Der Hässliche: Neuer Thriller des Regisseurs von „Train to Busan“ – Trailer veröffentlicht

Von Julie de Sortiraparis · Aktualisiert am 21. Januar 2026 um 15:09
The Ugly, der neue Film von Yeon Sang-ho (Letzter Zug nach Busan), präsentiert seinen ersten Trailer. Ein koreanisches Drama und Thriller, das bald in den Kinos erscheint.

The Ugly markiert das Comeback von Yeon Sang-ho, dem Regisseur, der dem Publikum vor allem durch Train to Busan bekannt wurde. Vorgestellt als ein Drama mit Thriller-Elementen, erkundet dieser südkoreanische Spielfilm die dunklen Seiten der jüngeren Geschichte des Landes durch eine persönliche und familiäre Ermittlungsreise. Der Film wird in Kürze in Frankreich veröffentlicht, und der offizielle Trailer wurde soeben veröffentlicht.

Geschrieben und inszeniert von Yeon Sang-ho, setzt The Ugly seine Spur in einer Filmreihe, die sich durch eine intensive Auseinandersetzung mit sozialer Gewalt, kollektiver Erinnerung und moralischen Konflikten auszeichnet – Themen, die bereits in Seoul Station oder Psychokinesis im Mittelpunkt standen. Das Ensemble besteht aus Park Jeong-min, Kwon Hae-hyo und Shin Hyun-been.

Geboren blind, ist ein renommierter Meisterhandwerker, bekannt für die Schönheit der Siegel, die er graviert, und lebt mit seinem einzigen Sohn abgeschieden. Ihr Alltag wird erschüttert, als die Knochen seiner vor vierzig Jahren verschollenen Frau entdeckt werden. Der Sohn beginnt eine Untersuchung in die verborgen gebliebenen Vergangenheit, die nach und nach Geheimnisse ans Licht bringt – über Gewalt, Vorurteile und das, was der Film als die „menschliche Hässlichkeit“ bezeichnet.

Mit dieser Suche nach der Wahrheit erzählt The Ugly eine Geschichte, die in zwei Zeitebenen spielt und persönliche Dramen mit historischem Nachdenken verbindet – ohne dabei ins Spektakuläre abzudriften.

Der Trailer zu The Ugly

Mit The Ugly wollte Yeon Sang-ho eine Allegorie auf einen entscheidenden Abschnitt der südkoreanischen Geschichte schaffen: die 1970er Jahre, eine Ära, die von einer nationalen Obsession für das Wirtschaftswachstum geprägt war. Die Figur des Vaters, Im Yeong-gyu, der trotz seiner Erblindung zu einer respektierten Persönlichkeit geworden ist, verkörpert diesen Erfolg, der zum Vorbild erhoben wurde. Im Gegensatz dazu dient die Mutterfigur als Spiegel für die verborgenen Gewalttaten und Ausgrenzungen, die hinter dem offiziellen Narrativ verborgen bleiben.

Der Film stellt die Frage, wie eine Gesellschaft gleichzeitig technologischen Fortschritt und persönliches Leiden hervorbringen kann, und verbindet dabei die Suche des Sohnes als roten Faden zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver Geschichte.

The Ugly wurde unter strengen Produktionsbedingungen gedreht: Zwei Wochen Vorbereitungszeit, dreizehn Tage Dreh und ein kleines Team von etwa zwanzig Personen. Da es nicht möglich war, authentische Außendrehs im Stil der 1970er Jahre zu realisieren, entschloss sich die Produktionscrew, mehrere Szenerien komplett nachzubauen – darunter die Straßen von Cheonggyecheon oder ein Textilbetrieb. So entstand ein detailgetreues Nachbild Seouls jener Zeit.

Der Produktionsdesigner Lee Mok-won griffte besonders auf persönliche Archive und Fotografien zurück, während Kostüme und Make-up bis ins kleinste Detail ausgearbeitet wurden, um eine Epoche authentisch wiederzugeben – ganz ohne digitale Effekte.

Die Bildsprache von Pyo Sang-woo basiert auf einer klaren Farbtrennung: Retro-Farbpaletten für die Szenen der Vergangenheit und kühlere Töne für die Gegenwart. Die Originalmusik, komponiert von Chai Min-joo, verbindet Streicher, Atmosphärengeräusche und elektronische Percussion, um eine stetige Spannung aufzubauen und die spirituelle Tiefe der Geschichte zu unterstreichen.

Das Ganze besticht durch eine schlichte und sinnliche Inszenierung, bei der Atmosphäre und Emotionen im Vordergrund stehen – klare Erklärungen treten dabei in den Hintergrund.

Park Jeong-min übernimmt eine zentrale Herausforderung, indem er zwei Versionen desselben Charakters in unterschiedlichen Epochen verkörpert, darunter die eines blinden Handwerksmeisters. Für diese Rolle trug er undurchsichtige Kontaktlinsen, absolvierte eine Ausbildung im Siegelgravieren und fertigte einige Requisiten selbst an, die im Film zu sehen sind. Kwon Hae-hyo kehrt später als älterer Charakter wieder und setzt auf eine konsequente, präzise Gestik, um die Kontinuität zu bewahren.

Shin Hyun-been verkörpert eine Figur, deren Gesicht niemals gezeigt wird. Sie spielt nur mit Stimme und Körpersprache, was direkte Auswirkungen auf die Kameraeinstellungen und die Lichtgestaltung hat.

The Ugly
Film | 2026
Kinostart: Demnächst in den Kinos
Drama, Thriller | Laufzeit: 1h42
Regie: Yeon Sang-ho | Mit: Park Jeong-min, Kwon Hae-hyo, Shin Hyun-been
Originaltitel: Eolgul
Herkunft: Südkorea

Mit The Ugly setzt Yeon Sang-ho seine Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und moralischen Brüchen fort. Dabei geht er einen deutlich intimier gewordenen Weg als in seinen früheren Filmen, bleibt aber dennoch fest in einer kraftvollen politischen und historischen Reflexion verankert.

Um das Kinoerlebnis zu verlängern, werfen Sie einen Blick auf die Kino-Starts im Februar, die aktuellen Filmhighlights und unsere Auswahl der spannendsten Thriller des Jahres.

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