Angesichts eines Ozon-Polllutionsereignisses, das sich über mehrere Tage erstreckt, hat die Präfektur der Pariser Polizei die Einführung von Beschränkungen in der Île-de-France angekündigt, die ab diesem Donnerstag, 28. Mai 2026 um 12:00 Uhr gilt und bis zum Samstag, 30. Mai 2026 um 23:59 Uhr andauert. Die zentrale Maßnahme dieses Vorgangs: die Differenzierte Verkehrsbeschränkung, die den Zugang ins Innengebiet der Region nur noch emissionsarmen Fahrzeugen gestattet. Das Ereignis betrifft alle acht Départements der Île-de-France, von Seine-Saint-Denis bis Yvelines.
Konkret bedeutet die Differenzierte Verkehrsbeschränkung bzw. die Zulassung von Fahrzeugen nach Klassen, dass nur Fahrzeuge mit einer Crit'Air-Vignette der Klassen 0, 1 oder 2 innerhalb des durch die A86 begrenzten Rings (Rocade ausgenommen) fahren dürfen. Fahrzeuge der Crit'Air-Klassen 3, 4, 5 sowie nicht eingestufte Fahrzeuge müssen in der Garage bleiben, außer es liegt eine von der aktuellen Präfekturverordnung vorgesehene Ausnahme vor. Es sind Straßenkontrollen vorgesehen, um die Einhaltung dieser Vorgaben zu überwachen.
Außerdem werden die Temposgrenzen gesenkt auf dem gesamten Straßennetz der Region: auf Autobahnen, die normalerweise 130 km/h zulassen, auf 110 km/h; dort, wo die Höchstgeschwindigkeit üblicherweise 110 km/h beträgt, auf 90 km/h; und 70 km/h auf Schnellstraßen sowie National- und Departementstraßen, die gewöhnlich mit 80 bzw. 90 km/h begrenzt sind. Die Lastwagen über 3,5 Tonnen im Transit haben außerdem die Verpflichtung, Paris über die Île-de-France-Ringstraße zu umfahren.
Es ist kein Zufall, dass diese Episode mitten in der Hitzewelle auftritt. Laut Airparif, dem Überwachungsverband für die Luftqualität in Île-de-France, begünstigen die starke Sonneneinstrahlung in Verbindung mit hohen Temperaturen die photochemische Ozonbildung. Die Informations- und Handlungsschwelle, die bei 180 µg/m³ festgelegt ist, wird voraussichtlich überschritten werden, was ein reales Gesundheitsrisiko darstellt, insbesondere für gefährdete Personen. Es handelt sich um eine anhaltende Episode, die seit drei Tagen andauert und bis Samstag andauern könnte.
Der Notfallplan geht über die bloße Verkehrssituation hinaus. Der Präfekt fordert außerdem die vorübergehende Einstellung der umweltbelastendsten Industrieaktivitäten und die Verschiebung der Wartungsarbeiten, die flüchtige organische Verbindungen enthalten (Lösungsmittel, Farben, Lacke, Klebstoffe) in Grünanlagen, öffentlichen Gärten und Privatgrundstücken. Die Maßnahmen betreffen sowohl Fachleute als auch Privatpersonen, die an diesem Wochenende Bauarbeiten planen.
Für Francilien, die ihr Auto auf dem Parkplatz stehen lassen möchten, aktiviert Île-de-France Mobilités den Antipollution-Tarif bis einschließlich Samstag: Für 5,10 Euro pro Tag ist es möglich, unbegrenzt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln im gesamten Netz zu fahren (außer Flughäfen). Eine konkrete Alternative, um sich fortzubewegen, ohne die Situation weiter zu verschärfen.
Die Präfektur empfiehlt außerdem, vermehrt im Homeoffice zu arbeiten, Fahrgemeinschaften zu nutzen und Outdoor-Aktivitäten mit hoher Intensität zu vermeiden, insbesondere für Kinder, ältere Menschen sowie Personen mit Atemwegs- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Drinnen sollten während der heißesten Stunden besser die Fenster geschlossen bleiben. Um die Entwicklung der Luftqualität in Echtzeit zu verfolgen, finden sich die Informationen auf der Website der Präfekturpolizei und auf der des ARS Île-de-France.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 28. Mai 2026 bis 30. Mai 2026



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