Wenn das Koreanische Kulturzentrum und die Stiftung Fiminco zusammenarbeiten, entsteht eine originelle und interaktive Ausstellung, die unsere Beziehung zur künstlichen Intelligenz hinterfragt. Der südkoreanische Künstler Yiyun Kang, eine bekannte Figur der digitalen Kunst in Südkorea, hat drei immersive Installationen konzipiert, die uns der KI gegenüberstellen.
Diese Ausstellung, mit dem Titel Illumination, wird vom 24. April bis 21. Juni 2026 im Raum der Chaufferie präsentiert. Dort entdecken Besucher ungewöhnliche Werke, bei denen jeder seine Ängste und Hoffnungen im Zusammenhang mit neuen Technologien, insbesondere mit der KI, hinterfragen und ihnen gegenübertreten kann. Allmählich begleitet uns der Künstler in eine Reflexion, die sowohl intim als auch gesellschaftlich ist, und schafft Verbindungen zwischen Maschinen, Menschen und dem Lebendigen.
Die erste Installation heißt Great Anxiety. Das Werk thematisiert die Gefahren der KI und die Ängste vor dieser neuen Technologie: Arbeitsplatzverlust, die Verbreitung falscher Informationen, gefälschter Bilder, der Verlust der Autonomie… Der Künstler möchte diese Gefühle von Furcht und Beklemmung herausarbeiten, dabei aber Elemente von Schönheit und Faszination einfließen lassen, die die widersprüchlichen Empfindungen des Publikums symbolisieren, die es möglicherweise empfindet.
In Echo Chamber testen Besucher, wie sie mit einem Chatbot interagieren – der sie in zwei widersprüchliche Diskurse hineinzieht: einen ausgesprochen positiven, optimistischen und einen völlig fatalistischen. Meinungen ohne Nuancen, aus denen man kaum entkommt... Es sei denn, jemand gelingt es, diese extremen, schon fertigen Sichtweisen aufzubrechen und zu einer subtileren, von diesen Algorithmen unabhängigen Meinung zu gelangen.
Die neueste Installation von Yiyun Kang lädt uns dazu ein, unser Denken zu erweitern, indem sie das Digitale und das Lebendige, Menschliches und Maschinen miteinander verbindet, um ein friedlicheres und nützliches Ökosystem zu schaffen.
Interaktive Erfahrung, Lichtspiele, Soundtrack: Diese kostenlose Ausstellung spielt mit unseren Sinnen und taucht uns in die Digitalkunst und das Universum des Künstlers ein. Der Rundgang wird durch Arbeiten von vier jungen koreanischen Talenten ergänzt: Reales und Virtuelles treten gegeneinander an und verweben sich in diesen Werken, die die Beziehung zwischen Mensch und Digitalem hinterfragen. Die Künstler fordern uns auf, diese hoch technisierte Gegenwart neu zu betrachten, die ebenso heilsam wie zerstörerisch sein kann.
Die Ausstellung versammelt daher mehrere Werke, die darauf zielen, Besucher zu erreichen, zu hinterfragen und zum Nachdenken anzuregen. Den ersten Teil hat Yiyun Kang konzipiert und setzt sich mit der Angst vor künstlicher Intelligenz intensiv auseinander, während er zugleich einen poetischeren Dialog eröffnet. Seine erste Installation, Great Anxiety, basiert auf einer Lichtführung, die sowohl künstlich als auch natürlich wirkt, da der Ausstellungsraum der Stiftung sehr hell ist – die Inszenierung verändert sich daher im Laufe der Stunden. Da der Rundgang kostenlos ist, haben Sie die Freiheit, jederzeit zurückzukehren, um die Installation unter einem anderen Licht zu entdecken.
Achtung, einige Werke dieser Ausstellung können eine gewisse Anspannung auslösen, der man gewachsen sein sollte. Falls der Rundgang interaktive Installationen beinhaltet, ist eine davon textlich in Englisch ausgeschildert, weshalb man über einige Grundlagen verfügen sollte. Der zweite Teil der Ausstellung, der die Werke von HaYoung, Intae Hwang, Youngchan Ko und Jisoo You zeigt, ergänzt den Rundgang mit kontemplativen Stücken auf der einen Seite und explorativen Ansätzen auf der anderen — sehr unterschiedlich voneinander und vermitteln eine vielschichtige Perspektive auf digitale Kunst.
Man entdeckt ein erstaunliches virtuelles System, das uns dazu einlädt, das Wetter zu machen – im wahrsten Sinne des Wortes –, eine duftende Skulptur, die als Metapher für Cookies dient, eine Videoinstallation, die uns in die Welt der Katakomben-Entdecker führt, sowie ein gemeinschaftliches Kunstwerk, in dem jeder Besucher eine Spur hinterlassen kann.




Die gezeigten Werke sind ziemlich komplex und konzeptionell; es handelt sich nicht um eine spielerische Ausstellung, die sich an Familienpublikum richtet. Vielmehr bietet sie eine philosophische Auseinandersetzung mit den Dilemmata und Herausforderungen, die auf die Menschheit zukommen, begleitet von einer Form der Sensibilisierung durch die Kunst.
Die Fiminco-Stiftung präsentiert daher eine Ausstellung, die zum Nachdenken anregt und zugleich die Arbeiten von Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt zeigt. Die kostenfreie Ausstellung ist im Frühjahr in Romainville zu entdecken.
Termine und Öffnungszeiten
Von 24. April 2026 bis 20. Juni 2026
Standort
Fiminco-Stiftung
43 Rue de la Commune de Paris
93230 Romainville
Zugang
Metrolinie 5 Station "Bobigny - Pantin - Raymond Queneau".
Offizielle Seite
www.fondationfiminco.com







































