Diese Basilika beeindruckt gleichermaßen durch ihre Architektur wie durch den Schatz, den sie beherbergt.

Von Laurent de Sortiraparis · Aktualisiert am 7. Juli 2026 um 17:31
Ein bedeutendes Monument des 19. Jahrhunderts, zieht dieses Gotteshaus ebenso alle Blicke auf sich – durch seine Ausmaße und seine neoromanische Architektur – wie durch den Schatz, der es zwischen seinen Mauern birgt. Seit Jahrhunderten zieht eine der bekanntesten Reliquien des Christentums Gläubige, Neugierige und Kulturbegeisterte hierher und macht diesen Ort zu einem der bedeutendsten Wallfahrtsorte Frankreichs.

Noch lange bevor ihr Turm die Landschaft dominierte, zog dieser Ort schon Pilger und Gläubige an, die eine außergewöhnliche Reliquie verehren wollten. Die Basilika Saint-Denys von Argenteuil im Val-d'Oise, die als Patrimoine d'intérêt régional ausgezeichnet ist, beherbergt tatsächlich die Sainte Tunique, die der Überlieferung nach das Gewand Christi während der Passion war. Doch auch das Bauwerk selbst lohnt den Abstecher – sowohl wegen seiner Architektur als auch wegen der Geschichte, die es erzählt.

Wenn die Basilika den Namen Sankt-Denis trägt, dem ersten Bischof von Paris und einer zentralen Gestalt des Christentums in der Île-de-France, ist ihre Geschichte auch eng verbunden mit der ehemaligen Abtei Notre-Dame d'Argenteuil. Nach Überlieferung soll Karl der Große dort im Jahr 803 die Sainte Tunika abgelegt haben. Im 19. Jahrhundert, als die alte Pfarrkirche zu baufällig geworden war, wurde zwischen 1862 und 1865 auf einem benachbarten Grundstück eine neue errichtet, unter der Leitung des Architekten Theodore Ballu, dem auch die Trinitätskirche und der Wiederaufbau des Hôtel de Ville de Paris zugeschrieben wird.

Man kann den imposanten 57 Meter hohen Glockenturm, der von weitem sichtbar ist, ebenso wenig übersehen wie das breite dreifache Portal, das den Eingang markiert. Vom neoromanischen Stil inspiriert, zeichnet sich die Basilika auch durch eine seltene Besonderheit aus: Am Giebeldreieck prangt die Devise "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit", Erbe der öffentlichen Finanzierung vor dem Gesetz zur Trennung von Kirche und Staat. Im Inneren fällt Licht aus den Buntglasfenstern in eine monumentale, lateinisch gekreuzte Langkirche, während die Kapelle der Heiligen Tunika die spirituelle Bestimmung erinnert, die dem Ort seinen Ruhm verleiht.

Im Jahr 1898 wurde sie zur Minorbasilika erhoben, touchée durch die Bombardements des Seconde Guerre mondiale und anschließend restauriert, ist die Kirche heute ein lebendiges Gotteshaus und ein bedeutendes Wallfahrtsziel. Die großen Ostensions der Sainte Tunique ziehen weiterhin Hunderttausende Besucher an, während ihre von Théodore Ballu entworfene Architektur sie zu einem der markantesten Monumente des religiösen Erbes des Val-d'Oise macht.

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