Kennt ihr Brion Gysin? Geboren 1916 in Großbritannien, verstarb er 1986 in Paris. Dieser vielseitige Künstler begeisterte die alternativen Kulturszenen und Intellektuellen, während er gleichzeitig seinen eigenen Stil durchsetzte. Das Museum für Moderne Kunst der Stadt Paris widmet diesem heute eher unbekannten Künstler eine Ausstellung – die erste retrospektive Paris’, die seinem Werk gewidmet ist.
Vom 10. April bis zum 12. Juli 2026 zeigt die Ausstellung Brion Gysin, das letzte Museum über 140 Werke des britischen Künstlers. Besucher können Fotografien und Photomontagen, Zeichnungen, Gemälde sowie Arbeiten zur Kalligraphie und der Erfindung des Cut-up bewundern – ganz zu schweigen von der künstlerischen Erfahrung der Dreamachine.
Brion Gysin war tatsächlich ein Visionär. Abseits der traditionellen Techniken und Konventionen seiner Zeit wollte der Künstler die Kunst neu erfinden, indem er verschiedene Techniken und Medien miteinander verschmolz. Damit brachte er frischen Wind in den künstlerischen Ausdruck. Maler, Dichter, Performer, Musiker, Fotograf – jeder neue Talentzug war für ihn eine Gelegenheit, innovative Verbindungen zu schaffen.
Die Ausstellung zeigt die vielfältigen Facetten dieses Künstlers und skizziert die wichtigsten Stationen seiner Karriere. Man erfährt von seiner Faszination für Träume und Surrealismus, seinen Reisen, die seine Fantasie beflügelten, den magischen Spielen und Aufführungen, die seine Kollegen beeindruckten, sowie seinem Umgang mit der Realität und der Welt...
Um diese Ausstellung abzurunden, zeigt das Museum für Moderne Kunst Werke zeitgenössischer Künstler sowie Inspirationsquellen von Brion Gysin: Patti Smith, John Giorno, Keith Haring, William Burroughs, Françoise Janicot, Bernard Heidsieck, Victor Hugo…
Diese Ausstellung beleuchtet zwei bedeutende Projekte, die die Karriere von Brion Gysin maßgeblich prägten: den Cut-up und die Dreamachine. Im Geiste des surrealistischen Bewegungen experimentiert der Künstler mit Worten, mischt Sätze zu zufälligen Gedichten und schafft so völlig neue Ausdrucksformen. Außerdem spielt Gysin mit Licht und Mustern, indem er die Dreamachine entwickelt – einen rotierenden Zylinder, der angeblich zur Beruhigung und Entspannung der Zuschauer beitragen soll.
Auf dem Rundweg können Besucher einen Künstler entdecken oder erneut entdecken, der gern experimentiert und verschiedene Kunstformen miteinander vermischt. Das führt zu Werken, die teils verwirrend wirken, oft aber sehr farbenprächtig sind. Am Ende der Ausstellung lassen sich einige Arbeiten bewundern, die von der Errichtung des Centre Pompidou inspiriert sind – ein unerwarteter Wink nach Paris im Werk dieses amerikanisch-kanadischen Künstlers.
Dieser unklassifizierbare Künstler kann genauso gefallen wie verwirren. Die Ausstellung, klein im Format, aber gut bestückt, bietet uns einen interessanten Zugang zu Brion Gysin und seinem Underground-Kreis, für alle, die einen offenen Geist bewahren können.
Kommt und entdeckt die außergewöhnliche Arbeit dieses Künstlers im Museum für Moderne Kunst in Paris, ab dem Frühjahr 2026.
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Von 10. April 2026 bis 12. Juli 2026
Standort
Museum für Moderne Kunst in Paris
11, avenue du Président Wilson
75116 Paris 16
Tarife
Moins de 18 ans : Kostenlos
Tarif réduit : €15
Plein tarif : €17
Offizielle Seite
www.mam.paris.fr
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