Schwarz ist niemals nur eine Farbe; hier wird es zu einer eigenständigen Sprache... In Paris präsentiert die Galerie La Lison vom 9. April bis 16. Mai 2026 Avant les cendres, eine Ausstellung von Fantôme über Schwarz, Linie, Texturen und Abstraktion, in einem Dialog zwischen bildender Kunst und Tattoo. Durch eine Serie an Originalwerken, die auf Strich, Schichtung und einer schnörkellosen visuellen Schrift basiert, macht der Künstler aus Schwarz ein Material, ein Licht und einen Projektionsraum.
Als Vorläufer der Ausstellung Cercles, in Nancy, Avant les cendres vertieft mehrere Ansätze, die schon in Fantômes Praxis präsent sind: Linie, Material, Reliefs – aber auch diese Art, Schwarz zu einem Projektionsraum zu machen, statt zu einer bloßen Farbe. Bei Fantôme fängt dieses Schwarz das Licht ein, offenbart Schwingungen, lässt Linien erscheinen und eine Form zugänglicher Abstraktion auftauchen, die weniger auf Erklärungen als auf Gefühl abzielt. Der Besucher wird nicht dazu eingeladen, eine klare Botschaft zu dechiffrieren, sondern in einen offenen mentalen Raum einzutauchen.
Notre retour sur l'exposition Avant les cendres à la galerie La Lison :
Die Ausstellung konnten wir schon vor der Eröffnung begutachten. An den Wänden hängen zahlreiche Arbeiten, alle in dunklen Tönen gehalten; der Künstler spielt mit Nuancen und Dichten, um verschiedene Schattierungen zu erzielen, fast wie Pierre Soulages. Die Farbwerte entstehen durch verschiedene Tuschen und Öle, aber auch durch Stoffe oder Asche – für unterschiedliche Effekte und eine Arbeitsweise, die über die bloße Monochromie hinausgeht.
Unsere Empfehlungen:
Die Galerie ist recht klein und lässt sich rasch durchqueren – daher nimmt man sich Zeit, jedes Werk einzeln zu bewundern, so der Gedanke. Zögern Sie außerdem nicht, die Räume der Galerie zu betreten: Auf unseren Fotos kommen Texturen und Schatten nicht vollständig zur Geltung (dem Fotografieren geschulht). Das ist nicht ideal, wenn Sie alle Feinheiten der Werke entdecken möchten. Viel Vergnügen beim Besuch!
Die Präsenz von Fantôme in der Galerie La Lison nimmt plötzlich Sinn an. Angerichtet im Rahmen des Salons La Bête Humaine, sucht die Galerie exakt den Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst und der Welt des Tattoos. Und genau auf diesem Terrain arbeitet der Künstler, der von der Leinwand über die Wand bis hin zur Haut geht. Er fasst es selbst so zusammen, indem er sich als „oft an der Grenze: ein Tätowierer mit einer Produktion bildender Kunst, ein Plastiker, der tätowiert“ beschreibt. Bei ihm ist die Linie nicht nur ein grafisches Element: Sie dient auch dazu, eine Grenze zu markieren – zwischen dem, was man zeigt, und dem, was man für sich behält, zwischen dem sichtbaren Bild und einem eher persönlichen Anteil.
Der Künstler erklärt außerdem, er wolle "eine universelle Sprache entwickeln, ohne Code, ohne Lesekniff, offen für Fantasie und Introspektion, zugänglich für alle". Vor den Aschen strebt vor allem danach, eine direkte Verbindung zum Besucher herzustellen, ohne ins Überdrehte zu verfallen. Mit seinen Schwarznuancen, Texturen und Formen, die aufs Wesentliche reduziert sind, bietet Geist eine nüchterne Ausstellung, die dem Blick und der Interpretation Raum lässt. Eine Art, auch die Frage zu stellen, was aus einem Werk wird, wenn es über seinen eigentlichen Ausstellungsort hinaus wandert.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 9. April 2026 bis 16. Mai 2026
Standort
galerie La Lison
5 Rue Pierre Chausson
75010 Paris 10
Zugang
Metro Linie 4 Station "Château d'eau" (Wasserturm)
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
www.instagram.com
Weitere Informationen
Ausstellungseröffnung am 9. April, ab 19:30 Uhr.























