Explorations : eine Angelegenheit des Staates ? Die Geschichtsausstellung zeigt sich im Armeemuseum

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Von Cécile de Sortiraparis · Fotos von Cécile de Sortiraparis · Aktualisiert am 13. April 2026 um 17:56
Das Armeemuseum erzählt drei Jahrhunderte Geschichte und Entdeckungen, mit der Ausstellung Explorations: eine Staatsaffäre?, zu entdecken vom 15. April bis zum 16. August 2026.

Im Jahr 1763 verliert Frankreich den Krieg um den Siebenjährigen Krieg gegen Großbritannien, und sein Kolonialreich wird erheblich erschüttert. Um seine Macht wiederherzustellen, beschließt das Königreich Frankreich, große Expeditionen rund um die Welt zu starten. Das Musée de l'Armée hinterfragt die Geschichte und den Sinn dieser Expeditionen sowie jener, die darauf folgten – vom 18. Jahrhundert bis heute. In einer Ausstellung von bisher unbekannter Art widmet sich das Museum dem, was hinter diesen Reisen steckt, und der Rolle des Militärs in diesen offiziellen Erkundungen.

Vom 15. April bis zum 16. August 2026 öffnet die Ausstellung Explorations: Eine Staatsangelegenheit? ihre Türen. Sie vereint eine Vielzahl historischer Dokumente, wissenschaftliche und technologische Artefakte, Karten, Gemälde, Zeichnungen und Illustrationen sowie Zeitzeugenberichte aus verschiedenen Epochen.

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Drei Jahrhunderte französischer Erforschungsgeschichte werden hier erstmals vorgestellt. Je nach Epoche, wirtschaftlichen Interessen und politischen Kontexten unterscheiden sich diese Weltreisen deutlich voneinander.

Im 18. Jahrhundert treiben nationale Rivalitäten und der Wunsch nach Expansion und Reichtum die Könige und Herrscher Europas dazu, ihre Armeen in die entferntesten Winkel der Welt zu schicken. Die Entdecker machen sich auf die Suche nach unbekannten Landstrichen, idealerweise voll von Schätzen, die es zu verkaufen gilt. Auch die Staaten streben danach, ihre Gebiete zu vergrößern und strategisch wichtige Zonen für Handel und Krieg unter ihre Kontrolle zu bringen.

Doch nicht nur Händler und Soldaten begeben sich auf Abenteuer: Auch zahlreiche Wissenschaftler nutzen diese Expeditionen, um ihr Wissen zu erweitern und vielleicht bahnbrechende Entdeckungen zu machen, die den Fortschritt der Menschheit vorantreiben.

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Im 19. Jahrhundert standen vor allem wissenschaftliche Expeditionen und territoriale Eroberungen im Mittelpunkt, die tiefgreifende Veränderungen mit sich brachten. Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte Frankreich alles daran, seine verlorene Macht wiederzuerlangen, besonders unter der Nazi-Besatzung gelitten hatte. Dabei spielte die Weltraumfahrt eine entscheidende Rolle, die mit Hochdruck von den USA und der Sowjetunion vorangetrieben wurde. Auch der Tourismus gewann immer mehr an Bedeutung, sodass die Menschen selbst auf Entdeckungsreise gingen, um diese faszinierende Welt zu erkunden.

Im 21. Jahrhundert verfolgen französische Expeditionen ein weiteres Ziel: Sie sollen Lösungen für Klimakrisen finden, aufkommende Konflikte eindämmen oder die Kontrolle über bedrohte Ökosysteme und knappe Ressourcen sichern.

Wissenschaft, Handel, Macht, Krieg: Jede Ära hat ihre Expeditionen, bei denen das Militär eine entscheidende Rolle spielt. Das Pariser Museum beleuchtet die Bedeutung des Militärs bei diesen Unternehmungen.

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Das Armee-Museum erläutert damit die unterschiedlichen Aufgaben und die Kompetenzen, die das Militär einsetzt, um diese Expeditionen erfolgreich durchzuführen. Man entdeckt große historische Figuren, spezielles Material, zeitgenössische oder historische Zeugnissen, Militäruniformen, Waffen …

Der Rundgang wird ergänzt durch Gemälde, antike Karten, wissenschaftliche Instrumente, Zeitungen aus der Epoche, Plakate und Zeichnungen... Einige Werke können schockieren oder überraschen: Diese Expeditionen in fremde Länder waren oft von Kämpfen und gewaltsamen Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung begleitet. Einige ausgestellte Stücke berichten von diesen Gewalttaten, vom Rassismus jener Zeit, der heute noch schockieren kann.

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Das Thema ist spannend, die Vielfalt der ausgestellten Werke bietet eine sehr attraktive Reise für Liebhaber der Histoire und für jene, die die Welt des Militärs lieben. Die Ausstellung fehlt etwas an Tiefgang: Das Museum hinterfragt diese Expeditionen nicht, weder deren mögliche Folgen noch die Art, wie sie die Gesellschaft zu jeder Epoche beeinflusst haben. Man hätte sich eine vertieftere Analyse der Aussagen gewünscht, sowohl zu den negativen als auch zu den positiven Seiten dieser Expeditionen.

Ab April 2026 können Sie die neue Sonderausstellung im Armeemuseum entdecken.

Dieser Test wurde im Rahmen einer beruflichen Einladung durchgeführt. Sollten Ihre Erfahrungen von unseren abweichen, teilen Sie uns dies bitte mit.

Praktische Informationen

Termine und Öffnungszeiten
Von 15. April 2026 bis 16. August 2026

× Unverbindliche Öffnungszeiten: Um die Öffnungszeiten zu bestätigen, wenden Sie sich an die Einrichtung.

    Standort

    129 Rue de Grenelle
    75007 Paris 7

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    Infos zur Barrierefreiheit

    Tarife
    Tarif réduit : €12
    Plein tarif : €17

    Offizielle Seite
    www.musee-armee.fr

    Reservierungen
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