoru Hosoda, einem bekannten japanischen Filmemacher, der bereits Werke wie Mirai, Wolf Children – Ame und Yuki oder Der Junge und das Tier geschaffen hat, ist Scarlet et l’Éternité ein Animationsfilm, der Drama und Fantasy auf eindrucksvolle Weise verbindet. Der Film kommt am 11. März 2026 in die französischen Kinos. Produziert vom Studio Chizu, wurde das Werk außerhalb des Wettbewerbs bei der Biennale di Venezia 2025 vorgestellt. Die Originalfassung bietet die Stimmen von Mana Ashida, Masaki Okada und Masachika Ichimura.
Die Geschichte folgt Scarlet, einer mittelalterlichen Prinzessin, die im Schwertkampf geschult wurde. Nach dem Mord an ihrem Vater begibt sie sich auf eine Rachemission, die sie in eine gewalttätige Konfrontation mit dem Täter führt. Schwer verletzt bei diesem Duell, findet sich die junge Kämpferin in einer geheimnisvollen Welt wieder: dem Land der Toten, einem Ort, an dem die Grenzen zwischen den Welten zu verschwimmen scheinen.
In diesem unerwarteten Universum kreuzt Scarlet den Weg eines jungen Mannes aus unserer Zeit. Das Zusammentreffen mit diesem idealistischen Charakter verändert nach und nach ihre Sicht auf die Welt. Während sie ihre Rückkehr vorbereitet, um den Mörder ihres Vaters zur Rechenschaft zu ziehen, erkennt die Prinzessin, dass ihr wahrer Kampf möglicherweise an einem anderen Ort liegt: den Kreislauf des Hasses zu durchbrechen und einen neuen Weg zu finden, um ihrem Leben einen tieferen Sinn zu geben.
Das Projekt ist Teil einer Überlegung, die Mamoru Hosoda nach der COVID-19-Pandemie angestoßen hat. Der Regisseur erklärt, dass er die Spannungen und Spaltungen unserer heutigen Welt durch eine Geschichte von Rache und Versöhnung hinterfragen wollte. Für die Ausgestaltung seiner Erzählung ließ er sich unter anderem von Motiven aus Hamlet von Shakespeare inspirieren, dessen tragische Logik des Rachedramas sich durch den Handlungsverlauf und die Beziehungen zwischen den Figuren zieht.
Dieser Einfluss spiegelt sich auch im visuellen Design der Protagonisten wider. Scarlet, inspiriert von der Figur des Hamlet, trägt eine dunkle Rüstung und besticht durch ein grafisches Auftreten in kräftigen, eher düsteren Farbtönen. Im Kontrast dazu steht Hijiri, der an die Shakespeare’sche Ophelia erinnert und eine andere Empfindsamkeit verkörpert. Dadurch schafft der Film einen spannenden Gegensatz zwischen zwei Welten und emotionalen Wegen.
Technisch gesehen stellt Scarlet und die Ewigkeit ebenfalls einen Entwicklungsschritt bei Chizu dar. Der Film nutzt deutlich mehr 3D-Animationen als die früheren Werke des Regisseurs, etwa Belle oder Mirai, bewahrt aber gleichzeitig den handwerklichen Charakter in den Zeichnungen und Texturen. Diese Mischung aus digitalen Werkzeugen und traditionellem Grafikstil soll vor allem die Ausdruckskraft der Figuren verstärken und die Größe der fantastischen Szenen unterstreichen – etwa jene einer symbolträchtigen Drachenfigur, die bewusst Raum für die Interpretation des Zuschauers lässt.
Zwischen einer epischen Reise, einer fantastischen Abenteuergeschichte und einem tief persönlichen Drama setzt der Film einen weiteren Meilenstein in den Themen, die dem Regisseur am Herzen liegen: die Verbindungen zwischen verschiedenen Welten, familiäre Bindungen und die Fähigkeit, Schmerz als Ausgangspunkt für einen Neuanfang zu nutzen. Das visuelle und erzählerische Universum richtet sich bewusst an ein breit gefächertes Publikum, von Fans Animationsfilmen bis hin zu Zuschauern, die sich für Geschichten interessieren, die mit Action und Nachdenklichkeit persönliche Wege erkunden.
Scarlet und die Ewigkeit
Film | 2026
Kinostart: 11. März 2026
Animation, Drama | Laufzeit: 1h52
Von Mamoru Hosoda | Mit Mana Ashida, Masaki Okada, Masachika Ichimura
Originaltitel: Hateshinaki Sukāretto
Herkunftsland: Japan
Mit diesem neuen Kinofilm setzt Mamoru Hosoda seine Erkundung von Geschichten fort, die Fantastik und menschliche Emotionen verbinden. Im Mittelpunkt steht eine Heldin, die mit den Folgen von Rache und der Chance auf eine andere Zukunft konfrontiert wird. Zwischen literarischer Inspiration und technologischem Fortschritt in der Animation spiegelt Scarlet und die Ewigkeit die Entwicklung eines bedeutenden Meisters der zeitgenössischen japanischen Animationskunst wider.
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