Is This Thing On? wurde von Bradley Cooper inszeniert und produziert und markiert seine Rückkehr hinter die Kamera nach Maestro und A Star Is Born. In diesem amerikanischen Drama spielen Will Arnett, Laura Dern und Andra Day mit. Der Film wird von Searchlight Pictures vertrieben und kommt am 25. Februar 2026 in die französischen Kinos.
Die Geschichte folgt Alex, einem Mann in einer existenziellen Krise, und seiner Frau Tess, deren Ehe in die Brüche geht. Alex, der sich mit Mitte 50 konfrontiert sieht, versucht sich in der Welt des New Yorker Stand-up-Comedy neu zu erfinden. Tess hingegen überdenkt die Kompromisse ihres Familienlebens. Gemeinsam erkunden sie die Möglichkeit einer neuen Balance in ihrer Beziehung.
Der Film ist eine Koproduktion von Searchlight Pictures und Lea Pictures. Bradley Cooper hat zusammen mit Will Arnett und Mark Chappell, bekannt für Coup de théâtre, das Drehbuch geschrieben. Die Dreharbeiten fanden hauptsächlich in New York statt. Will Arnett, eine Größe der amerikanischen Comedy-Szene (Arrested Development), spielt an der Seite von Laura Dern, die für Marriage Story mit einem Oscar ausgezeichnet wurde. Andra Day, Ciarán Hinds, Amy Sedaris und Sean Hayes vervollständigen die Besetzung.
Unsere Meinung zu Ist Das Ding An?
Mit Ist Das Ding An? setzt Bronte Cooper seine intime Erkundung fort, die er mit Maestro begonnen hat, und widmet sich diesmal dem allmählichen Zerfall eines Paares statt der Geburt eines Mythos. Angetrieben von Will Arnett und Laura Dern erzählt der Film von Alex und Tess, die seit über zwanzig Jahren verheiratet sind und zwei Kinder haben. Sie stehen an einem entscheidenden Wendepunkt: Sie lieben sich noch, sind aber nicht mehr glücklich. Basierend auf einer wahren Geschichte begleitet die Handlung Alex’ Versuch, sich durch Stand-up neu zu finden – nicht im Streben nach Ruhm, sondern als nötige Atempause.
Schon in den ersten Szenen bestimmt ein langsamer und introspektiver Erzählrhythmus das Geschehen. Es gibt keine dramatischen Brüche oder kathartische Schreie. Stattdessen konzentriert sich der Film auf die kleinen Gesten im Alltag, manchmal fast obsessiv – die vielen Szenen, in denen sich die Familienmitglieder die Zähne putzen, werden zu einem eigenartigen, aufschlussreichen Motiv. Dieses wiederholte Ritual steht für die Routine, die Mechanik eines Haushalts, der noch funktioniert, dessen Lebenselan aber merklich nachgelassen hat. Das Paar zerbricht nicht, es verschleißt.
Die Regie spiegelt diese Zerbrechlichkeit wider. Cooper fängt die Stille, die ausweichenden Blicke und die kleinen emotionalen Wendungen mit einer fast dokumentarischen Genauigkeit ein. Die Kamera bleibt oft auf Augenhöhe, erfasst die Unsicherheiten mehr als die offizielle Rede. Wie bei Maestro geht es nicht um Wertung, sondern ums Beobachten. Die zentrale Frage des Films – was tun, wenn die Liebe noch da ist, das Glück aber verloren ging? – bleibt vielschichtig und offen.
Der Stand-up wirkt hier wie ein Spiegel. Die Szenen im Open-Mic und im Comedy-Club werden nicht als Triumphmomente inszeniert, sondern als Orte der Offenbarung. Alex wird nicht plötzlich zum Star; der Film hält bewusst unklar, ob er wirklich talentiert ist oder nur eine Flucht sucht. Ist er lustig – oder sucht er lediglich einen Weg, um sich auszudrücken? Diese Ambivalenz ist Kern eines der wichtigsten kritischen Diskurse um den Film. Cooper interessiert sich weniger für künstlerischen Erfolg als für das, was auf der Bühne möglich wird: das auszusprechen, was zu Hause nicht mehr gesagt werden darf.
Will Arnett überrascht in einer zurückhaltenderen Rolle. Sein Alex ist unbeholfen, berührend und manchmal fast tragisch, niemals heroisch. Laura Dern hingegen verkörpert eine müde, aber kluge Frau, die zwischen Restzügen von Zuneigung und dem Bedürfnis, sich zu schützen, schwankt. Ihre chemische Chemie ist beeindruckend – nichts wirkt übertrieben, alles ist im Rahmen. Die Szene, in der Alex’ Mutter auf seine Bühnenentscheidung reagiert – „Ich hätte nie gedacht, dass dein Leben so schlecht ist“ – zeigt auf den Punkt die Kluft zwischen äußerer Wahrnehmung und innerem Unbehagen.
Die Musik, dezent aber bedeutungsvoll – insbesondere beim gemeinsamen Hören von Under Pressure – unterstreicht die unterschwellige Spannung im Haushalt. Der Film handelt weniger von einer konkreten Trennung als vielmehr von innerem Druck, dem allmählichen Ersticken, das unbemerkt wächst, ohne ins Drama abzugleiten, aber alles offenbart.
Ist Das Ding An? richtet sich vor allem an ein Publikum, das nuancierte Beziehungsdramen schätzt, bei denen die emotionale Komplexität vor der erzählerischen Effizienz steht. Wer eine schnelle, rhythmische Romantik-Komödie oder einen Film über Stand-up im spektakulären Sinne sucht, könnte enttäuscht sein: Der Film ist ruhig, nachdenklich, manchmal fast bewegungslos. Zugleich werden jene Zuschauer, die sich für langjährige Beziehungsdynamiken, Lebensübergänge und emotionale Grauzonen interessieren, eine tiefgründige, sensible und zutiefst menschliche Arbeit entdecken.
Einzelfallkritik: Der Film mag etwas mühselig wirken oder in einigen Darstellungen des Stand-up-Milieus etwas oberflächlich sein. Doch seine Stärke liegt anderswo: in seinem Ablehnen von Vereinfachung. Cooper präsentiert ein erwachsenes, zartes Werk, das akzeptiert, dass manche Geschichten nicht durch Triumph, sondern durch Erkenntnis gelöst werden.
Weder pure Komödie noch überwältigendes Drama, Ist Das Ding An? ist eine bittersüße Meditation über Routine, Liebe und die Chance, sich neu zu erfinden. Ein Film, der nicht im Glanz glänzen will, sondern im Verstehen.
Läuft das Ding? Film | 2026
Kinostart am 25. Februar 2026
Drama | Laufzeit: 2h04
Von Bradley Cooper | Mit Will Arnett, Laura Dern, Andra Day
Originaltitel: Is This Thing On?
USA
Dieser neue Film von Bradley Cooper bietet einen einfühlsamen Blick auf langfristige Beziehungen und die persönliche Neuerfindung.
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