Stellen Sie sich vor, Sie schlendern im 12. Jahrhundert durch Felder und Weinberge, statt durch die heute bekannten breiten Straßen der Stadt: Das war der Alltag der Bewohner von Auteuil und Passy, die erst im Jahr 1860 zu Paris eingemeindet wurden. Damals war das heutige 16. Arrondissement weder gepflastert noch im Haussmann-Stil gestaltet: Es war ein ruhiges Landstück, bedeckt mit Wäldern und Weinbergen, die den Parisern schon lange vor Montmartre Wein lieferten, bevor dieser für seine Weine berühmt wurde.
Im 15. Jahrhundert siedelten sich die Minimes von Passy auf den Höhen der Hügelkette an. Die Mönche bebauten dort einige Arpente Weinberge in einem Anwesen zwischen der heutigen rue des Vignes und der rue Vineuse – Straßenbezeichnungen, die noch heute an die einstige Weintradition erinnern. Auf den Hügeln oberhalb der Seine sollen die vom Fluss benetzten Böden einen Wein hervorgebracht haben, der damals bereits geschätzt wurde – möglicherweise sogar am Hof von Ludwig XIII. – bevor die rapide Urbanisierung im 19. Jahrhundert diese weinbauliche Geschichte abrupt beendete.
Man könnte meinen, diese Weinberge seien längst verschwunden, doch ihre Erinnerung ist fast lebensecht: Unter dem heutigen Weinmuseum zeugen die ausgehöhlten Keller, die ab dem 15. Jahrhundert als Lagerstätten für den Wein dienten, vom früheren Weinbau im Viertel Passy.
Le M., Weinmuseum in Paris: Weinproben, Restaurant, Ausstellungen, Konzerte & Partys!
Wussten Sie, dass Paris ein eigenes Weinmuseum besitzt? Diese historische Institution im 16. Arrondissement der Hauptstadt lädt Sie zu einem Spaziergang durch ihre Gewölbekeller aus dem 15. Jahrhundert ein, um Ihnen alle Geheimnisse der Weinkultur zu enthüllen. Der renovierte und in M. Musée du Vin umbenannte Ort verspricht ein reichhaltiges Programm mit Restaurants, Verkostungskursen, Geschmackserlebnissen, temporären Ausstellungen, Konzerten und Pariser Abenden. [Mehr lesen]
Heute lädt dieser außergewöhnliche Ort – der über 2.000 Objekte rund um die Arbeit im Weinberg und die Weinherstellung beherbergt – die Besucher ein, unter die Hügel zu blicken und sich vorzustellen, wie das ländliche Leben in Paris vor der Industrialisierung aussah.
Und das ist kein Mythos! Bereits in der gallo-römischen Zeit war die Region um Paris – die Île-de-France – bekannt für ihre ausgedehnten Weingüter. Im Mittelalter bestanden diese Weinanbaugebiete neben einer lebhaften Landschaft aus Feldern, Wäldern und kleinen Dörfern.



Wussten Sie schon? Die Île-de-France: einst das größte Weinbaugebiet der Welt!
Entdecken Sie, wie die seit der Antike angepflanzten Reben die Île-de-France im 18. Jahrhundert zum weltweit größten Weinanbaugebiet machten (über 40.000 ha), und erkunden Sie die städtischen und ländlichen Weinberge, die diese prestigeträchtige Tradition heute wieder aufleben lassen. [Mehr lesen]
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