Das Musée Lambinet in Versailles zeigt vom 16. Januar bis zum 22. März 2026 eine Ausstellung über Claude Simon, den Nobelpreisträger für Literatur im Jahr 1985. Die Schau legt den Fokus auf eine weniger bekannte Facette seines Schaffens: die bildnerische Produktion. Mit rund vierzig Zeichnungen, Collagen, Gemälden, Fotos sowie Archivdokumenten und privater Korrespondenz bietet die Ausstellung einen Einblick in seinen künstlerischen Ausdruck. Sie findet in den ständigen Sammlungen des Museums statt und setzt den Rahmen um die Inszenierung von La Séparation, dem einzigen Theaterstück des Autors, das vom 15. bis 17. Januar 2026 im Théâtre Montansier aufgeführt wird. Die Ausstellung erkundet die Verbindung zwischen Bild, Erinnerung und Schreiben.
Bekannt für seine Romane, die vom Neuen Roman geprägt sind, ist Claude Simon nicht nur ein Schriftsteller: Er ist auch ein bildender Künstler. Mit dieser Ausstellung eröffnet sich dem Publikum eine weniger medialisierte Seite seines Schaffens. Durch die Kombination verschiedener Materialien und persönlicher Dokumente bietet die Ausstellung eine chronologische und thematische Reise, die die kreativen Prozesse hinter seinen Texten sichtbar macht. Besonders die Mechanismen des Gedächtnisses, visuelle Schnitte und autobiografische Fragmente stehen im Dialog zwischen Schreiben und Bild.
Unter den ausgestellten Stücken finden sich mehrere originelle Collagen, die aus alten Fotografien und Druckmaterialien erstellt wurden und einen Einblick in die Art und Weise bieten, wie Claude Simon visuelle Komposition in seine literarische Arbeit integrierte. Ergänzt wird die Auswahl durch handgeschriebene Briefe und Dokumente aus der jeweiligen Zeit, die aus öffentlichen und privaten Sammlungen stammen. Diese Materialien gewähren Einblicke in seine künstlerischen Anliegen sowie in den Austausch mit anderen Schriftstellern und Künstlern.
Die Ausstellung untersucht ebenfalls den Einfluss der Kunstgeschichte auf das eigene Werk, von Nicolas Poussin bis hin zu Pierre Soulages. Bemerkenswert ist, dass im Auditorium des Museums eine Vortragsveranstaltung mit Mireille Calle-Gruber stattfindet, die Kuratorin dieser Ausstellung ist und eine Biografie von Claude Simon veröffentlicht hat.
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Termine und Öffnungszeiten
Von 16. Januar 2026 bis 22. März 2026
Standort
Lambinet-Museum
54 Boulevard de la Reine
78000 Versailles
Tarife
Tarif réduit : €5
Plein tarif : €7
Offizielle Seite
www.versailles.fr
Weitere Informationen
Geöffnet von Mittwoch bis Freitag jeweils von 12 bis 19 Uhr, sowie am Wochenende von 10 bis 19 Uhr























