Les Mureaux, im Département der Yvelines, bietet der Oseraie-Park eine grüne Oase für Spaziergänger und Familien. Durchsetzt mit Überresten vergangener Zeiten beherbergt er im Zentrum eine malerische Villa: die Maison Bouvaist. Diese wurde kürzlich im Januar 2026 als regional schützenswertes Kulturgut eingestuft. Aber was ist ihre Geschichte?
Der Name stammt von seinem letzten privaten Besitzer, Doktor Bouvaist. Ursprünglich wurde das Haus jedoch von Henri-Félix Michelet gebaut, der es aus Backstein und Meuliere stein errichten ließ. Für dieses Projekt war der Architekt Jules Saulnier verantwortlich: Falls Ihnen sein Name oder der Stil der Villa bekannt vorkommen, ist das kein Zufall — er war auch an der Gestaltung des ehemaligen Menier-Schokoladenwerks in Noisiel beteiligt.
Erbaut Ende des 19. Jahrhunderts, in einer Zeit, als die Umgebung von Paris besonders wohlhabende Familien anzog, die die Natur suchten. Dank des Ausbaus der Eisenbahn und der Nähe zur Seine wurde Les Mureaux zu einer attraktiven Adresse für alle, die dem Trubel der Stadt entfliehen wollten, ohne auf die Verbindung zur Hauptstadt verzichten zu müssen.
Der malerische Stil, der zu damaliger Zeit äußerst beliebt war, setzte auf lebendige Fassaden, abwechslungsreiche Volumen und kunstvoll gestaltete Dächer. Im Gegensatz zu streng symmetrischen Gebäuden wirkt hier alles freier und fast romantisch. Mit dem Verlauf des 20. Jahrhunderts verändert sich die Stadtlandschaft. Die Gemeinde wächst, die Bedürfnisse wandeln sich, und schließlich wird Privateigentum in einen öffentlich zugänglichen Raum integriert: den Oseraie-Park. Die Villa selbst bleibt bestehen. Heute gehört sie zur Gemeinde und beherbergt die Vereinsheim.
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