Die Manga-Ausstellung im Musée Guimet entpuppt sich als eine außergewöhnliche Reise durch die Geschichte des japanischen Comics. Entdecken Sie vom 19. November 2025 bis zum 9. März 2026, wie sich Mangasals bedeutende Kunstform etabliert haben, die ihre Wurzeln in der japanischen Tradition hat und gleichzeitig die moderne visuelle Erzählkunst revolutioniert.
Diese außergewöhnliche kulturelle Ausstellung findet in den drei Galerien des Musée national des arts asiatiques - Guimet statt, das sich an der 6 place d'Iéna im 16. Dieser symbolträchtige Ort in der Nähe des Trocadéro ist täglich außer dienstags von 10 bis 18 Uhr geöffnet und bietet einen idealen Rahmen für diese künstlerische Entdeckung. Das Museum ist mit den U-Bahnen Iéna (Linie 9), Trocadéro (Linien 6, 9) oder Boissière (Linie 6) erreichbar und befindet sich nur wenige Schritte vom Eiffelturm entfernt, sodass Sie einen schönen kulturellen Spaziergang durch das Viertel Chaillot unternehmen können.
Der Rundgang beginnt mit einer Erkundung der Entstehungsgeschichte dieser populären Kunstform und zeigt die komplexen Einflüsse, die den modernen Manga geprägt haben. Wir erfahren mehr über die Bedeutung der japanischen Satirepresse, die Anfänge des Zeichentrickfilms und das faszinierende Kamishibai, eine Form des Straßentheaters für Kinder, die die kollektive Vorstellungskraft der Japaner geprägt hat. Die Ausstellung beleuchtet insbesondere die bemalten Rollbilder und illustrierten Bücher des 18. und 19. Jahrhunderts, die als Vorläufer des zeitgenössischen Mangas gelten.
Es ist unmöglich, diese Geschichte zu erzählen, ohne Osamu Tezuka zu erwähnen, eine Leitfigur, die in der Ausstellung vorgestellt wird. Sein Talent, sein umfangreiches Werk und seine Techniken machen ihn zu einer Persönlichkeit und haben ihm Titel wie „Vater des Mangas”, „Pate des Mangas” oder sogar „Gott des Mangas” eingebracht. Dieser visionäre Schöpfer, der von Walt Disney beeinflusst war, revolutionierte die japanische Erzählkunst mit mehr als 170.000 gezeichneten Seiten und etwa 700 signierten Werken. Seine emblematischen Kreationen wie Astro Boy und König Leo legten den Grundstein für den modernen Manga und führten die großen ausdrucksstarken Augen und filmischen Techniken ein, die bis heute für japanische Comics charakteristisch sind.
Die Ausstellung taucht dann in die japanische Gegenkultur der 1960er- und 1970er-Jahre und die alternativen Zeitschriften ein, die sie hervorgebracht hat. In dieser Zeit entstanden neue Erzählformen und eine gewagte Mischung der Genres, die den traditionellen Ansatz der grafischen Erzählung revolutionierten. Der Rundgang untersucht, wie diese Innovationen dazu beigetragen haben, Manga zu einem weltweiten Phänomen zu machen.
Einer der Höhepunkte wird dieser neuartige Dialog zwischen Figuren aus der japanischen Popkultur und den klassischen Werken des Museums sein. Diese kreative Gegenüberstellung wird eine faszinierende Brücke zwischen jahrtausendealter Tradition und Moderne schlagen und zeigen, wie die zeitgenössische Kunst aus dem kulturellen Erbe Japans schöpft. Die Ausstellung wird sich auch durch die Präsentation von Haute-Couture-Kleidern auszeichnen, die von der Manga-Welt inspiriert wurden und den anhaltenden Einfluss dieser Kunst auf die internationale Mode belegen.
Ein ganzer Raum ist eine Hommage an Hokusais ikonischen Holzschnitt "Unter der großen Welle vor Kanagawa" und seine zahlreichen Wiederaufnahmen in Mangas und franko-belgischen Comics. Die Große Welle ist einer der Drucke aus der Serie der "Sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji" von Katsushika Hokusai (1760-1849), einem Meister des Ukiyo-e-Genres, einem japanischen Begriff für "Bilder der schwebenden Welt". Dieser Abschnitt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie traditionelle japanische Bildcodes auch heute noch zeitgenössische Designer inspirieren.
Der dritte Teil lädt uns ein, die unbekannte Welt der althergebrachten grafischen Techniken zu entdecken. Von Traumblasen über Darstellungen von Lichtstrahlen bis hin zu explosiven Flatuositäten werden diese historischen Werke die Bandbreite der Register der japanischen Erzählkunst belegen, die Humor und erbauliche Geschichten mit bemerkenswerter technischer Meisterschaft verbindet.
Wenn Sie gerne lesen, erwartet Sie im ersten Stock eineManga-Bibliothek, in der Sie sich niederlassen und Ihrer Leidenschaft mit zahlreichen Werken zum Durchblättern frönen können.
Diese Manga-Ausstellung findet in einem besonders günstigen Kontext statt. Im Jahr 2023 wurden in Frankreich laut GfK 39,6 Millionen Exemplare verkauft, was mehr als jedem zweiten Comictitel entspricht. Dieser Erfolg macht unser Land nach Japan zum zweitgrößten Manga-Markt der Welt und bestätigt die französische Begeisterung für die japanische Kultur.
Die Veranstaltung wird vonEstelle Bauer, Kuratorin der Japan-Sammlung des Musée Guimet, und Didier Pasamonik, Verleger und Journalist mit Schwerpunkt Comics, kuratiert. Ihr Fachwissen garantiert einen rigorosen und zugleich zugänglichen Ansatz, der es sowohl Neulingen als auch Liebhabern ermöglicht, die künstlerischen und kulturellen Herausforderungen des Manga zu verstehen.
Um Ihre Entdeckungsreise fortzusetzen, bietet das Museum auch andere bemerkenswerte Ausstellungen wie„Königliche Bronzen von Angkor” an. Dieses reichhaltige Programm macht das Musée Guimet zu einem unverzichtbaren Ort für alle Liebhaber asiatischer Kunst.
Diese Ausstellung erinnert uns daran, dass hinter jedem Manga Jahrhunderte japanischer Kunsttradition stehen, die von visionären Schöpfern auf geniale Weise neu erfunden wurde. Eine tolle Entdeckung, um zu verstehen, wie eine japanische Volkskunst die Welt eroberte und nachhaltig die Animation, die Mode und die zeitgenössische Kunst beeinflusste. Reservierungen werden in Kürze auf der offiziellen Website des Museums möglich sein.
Verpassen Sie nicht diese Ausstellung, die vom 19. November 2025 bis zum 9. März 2026 zu sehen sein wird. Sie können in die Geschichte und die Welt des Manga eintauchen, zwischen künstlerischem Erbe und zeitgenössischen Kreationen. Ein Muss für alle, die diese Kunst, die auf der ganzen Welt fasziniert, entdecken oder wiederentdecken möchten.
Termine und Öffnungszeiten
Von 19. November 2025 bis 9. März 2026
Standort
Nationalmuseum für Asiatische Kunst Guimet
6, place d´ Iéna - 19, avenue d´ Iéna
75116 Paris 16
Zugang
Metro Linie 9 Station "Jena"
Offizielle Seite
www.guimet.fr











































































