„Kontrast und Gleichgültigkeit“: So heißt die neue Ausstellung des Kanadischen Kulturzentrums, die vom 12. Februar bis zum 16. Mai 2026 kostenlos besucht werden kann. Diesmal lädt das im 8. Pariser Arrondissement gelegene Kulturzentrum vier Künstlerinnen ein: die Französinnen Cécile Hartmann und Capucine Vever sowie die Kanadierinnen Larissa Fassler und Isabelle Hayeur. Mit kritischem Blick und großer Sensibilität für das Gegenüber haben sie sich auf die Reise um die Welt gemacht, um die Spannungen in der heutigen Welt sichtbar zu machen.
Durch Fotografien, Videos und Skulpturen, die sowohl formale als auch thematische Resonanzen nutzen, entführen uns diese vier Künstler von Vancouver über Dubai bis in eine Vorstadt von Paris und in die Weiten des Westens.
Der Rundgang durch die Ausstellung beginnt im Untergeschoss des Canadian Cultural Centre. Hier entdecken wir eine Serie von Fotografien von Isabelle Hayeur. Die Bilder zeigen unter anderem die Trockenlegung des Salton Sees, eines Salzsees in Kalifornien, sowie die verheerenden Brände, die im Sommer 2021 im Thompson-Flusstal in British Columbia wüteten.
Auf kanadischer Seite widmet sich Larissa Fassler Vancouver und speziell dem Downtown Eastside (DTES), einem der ältesten Stadtteile, der heute von einem komplexen Geflecht sozialer Herausforderungen geprägt ist. Für ihre Zeichnung "Vancouver DTES" hat die Künstlerin eine Reihe von Glas-Skulpturen geschaffen, die Themen wie Verletzlichkeit und Isolation erforschen und gleichzeitig Resilienz und Schönheit zum Ausdruck bringen.
Die Ausstellung lädt uns auch dazu ein, das Projekt "Lame de Fond" von Capucine Vever kennenzulernen. Es beschäftigt sich mit der intensiven Schifffahrtsaktivität auf offener See sowie mit ihrer multikanaligen, immersiven Video- und Klanginstallation mit dem Titel "Dunking Island". Wir tauchen ein in eine Szene, die eine Strömung in der Bucht von Dakar im Senegal darstellt.
Weiter geht es in den Erdgeschossbereich des Kanadischen Kulturzentrums, wo zahlreiche Fotografien von Isabelle Hayeur über verlassenen Flüchtlingslager ausgestellt sind, unter anderem in Jacumba in Kalifornien.
Auf ihrer Seite hat Cécile Hartmann eine Serie farbiger Siebdrucke geschaffen, die vom hellen Grau bis zu dunkleren Tönen reichen. Auf jedem Druck stehen zwei gegensätzliche Konzepte gegenüber, was zum Nachdenken über unsere Lebensbedingungen und -möglichkeiten anregt.
Die ausgestellten Werke sind zwar weder monumentale noch außergewöhnliche Kunstwerke, doch sie verdienen unsere Aufmerksamkeit, weil sie uns zum Nachdenken über die Welt um uns herum anregen und über die Ungleichgewichte, die die Menschheit auf unserem Planeten betreffen. Es handelt sich also um eine Ausstellung, bei der es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen, um genau hinzuschauen und alles zu erfassen.
Termine und Öffnungszeiten
Von 12. Februar 2026 bis 15. Mai 2026
Standort
Kanadisches Kulturzentrum
130 Rue du Faubourg Saint-Honoré
75008 Paris 8
Tarife
Kostenlos
Offizielle Seite
canada-culture.org































