Wenn man an Rodin denkt, fällt natürlich sofort der berühmte Bildhauer und seine weltbekannten Werke ein: Der Denker, Der Kuss, die Kathedrale, Der Mensch in Bewegung, Das Höllentor... Aber wussten Sie, dass Auguste Rodin auch eine große Leidenschaft für Zeichnungen hatte? Vom 13. Dezember 2025 bis zum 1. März 2026 zeigt das Rodin-Museum in Paris eine bislang weniger bekannte Seite des Künstlers – anhand einer außergewöhnlichen Auswahl an Werken.
In der Ausstellung mit dem Titel Rodin, freie Zeichnungen präsentiert das Museum eine Auswahl von fast 70 Zeichnungen des berühmten Künstlers Auguste Rodin. Aufgrund ihrer Zerbrechlichkeit werden diese Werke nur selten öffentlich gezeigt. Sie stammen aus den Beständen des Museums und gewähren einen ungewöhnlichen und dunkleren Einblick in den kreativen Schaffensprozess des Bildhauers. Rodin soll dem Journalisten René Benjamin einmal gesagt haben: „Das ist ganz einfach: Meine Zeichnungen sind der Schlüssel zu meinem Werk.“
Dieser künstlerische Rundgang bietet die Gelegenheit, tiefer in die Welt des Bildhauers und Zeichners einzutauchen. Im Lauf seiner Werke lässt sich die Entwicklung seines Stils und seiner technischen Fähigkeiten nachvollziehen – von den frühen Jahren bis hin zur Reife in seinen späteren Schaffensperioden. Der chronologische Verlauf zeigt Zeichnungen eines noch jungen Rodin bis zu seinen letzten, reifen Werken. Der Künstler lebt sich immer wieder neu aus, um den Bildern, die er in seinem kreativen Geist formt, Leben einzuhauchen.
Die Ausstellung widmet sich den prägenden Jahren von Auguste Rodin, seinen Forschungen und Experimenten im Bereich der Farbgestaltung, seinem Faible für Serien und wiederkehrende Motive... In den Skizzen spiegeln sich dieselben Themen, Bewegungen und Gefühle wider, die später in seinen Skulpturen lebendig wurden. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf der detailreichen Untersuchung des weiblichen Körpers sowie auf kämpferischen Männern und seinem Interesse an antiker Kunst.
Mit seinen Zeichnungen versucht Rodin, die Bewegungen einzufangen, die er sieht, und die Emotionen, die er empfindet. Seine Skizzen überraschen oft: Man erkennt auffällige Farbflächen, manchmal ungewöhnliche Farbkombinationen, Überlagerungen von Mustern, Studien zu Architektur oder zum menschlichen Körper in Bewegung... Für den Künstler ist das Leben der zentrale Antrieb. Es geht ihm nicht darum, es exakt zu kopieren, sondern es als Inspiration zu nutzen, um die Bewegung nachzuahmen.
Diese Ausstellung zeigt keinerlei Skulpturen, Gussformen oder Abgüsse. In einem großen Saal bestaunt man eine Reihe kleiner Zeichnungen, die das gesamte Können des Künstlers widerspiegeln. Rodin sah das Zeichnen als eigenständige Kunstform: Er zeichnete nicht nur zur Vorbereitung seiner Skulpturen, sondern aus Liebe zum Zeichnen selbst. Die Führung durch die Ausstellung ist relativ kurz, daher empfehlen wir, Ihren Besuch in den ständigen Sammlungen zu vertiefen, um das gesamte Spektrum des künstlerischen Schaffens besser zu erfassen.
Wenn Sie sich für Rodins Werk begeistern, sollten Sie sich die Ausstellung „Rodin, dessins libres”(Rodin, freie Zeichnungen) nicht entgehen lassen, die diesen Winter in Paris zu sehen ist.
Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.
Termine und Öffnungszeiten
Von 13. Dezember 2025 bis 1. März 2026
Standort
Rodin-Museum
77 Rue de Varenne
75007 Paris 7
Zugang
Metro: Varenne (Linie 13) oder Invalides (Linie 13, Linie 8) RER: Invalides (Linie C)
Tarife
Plein tarif : €14
Offizielle Seite
www.musee-rodin.fr
Reservierungen
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