Luxemburggarten: Kennen Sie die wenig bekannte Geschichte seiner berühmten grünen Stühle?

Von Laurent de Sortiraparis · Fotos von My de Sortiraparis · Aktualisiert am 21. Juli 2026 um 19:26
Im Luxemburger Garten, aber auch in den Tuileriengärten und in mehreren anderen Pariser Gärten, begleiten die berühmten grünen Stühle die Spaziergänger seit mehr als einem Jahrhundert. Hinter dieser ikonischen Möblierung verbirgt sich eine Geschichte, die in den 1920er-Jahren entstanden ist.

In den Pariser Gärten wirkt manches Dekorationselement schon immer präsent zu sein... So gehören auch diese grünen Stühle, die man je nach Sonne, Schatten oder einer Pause am Becken verschiebt. Zunächst mit dem Luxemburger Garten in der kollektiven Vorstellung verbunden, sind sie heute in mehreren Pariser Gärten zu finden, insbesondere in den Tuileries. Aber was ist ihre Geschichte? Diese reicht bis ins Jahr 1923 zurück, als ein neues Sitzmodell entwickelt wurde, um schwereres und unpraktischeres Mobiliar zu ersetzen. Dank der leichten Beweglichkeit ermöglichen diese Stühle den Spaziergängern eine ungewöhnliche Freiheit in der Nutzung des öffentlichen Raums.

Visuel Paris 1er - jardin des Tuileries automneVisuel Paris 1er - jardin des Tuileries automneVisuel Paris 1er - jardin des Tuileries automneVisuel Paris 1er - jardin des Tuileries automne

Bevor sie auftauchten, waren die jardins vor allem mit Stühlen aus Gusseisen und Holz ausgestattet, die schwerer waren und sich nur unwegsam bewegen ließen. Zu Beginn der 1920er-Jahre bemüht sich die Verwaltung des Sénat, der den jardin du Luxembourg betreut, um eine Modernisierung dieses Mobiliars. Ein zu dieser Zeit entwickeltes Modell aus Vollmetall soll robuster, leichter und besser stapelbar sein. Sein größter Vorteil bleibt seine Mobilität: Jeder Besucher kann seinen Platz wählen und den Stuhl im Verlauf des Tages verschieben.

Im Laufe der Jahrzehnte hat sich die Silhouette dieser Sitzmöbel kaum verändert. Ihre Lehne aus Metallstreben, ihre feine Struktur und ihr Grünton sind bei den Stammgästen der Pariser Gärten längst vertraut. 2004 inspirierte dieses Modell auch den Designer Frédéric Sofia, der für Fermob eine zeitgenössische Version namens Luxembourg entwarf. Leichter und aus Aluminium gefertigt, greift sie die Linien des historischen Möbels auf und steht heute auf zahlreichen Terrassen sowie in privaten Gärten.

La Neige à Paris - Jardin des TuileriesLa Neige à Paris - Jardin des TuileriesLa Neige à Paris - Jardin des TuileriesLa Neige à Paris - Jardin des Tuileries

Die grünen Stühle begleiten nach wie vor die einfachsten Alltagsnutzungen der Pariser Gärten: Lesen, Reden, Passanten beobachten oder eine Pause zwischen zwei Spaziergängen einlegen. Ihre Geschichte erinnert vor allem daran, dass ein auf Praktikabilität ausgerichtetes Objekt letztlich zu einem dauerhaften Orientierungspunkt im Pariser Stadtbild werden kann.

Diese Seite kann KI-gestützte Elemente enthalten, weitere Informationen finden Sie hier.

Praktische Informationen
Comments
Verfeinern Sie Ihre Suche
Verfeinern Sie Ihre Suche
Verfeinern Sie Ihre Suche
Verfeinern Sie Ihre Suche