Er bezeichnete sich selbst als „Maler des Schnees ”. Pekka Halonen (1865-1933) wird diesen Herbst und Winter in Paris geehrt. Vom 4. November 2025 bis zum 22. Februar 2026 zeigt das Petit Palais die erste große französische Retrospektive, die dem Werk dieses finnischen Malers, einem wahren Poeten des Schnees, gewidmet ist.
Die Ausstellung mit dem Titel „Pekka Halonen: eine Hymne an Finnland” bietet die Gelegenheit, das Werk dieses in Frankreich eher unbekannten Künstlers (wieder) zu entdecken. Dabei hat er seine Ausbildung in Paris absolviert und war Schüler von Paul Gauguin. Der Maler macht keinen Hehl aus seinen Einflüssen durch die künstlerischen Strömungen, die das Pariser Schaffen Ende des 19. Jahrhunderts prägten, wie Japonismus, Pleinairismus und Synthetismus.
Seine Spezialität? Gemälde von wilden Landschaften, mit einem unbestreitbaren Talent für die Darstellung des Winters. Der Künstler, der seinem Land und der dortigen Natur sehr verbunden ist, beschließt übrigens, sein Atelier namens Halosenniemi am Tuusula-See im Süden Finnlands einzurichten. Hier lässt er sich von seinem Garten inspirieren, um Werke voller Licht und Farbe zu schaffen, die sich im Laufe der Jahreszeiten verändern.
Mit mehr als 130 Werken aus den großen öffentlichen und privaten Sammlungen des Landes ist die Ausstellung „Pekka Halonen: eine Hymne an Finnland” eine Entdeckungsreise in die wilde Natur Finnlands und seine Geschichte, aber auch eine poetische und kontemplative Reise in das Herz der Malerei von Pekka Halonen.
Um seine gesamte Karriere – vom Ende der 1880er bis zum Beginn der 1930er Jahre – nachzuzeichnen, hat sich das Petit Palais für einen chronologisch-thematischen Rundgang entschieden. Eine Gelegenheit, die künstlerische Entwicklung des Malers besser zu verstehen. Man entdeckt dort auch die Künstler, die ihn inspiriert haben, seine Leidenschaft für Musik (der Künstler kannte übrigens den großen Komponisten Jean Sibelius sehr gut) und sein Spiel auf der Kantele (einem typisch finnischen Instrument, das einer Zither ähnelt) sowie seinen Lebensstil.
Der Besuch erhält eine weitere Dimension, wenn man sich seinem Atelier„Halosenniemi” nähert, das zu diesem Anlass mit Holzwänden und einem großen Erkerfenster mit Blick auf den berühmten See, denPekka Halonen so sehr bewunderte und beobachtete, nachgebaut wurde. In diesem Bereich werden insbesondere Alltagsgegenstände des Künstlers (Reise-Staffelei, Paar Ski, Kantele) gezeigt, aber auch die berühmten Gemälde, die vor Ort entstanden sind, sowie zeitgenössische Fotos des Hauses und seiner Umgebung. Kurz bevor man diesen Raum betritt, wird der Besucher eingeladen, dank einerDuftstation die beruhigende Wirkung des finnischen Waldes zu spüren. Die Retrospektive ist weit mehr als eine einfache Ausstellung, die das Leben und Werk des nordischen Malers nachzeichnet, sondern wurde als meditativer Spaziergang und Sinneserlebnis konzipiert.
Der Höhepunkt der Ausstellung befindet sich jedoch im letzten Saal mit dem Titel„Symphonique en blanc majeur”(Symphoniein Weiß). Hier kann man wahre Meisterwerke bewundern, die die leuchtende Weiße des Winters wunderbar wiedergeben. Über diesen Gemälden, die zu stiller Kontemplation einladen, hat das Petit Palais 30 verschiedene finnische Wörter angebracht, die Schnee und Eis beschreiben. Während„Pakkaslumi”„Pulverschnee” bedeutet, wird„Höytylumi” verwendet, um„sehr weichen Schnee” zu beschreiben.
Vom 4. November 2025 bis zum 22. Februar 2026 lädt Sie das Petit Palais ein, durch die poetischen Werke von Pekka Halonen ein erfrischendes und sinnliches Eintauchen in die prächtigen Wildnislandschaften Finnlands zu erleben. Eine Gelegenheit, auch über den Schutz der Natur angesichts der globalen Erwärmung nachzudenken. Ein Besuch dieser Ausstellung lohnt sich natürlich, um mehr überPekka Halonenzu erfahren, aber auch über Finnland und seine Geschichte, das seit dem 6. Dezember 1917 unabhängig ist.
Es ist auch eine Ausstellung, bei der man sich Zeit nehmen muss, um jedes Gemälde zu bewundern und die Kraft dieser wilden Natur zu spüren.„Die ursprüngliche Quelle meiner Inspiration ist die Natur. Seit 30 Jahren lebe ich am selben Ort, mit dem Wald zu meinen Füßen. Ich habe oft gedacht, dass ich den Louvre oder die größten Schätze der Welt vor meiner Haustür habe. Ich muss nur in den Wald gehen, um die wunderbarsten Gemälde zu sehen – mehr brauche ich nicht”, sagte der nordische Maler. Wenn Sie es eilig haben, sollten Sie lieber weitergehen. Alle anderen können sich auf eine wunderschöne Reise ins Herz Finnlands, seiner Wälder und seiner Kunst freuen.
Für Neugierige: Das Petit Palais organisiert zu diesem Anlass mehrere Veranstaltungen, darunter ein Wochenende, das den berühmten Mumins gewidmet ist und am 6. und 7. Dezember 2025 stattfindet. Weitere Informationen finden Sie auf der offiziellen Website.
Termine und Öffnungszeiten
Von 4. November 2025 bis 22. Februar 2026
Standort
Kleiner Palast
Avenue Winston Churchill
75008 Paris 8
Tarife
Tarif réduit : €15
Plein tarif : €17
Offizielle Seite
www.petitpalais.paris.fr
Reservierungen
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