Ernest Cole, Fotograf: Der Dokumentarfilm von Raoul Peck landet jetzt auf Netflix

Von Julie de Sortiraparis · Aktualisiert am 27. Februar 2026 um 17:11
Ernest Cole, Fotograf – das von Raoul Peck produzierte Dokumentarfilm wird bei den Cannes 2024 gezeigt und erscheint am 25. März 2026 auf Netflix.

Unter der Regie von Raoul Peck ist Ernest Cole, Fotograf ein Dokumentarfilm Franco-amerikanischer Produktion, der das Leben des südafrikanischen Fotografen Ernest Cole beleuchtet. Bei der Special Screening auf den Filmfestspielen Cannes 2024 gezeigt, lief der Film am 25. Dezember 2024 in französischen Kinos an und ist ab dem 25. März 2026 auf Netflix abrufbar. Produziert unter anderem von Velvet Film und in Frankreich von Jour2Fête vertrieben, setzt der Film die Beschäftigung des haitianischen Regisseurs mit bedeutenden Persönlichkeiten der afroamerikanischen und afrikanischen Geschichte fort.

In diesem Porträt erzählt Raoul Peck die Lebensgeschichte von Ernest Cole, der als erster schwarzer unabhängiger Fotograf Südafrikas gilt. Sein Werk House of Bondage, das 1967 im Alter von nur 27 Jahren veröffentlicht wurde, offenbart der Welt die grausamen Realitäten des Apartheid-Regimes. Diese internationale Anerkennung führt zu seinem Ausschluss aus Südafrika und zwingt ihn ins Exil – zunächst nach New York, später nach Europa, wo er eine fotografische Arbeit fortsetzt, die von Wanderung und Unsicherheit geprägt ist.

Der Film beleuchtet auch die Einsamkeit des Künstlers angesichts der Gleichgültigkeit eines Teils des westlichen Welt gegenüber den Gewalttaten des segregationistischen Regimes. Durch die Verwendung von Archivmaterial, Briefwechseln und einer mit Leben gefüllten Erzählung, in der Lakeith Stanfield in der Originalversion zu hören ist, rückt die Dokumentation die inneren Konflikte eines Schöpfers in den Mittelpunkt, der mit dem Verlust seiner Orientierung kämpft. Die Entdeckung im Jahr 2017 von 60.000 Negativen, die in einem Safe einer schwedischen Bank aufbewahrt wurden, bildet ein zentrales Element der Geschichte und verleiht einem Werk, das lange zerstreut war, eine völlig neue Sichtbarkeit.

Der Trailer zu Ernest Cole, Fotograf

Raoul Peck, qui a occupé le poste de président de La Fémis durant près de dix ans, revient cette fois à la réalisation de documentaires, huit ans après I Am Not Your Negro (2016), un film dédié à James Baldwin, récompensé notamment par le César du meilleur documentaire en 2018. Comme dans ses œuvres précédentes, il mêle images d’archives, analyse politique et réflexions sur la mémoire. Selon Thierry Frémaux, délégué général du Festival de Cannes, la section des Séances Spéciales met en avant des œuvres « plus personnelles », une orientation parfaitement en phase avec ce projet centré sur une figure artistique et politique majeure.

Der Dokumentarfilm wählt einen nüchternen und analytischen Ton, legt besonderen Wert auf historische Kontextualisierung und die Kraft fotografischer Bilder. Er richtet sich an Zuschauer, die sich für die Geschichte Südafrikas, den Kampf gegen die Apartheid und die Lebenswege engagierter Künstler interessieren. In der Tradition von Dokumentarwerken wie I Am Not Your Negro stellt er die Verbreitung der Bilder und deren Rolle bei der Schaffung eines internationalen Bewusstseins gegenüber Unterdrückungssystemen infrage.

Ernest Cole, Fotograf
Dokumentarfilm | 2024
Kinostart: 25. Dezember 2024
Auf Netflix ab 25. März 2026
Dokumentarfilm | Laufzeit: 1h45
Regie: Raoul Peck | Mit Lakeith Stanfield
Originaltitel: Ernest Cole: Lost and Found
Herkunft: Frankreich, USA

Indem er den Lebensweg von Ernest Cole nachzeichnet und dessen Nachlässe neu entdeckt, kreiert Raoul Peck einen filmischen Erinnerungsarbeit, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbindet. Dabei verankert er die Geschichte der Apartheid in einer umfassenderen Reflexion über den Fluss der Bilder und die Verantwortung des Blicks.

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Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Ab dem 25. März 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.
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