Lust, den Wald von Fontainebleau mit dem Fahrrad zu entdecken, ohne einem Auto zu begegnen? In der Seine-et-Marne (77), weniger als eine Stunde von Paris entfernt, zeichnen die sanften Verbindungswege des Pays de Fontainebleau markierte und sichere Routen zwischen Städten und Dörfern, geteilt von Wanderern und Radfahrern. Wir haben die Strecke ab dem Bahnhof Fontainebleau-Avon getestet, in Richtung Bois-le-Roi und zurück, und berichten Ihnen von unseren Eindrücken, unseren Favoriten und unseren praktischen Tipps.
Vier sanfte Verbindungen verbinden heute Fontainebleau, Bois-le-Roi, Samois-sur-Seine und Barbizon. Erkennbar an ihren grünen Markierungen in den Bäumen und den kleinen Schildern, die die verbleibende Distanz anzeigen, lassen sich diese Wege ruhig hintereinander absolvieren – zwischen Kulturerbe, Ufern der Seine und pittoresken, charaktervollen Dörfern.
Der erste Abschnitt, die sogenannte Grüne Route, verbindet den Bahnhof Fontainebleau-Avon mit dem Reitstadion Grand Parquet über sieben Kilometer (14 Kilometer Hin- und Rückweg). Eine gleichmäßige, wenig hügelige Strecke, die an prächtigen Villen der Kaiserstadt vorbeiführt, bevor sie das Ökotourismuszentrum La Faisanderie passiert – Ausgangspunkt zahlreicher Wanderungen, mit seinen Holztischen, die sich perfekt für ein Picknick eignen. Die Stadt erläutert diese Anlage auf der Website von Fontainebleau.
Für unseren Test haben wir unsere Räder bei dem sympathischen Laden À la Petite Reine abgeholt, eine Institution aus Bellefontaine, die Radfahrer seit 1980 begleitet. Mutig, aber nicht töricht, entschieden wir uns für Elektrofahrräder, damit konnten wir weiter fahren und auch die Hügel ohne allzu großen Kraftaufwand bezwingen. Rechnen Sie mit 20 Euro pro Tag für ein herkömmliches Fahrrad, etwas mehr fällt für die Elektrounterstützung an.
Weiter geht es zur sanften Verbindung Fontainebleau-Bois-le-Roi, einer Strecke von 7,7 Kilometern, die sich tief in den Wald hineinzieht, bevor sie die Ufer der Seine erreicht.
Unterwegs lohnt sich ein kleiner Abstecher, der bis zum Denecourt-Turm führt, diesem Steinblickpunkt, der im 19. Jahrhundert von Claude-François Denecourt erbaut wurde — dem Pionier der markierten Wanderwege. Von der Turmspitze reicht der Blick über den Wald von Fontainebleau und die umliegende Landschaft bis zum Horizont; ein Panorama, das den Aufstieg mehr als verdient.
Um bis Bois-le-Roi zu gelangen, merkt man, dass es bergab geht. Ist der Weg dorthin einfach, wird der Rückweg schwieriger. Das sei gesagt: Mit E-Bikes klappt das reibungslos.
Wissenswert: Bois-le-Roi ist aus Paris-Gare de Lyon in rund 40 Minuten erreichbar – mit einem einfachen Ticket, das auch eine Rückfahrt in die andere Richtung ermöglicht.
Von Bois-le-Roi aus führt eine weitere sanfte Verbindung nach Barbizon über Chailly-en-Bière, rund 13 Kilometer. Das Dorf ist berühmt für seine Kirche, die im Hintergrund von Jean-François Millets L'Angélus zu sehen ist, gemalt in einem nahegelegenen Feld. Die Route, vom Office de Tourisme du Pays de Fontainebleau auf Cirkwi beschrieben, führt durch zunehmend waldreiche Landschaften, bevor sie das Malerdorf erreicht, das am Waldrand liegt.
Vor Ort vertiefen das Departementalmuseum der Barbizon-Maler und das Ateliermuseum von Jean-François Millet das Eintauchen, während der Malerpfad dazu einlädt, die Landschaften zu entdecken, die die Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts inspirierten. So wird der Radausflug zu einer echten kulturellen Auszeit.
Gestehen wir es uns ein: Die Wegweiser sind manchmal etwas dezent. Bei Unsicherheit orientieren Sie sich an den grünen Farbflicken, die den Weg säumen, und laden Sie im Voraus die Karten auf der Website von Fontainebleau Tourisme herunter. Eine App hilft Ihnen, den richtigen Kurs zu halten, doch im Wald reicht das Netz nicht überall, und ehrlich gesagt ähneln sich auch Bäume ziemlich stark.
Am Ende haben wir diese grüne, beschauliche Art, die Dörfer des Pays de Fontainebleau zu verbinden, wunderbar gefunden – fern von Autos und nah an der Natur. Diese sanften Verbindungen richten sich gleichermaßen an Familien wie an Gelegenheitsradler; der Elektromotor glättet die wenigen Anstiege, je nachdem, ob man die Anstrengung mag. Der Großteil der Strecke bleibt flach, und die Herausforderungen liegen eher im Untergrund zwischen Sand und Erde. Und auch Wanderer kommen hier auf ihre Kosten, denn die Wege werden von Fußgängern und Radfahrern gleichermaßen genutzt.
Lust, das Wandern fortzusetzen? Wir empfehlen Ihnen auch unsere liebsten Wanderwege im Fontainebleau-Waldmassiv, unsere Lieblingsrouten rund ums Fontainebleau-Massiv, sowie den Erosionspfad, den barrierearmen Spaziergang zur Entdeckung der Schluchten von Apremont, zwischen Barbizon und Fontainebleau.
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
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Standort
Fontainebleau
Fontainebleau
77300 Fontainebleau
Tarife
Kostenlos
Empfohlenes Alter
Für alle
Offizielle Seite
www.fontainebleau-tourisme.com



































