Im Kino erwartet man den Film am 25. Februar 2026, Scream 7 kehrt zurück zu den Ursprüngen der Reihe: Kevin Williamson, Drehbuchautor des Originals, übernimmt die Regie beim siebten Teil, der von Paramount Pictures und Spyglass Media Group produziert wird. Der Film bringt Neve Campbell als Sidney Prescott zurück und versammelt auch Courteney Cox (Gale Weathers). Gleichzeitig setzt er auf einen Generationenwechsel: Mit Isabel May wird die nächste Hauptfigur eingeführt, die künftig im Kampf gegen Ghostface eine entscheidende Rolle spielt.
Mit dieser Ausrichtung knüpft die Franchise wieder an das an, was sie seit 1996 ausmacht: ein Slasher, der seine eigenen Genre-Konventionen kennt und nutzt, aber gleichzeitig auch die Entwicklung seiner Heldinnen sowie die Ängste der jeweiligen Zeit, die sie widerspiegeln, im Blick behält.
In der ruhigen Stadt, in der Sidney Prescott ihr Leben neu aufgebaut hat, taucht ein neuer Ghostface auf und weckt die Albträume, von denen sie glaubte, sie längst hinter sich gelassen zu haben. Die Angriffe nehmen wieder zu, und bald rückt die Gefahr immer näher – gerade in Sidneys engstem Umfeld, als ob die Vergangenheit einfach nicht ruhen will.
Als ihre Tochter zur nächsten Zielscheibe wird, bleibt Sidney keine andere Wahl, als den Kampf erneut aufzunehmen. Entschlossen, ihre Liebsten zu schützen, kämpft sie gegen die Dämonen ihrer eigenen Vergangenheit und versucht, einen Kreislauf der Gewalt endgültig zu durchbrechen – einen Teufelskreis, der sich scheinbar immer wieder aufs Neue rekonstruiert.
Nach den bedeutenden Gesichtern des jüngsten Wandels — darunter Jenna Ortega — rückt Scream 7 Isabel May in den Mittelpunkt und präsentiert sie als neue “Scream Queen” mit einer bedeutungsvollen Rolle: die der Tochter von Sidney Prescott. Ihre Figur vereint mehrere aktuelle Themen der Reihe: mit einem übertragenen Trauma leben, in den Schatten einer Überlebenden stehen, die zur Ikone geworden ist, und die Regeln eines Genres stetig neu zu definieren, das sich ständig im Wandel befindet.
Geboren im Jahr 2000 in Santa Monica, wurde die Schauspielerin durch Alexa & Katie bekannt, gefolgt von Young Sheldon. Anschließend beeindruckte sie in dem Independent-Film Let’s Scare Julie, der in einer einzigen, ununterbrochenen Einstellung gedreht wurde. Ihr Erfolg wurde mit 1883 (Prequel zu Yellowstone) weiter gesteigert, sowie mit 1923, in der sie die Figur der Elsa Dutton spielt — Erzählerin und tragische Gestalt. Dieser Weg, geprägt von Drama, Thriller und faszinierenden Charakteren, platziert sie ganz natürlich in eine Saga, in der weibliches Überleben auch eine Frage des Blicks, der Erzählung und des kollektiven Gedächtnisses ist.
In Frankreich hat Scream (1997) ein Meta-Slasher-Genre etabliert, das Humor und Bewusstsein für die Genre-Konventionen miteinander verbindet. Dieser Film prägte später Werke wie Ich weiß, was du letzten Sommer getan hast, Urban Legend oder die Parodien Scary Movie. In den 2000er Jahren wanderte der Horrorfilm immer mehr in Richtung eines direkteren Tons ab, geprägt durch Remakes und eine explizitere Brutalität, sichtbar bei Filmen wie Freitag der 13. (2003), Hostel oder Düsteres Ufer.
Im Zentrum dieser Entwicklung steht Sidney Prescott als moderne Heldin: Sie erlebt die Gewalt nicht nur, sondern erkennt sie, antizipiert sie und kehrt sie um. An ihrer Seite zeigt Gale Weathers (Courteney Cox) eine kämpferische, ehrgeizige Figur – eine machtvolle Stratege, die den Filmfranchise mit ihrer Kritik an Medien und Prominenz verbindet.
Nach Wes Craven, dem Regisseur der ersten vier Teile, und dem Duo Matt Bettinelli-Olpin/Tyler Gillett bei den jüngeren Filmen, übernimmt dieses Mal Kevin Williamson die Regie. Laut den bisher bekannten Infos zum Projekt soll der Fokus auf Spannung und Angst gelegt werden — eine Richtung, die auch das Comeback von Neve Campbell, die in Scream VI nach einem öffentlich ausgetragenen Gehaltsstreit im Jahr 2022 verpasst hatte, einschlägt.
Das Drehbuch stammt von Guy Busick (mit Beteiligung von Williamson) und basiert auf den von Williamson und Wes Craven erschaffenen Figuren. Die Produktion vereint William Sherak, James Vanderbilt sowie Paul Neinstein. Das bestätigte Cast umfasst auch Jasmin Savoy Brown, Mason Gooding, Anna Camp, Joel McHale, Mckenna Grace und Mark Consuelos.
Begonnen im Jahr 1996 und bis heute äußerst erfolgreich, hat die Scream-Reihe weltweit Einnahmen von rund 914 Millionen US-Dollar erzielt. Das Budget war dabei stets moderat: Der erste Film kostete nur 14 Millionen Dollar, während Scream VI etwa 35 Millionen Dollar verschlang. Vor dem neuesten Teil umfasst die Franchise bereits sechs Kinofilme sowie die TV-Serie Scream (2015–2019) mit drei Staffeln und insgesamt dreißig Folgen.
Die Entwicklung von Scream 7 war ebenfalls von Turbulenzen geprägt: Melissa Barrera wurde aus dem Projekt gedrängt, gefolgt vom Abschied von Jenna Ortega. Zudem zog sich Christopher Landon, der zeitweise am Film beteiligt war, zurück. In diesem Umfeld erscheint die Fokussierung auf Sidney Prescott und das Comeback von Williamson als ein Schritt zur kreativen Stabilisierung.
Vor diesem siebten Teil haben bereits zwölf Charaktere die Maske von Ghostface getragen, was den Eindruck verstärkt, dass es sich eher um eine “übertragbare” Figur handelt als um einen einzelnen Mörder. Der erste Film schöpfte zudem einen Teil seiner Inspiration aus dem Fall Danny Rolling, bekannt als „Gainesville-Erschläger“, ein amerikanischer Verbrecher, der für mehrere Morde in den Jahren 1989 und 1990 verurteilt wurde und 2006 hingerichtet wurde. Dieses reale Hintergrund sorgt auf subtile Weise dafür, die erschreckende Dimension eines Slasher-Films zu unterstreichen, der doch auf Distanzierung und das Bewusstsein für seine eigenen Klischees setzt.
Scream 7
Film | 2026
Kinostart: 25. Februar 2026
Horror – Thriller | Laufzeit: 1h54
Von Kevin Williamson | Regie: Guy Busick
Mit Neve Campbell, Courteney Cox, Isabel May
Originaltitel: Scream 7
USA
Zwischen nostalgischer Rückbesinnung, Meta-Ebene und generationellem Generationenwechsel kündigt sich Scream 7 als ein richtungsweisendes Kapitel der Reihe an – sowohl als Hommage an die Vergangenheit als auch als zeitgemäße Neuinterpretation des Slasher-Genres.
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