In der Galerie La Lison bietet die AusstellungBodygraphie der multidisziplinären Künstlerin Valentina Peruch eine Auseinandersetzung mit der Darstellung des Körpers, sozialen Normen und den Wahrnehmungsmechanismen – präsentiert in einer Serie von Performances, Zeichnungen und Fotografien. Gezeigt wird sie in Paris und von einer Vernissage mit Live-Zeichnung begleitet; diese Ausstellung lässt sich vom 11. Juni bis zum 31. Juli 2026 erkunden. Zwischen Bewegung, Bild und grafischer Spur hinterfragt das Projekt, wie Identitäten entstehen und im gesellschaftlichen Raum sichtbar werden.
Der Rundgang gliedert sich in drei Teile. Der erste beschäftigt sich mit Stereotypen und den Strukturen, die Verhaltensweisen ordnen. Durch eine geometrische Tanzpraxis, inspiriert von tutting, Valentina Peruch inszeniert einen Körper, der festen Lese-Rahmen unterworfen ist. Eine perforierte Leinwand nimmt eine zentrale Rolle in der Szenografie ein und fungiert als Metapher für den Blick der Gesellschaft. Eine Fotoreihe aus dieser Performance vertieft die Auseinandersetzung mit Sichtbarkeit und Lesbarkeit von Körpern.
Der zweite Teil entwickelt dieses Konstrukt zu instabileren Formen weiter. Die Bewegung wird organischer und fragmentierter, während die bonebreaking- und contorsion-Praktiken neue Wahrnehmungen des Körpers einführen. Die durchbrochene Struktur wandelt sich allmählich unter dem Einfluss der Künstlerin, bis sie zu einem Bild der Infragestellung etablierter Kategorien wird. Die Zeichnung tritt direkt auf dem Träger auf und begleitet diese Transformation. Die Ausstellung betont außerdem, dass Glitches sind keine Fehler, sondern Momente, in denen das System seine innere Vielfältigkeit offenbart, und bietet damit eine nuancierte Lesart von Brüchen und Differenzen.
In der letzten Sequenz verschwindet der Rahmen zugunsten eines freieren Ausdrucksraums, in dem Körper, Kohle und Leinwand direkt miteinander interagieren. Die während der Performance entstandenen Zeichnungen werden zu physischen Spuren der Bewegung. Durch diesen Dialog zwischen Tanz, Fotografie, Zeichnung und symbolischer Architektur eröffnet Bodygraphie bei der galerie La Lison mehrere Denkanstöße zu zeitgenössischen Körperrepräsentationen und zu den verschiedenen Weisen, wie dieser wahrgenommen, gezeigt oder interpretiert werden kann.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 11. Juni 2026 bis 31. Juli 2026
Standort
galerie La Lison
5 Rue Pierre Chausson
75010 Paris 10
Zugang
Metro Linie 4 Station "Château d'eau" (Wasserturm)
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
www.galerie-la-lison.com























